Monolith
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Kirshner / Sony Music |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Phil Ehart |
drums |
| Dave Hope |
bass |
| Kerry Livgren |
guitars,keyboards |
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| Robby Steinhardt |
lead vocals,viola,violin |
| Steve Walsh |
lead vocals,keyboards |
| Rich Williams |
guitars |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
On The Other Side
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6:26
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| 2. |
People Of The Southwind
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3:41
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| 3. |
Angels Have Fallen
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6:39
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| 4. |
How My Soul Cries Out For You
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5:46
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| 5. |
A Glimpse Of Home
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6:37
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| 6. |
Away From You
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4:26
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| 7. |
Stay Out Of Trouble
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4:15
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| 8. |
Reason To Be
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3:50
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| Gesamtlaufzeit | 41:40 |
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Rezensionen

Nach dem mitreißenden Livealbum "Two For The Show" veröffentlichten Kansas 1979 die Platte "Monolith", wo sich schon gewisse Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen und die Brillanz der früheren Alben nur noch stellenweise vorhanden ist. Schon die ersten beiden Songs sind programmatisch für das gesamte Album. Es handelt sich hierbei um kompakt gehaltene Stücke, die den später folgenden Bombast einleiten. "On The Other Side" und "People Of The South Wind" wirken jedoch reichlich zahm und lassen die erwartete Energie vermissen. Es können Spuren des radiofreundlichen Mainstream-Sounds ausfindig gemacht werden. Freilich lebten auch viele Songs der vorangegangen Alben von einprägsamen Refrains. Stets konnte aber der Bogen zwischen erdigem Hardrock und epischen Symphonic-Ausflügen gespannt werden. Dagegen wirkt der Beginn von "Monolith" eher flügellahm und zu sehr auf den Massengeschmack ausgerichtet. Diese Gratwanderung zwischen mitreißenden Melodien und komplexen Arrangements ist zuvor mit Bravour geglückt. Hier erleidet die amerikanische Bombastinstitution aber erstmalig einen kleinen Schiffbruch.
"Angels Have Fallen" stellt eine löbliche Ausnahme dar und steht noch eindeutig in der symphonischen Tradition der glanzvollsten Kansas-Songs. "How My Soul Cries Out" leitet dann einige gediegene Rocksongs, die im guten Durchschnittsbereich angesiedelt sind.
"Stay Out Of Trouble" ist zwar ein energiegeladener Rocker, der aber auch etwas ungestüm wirkt. Die romantische Ballade "Reason To Be" schließt das Album "Monolith" ab und glänzt mit Steve Walshs schmachtendem Gesang. Hier liegt es im persönlichen Ermessen des jeweiligen Hörers, ob dies jetzt schon in den Bereich des Kitsches eingeordnet wird. Es ist insgesamt nicht von der Hand zu wiesen, dass Kansas sicherlich auch auf den damaligen Mainstreammarkt geschielt haben und ihre Ausflügen in den Bereich des symphonischen Bombastes erheblich zurückgeschraubt hatten. Dennoch kann auch diese eingängigere Ausrichtung noch gefallen, da es sich durchweg um gefällige Kompositionen handelt, welche ohne jeden Zweifel immer noch die Brillanz der agierenden Musiker offenbaren. Der Direktvergleich mit den Klassikern früherer Jahre fällt aber eindeutig zu Ungunsten von "Monolith" aus.
| Anspieltipp(s): |
Angels Have Fallen |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
28.6.2003 |
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Kansas hatten ihren kreativen Höhepunkt mit "Leftoverture" und "Point Of Know Return", die beide Platin erhielten, erreicht. Womöglich auf Druck der Plattenfirma, vielleicht wollte die Band auch einfach nur auf der sicheren Seite sein - jedenfalls ist "Monolith" nicht ganz so komplex und mitreißend ausgefallen, wie die Vorgänger. Die Plattenverkäufe fielen trotzdem oder gerade deswegen nicht mehr so gut aus wie ehedem. Kann aber auch ein Zeichen der Zeit gewesen sein, das Abebben der Prog-Rock-Welle und so. Andererseits hatten Pink Floyd im gleichen Jahr mit "The Wall" ihren größten Hit.
Wieauchimmer, Kansas bewegen sich mit der Scheibe auf der sicheren Seite, der symphonische Bombast der früheren Alben wird zwar fortgeführt, wenn auch nicht mehr ganz so großartig und komplex. Dazwischen ein paar poppigere Rocksongs mit catchy Refrains mit Hit-Appeal. Es ist aber immer noch eine Freude, den Musikern zuzuhören, denn das Spielen haben sie schließlich nicht verlernt.
Ich würde es als das letzte Album der klassischen Kansas einordnen. Zwar spielt auch auf "Audio Visions" noch dieselbe Besetzung zusammen, jedoch mit wesentlich höheren mainstreamigen Einflüssen.
| Anspieltipp(s): |
On the other side, Angels have fallen |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.11.2005 |
| Letzte Änderung: |
1.11.2005 |
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Ohne Frage haben Kansas nicht nur aus Proggersicht ihre größten Werke auf den ersten fünf Alben eingespielt und als Liveaufnahmen auf "Two For The Show" verewigt. Als ob man es geahnt hätte, zerfiel die klassische 70er-Besetzung inklusive Steve Walsh dann auch kurz nach dem Ende dieses Jahrzehnts. Was ist also nun von "Monolith" zu halten, das auf die Übergangsphase nach der Hochzeit, aber vor dem Zusammenbruch datiert?
Nun ja, der Bandsound ist immer noch der klassische, wenngleich auch ohne Remaster das Klanggewand recht sauber und glatt ist. Das bedeutet also famosen Harmoniegesang, knackige E-Gitarre, schwelgerische Keys und uramerikanisches Country-Flair dank Robbie Steinhardts Geige. Richtige Longtracks gibt es hier nicht mehr, allenfalls "How My Soul Cries Out For You" könnte aufgrund seiner Anlage und Struktur als solcher durchgehen. Kurioserweise ist diese Nummer, auf die ich noch zu sprechen kommen werde, dann aber kürzer als die umgebenden Songs. Bemerkenswert finde ich es dann wiederum, dass trotz der überwiegend also eher simplen Songs frontale Attacken mit marktschreierischen Mainstream-Elementen wie in "Carry On Wayward Son" oder "It Takes A Woman's Love (To Make A Man)" weiträumig umfahren werden. Natürlich auch hier keine Regel ohne Ausnahme, "People Of The South Wind" ist schon recht straight, springt den Hörer aber eben nicht so an.
Somit sind die Stücke insgesamt durchweg zurückhaltender ausgefallen als zuvor, was auch die berüchtigten wahnwitzigen Kabinettstückchen an den Instrumenten einschließt. Auffällig ist auch die vermehrte Tendenz zur Melancholie und verträumten Elementen. Lieder wie "On The Other Side", "Angels Have Fallen", "A Glimpse Of Home" und "Reason To Be" sind dafür schöne Beispiele, und bildlich gesprochen klingt das Album überwiegend mehr nach Märchenwald denn nach Rummelplatz. Das gilt natürlich für einen geringeren Teil von "Monolith" nun wieder nicht oder nur in eingeschränktem Umfang, etwa für die Hardrocknummern "Away From You" und "Stay Out Of Trouble". Ach ja, "How My Soul Cries Out For You": Diese Ansammlung von hektischem Rhythmus und ausladenden Soli ist nun die wohl am stärksten geballte Demonstration von musikalischem Wahnwitz im gesamten Schaffen von Kansas. Und auch der einzige mir bekannte Song, zu dem der geneigte Konzertgänger mal der Abwechslung halber mit der Luftgeige posen könnte. Sonst noch was? Ah ja, "Reason To Be" tönt ein wenig verdächtig nach der besseren Version von Genesis' "More Fool Me".
Alles in allem ist "Monolith" somit ein vertrautes und doch etwas anderes Kansas-Album. Kritisieren kann ich vor allem, dass den Songs ein wenig der Zusammenhang fehlt. "Monolith" ist somit eines jener Alben, deren Lieder man sich für sich genommen gut anhören kann, aber deren Abfolge nicht so wirklich zünden will. Ansonsten ist es ein schönes Album, das dem derzeit gerade herrschenden Frühherbst einen guten akustischen Hintergrund verpassen kann. Abschließend möchte ich noch hinzufügen, dass "Monolith" auch die beste optische Gestaltung aller Kansas-Alben aufweist. Das dürfte vor allem Besitzer der Original-LP erfreuen, da die augenzwinkernden postapokalyptischen Szenen erst in voller Gatefold-Größe so richtig schön zur Geltung kommen.
| Anspieltipp(s): |
How My Soul Cries Out For You, A Glimpse Of Home |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.9.2011 |
| Letzte Änderung: |
7.10.2011 |
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