Zoolook
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Disques Dreyfus |
| Durchschnittswertung: |
7.67/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jean Michel Jarre |
Synthesizer |
| Frederic Rousseau |
Synthesizer |
| Adrian Belew |
Gitarre, Effekt |
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| Marcus Miller |
Bass |
| Yogi Horton |
Drums |
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Gastmusiker
| Laurie Anderson |
Gesang auf "Diva" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Ethicolor
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11:40
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| 2. |
Diva
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7:35
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| 3. |
Zoolook
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3:42
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| 4. |
Wooloomooloo
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3:18
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| 5. |
Zoolookologie
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3:50
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| 6. |
Blah-Blah Cafe
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3:20
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| 7. |
Ethicolor II
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3:53
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| Gesamtlaufzeit | 37:18 |
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Rezensionen
Von: Jörg Graf @ (Rezension 1 von 3)

Ist Euch eigentlich mal aufgefallen, daß fast jede Platte von Jarre demselben Aufbau folgt? Auf der ersten Seite ist abstraktere Musik, oftmals in Form von Longtracks. Die zweite Seite beginnt immer mit einer kommerziellen Mitreißnummer. Danach wird es wieder ein wenig komplexer (aber immer noch singleorientiert) und am Ende kommt ein überflüssiger Langweiler. Das trifft hier zumindest den Nagel auf den Kopf.
Eigentlich habe ich die Platte nur anhand dieses Schemas als eine von Jarre erkannt. Gegenüber dem letzten Album hat sich eine Menge im Sound- und Techniklager getan. Am auffälligsten ist hier der Sample-Overkill aus einigen dutzend Sprachen. Dieser gibt dem Album einen sehr verstörenden Touch - ganz anders als die sonst immer leichtfüßige instrumentale Musik. Hinzu kommt noch eine kräftige Portion Bombast und die Tatsache, daß Jarre nicht mehr nur allein musiziert. Man könnte hier schon beinahe von einem Bandprojekt reden, wenn nicht noch relativ viele Solopassagen zugegen wären. Grosse Namen wie Adrian Belew, Laurie Anderson oder Marcus Miller tauchen hier auf, obwohl ich die Leistungen der Gastmusiker nicht so überragend finde, als daß nicht auch unbekanntere Studiomusiker hätten herhalten können. Das kann jedoch auch täuschen: Adrian Belew soll hier angeblich Effekt ins Spiel bringen, leider lassen sich die Spuren so gut wie gar nicht von den Synthiespuren unterscheiden, sonst hätte ich sicherlich welche entdeckt.
Das Highlight dieser Platte ist auf jeden Fall das zwölfminütige "Ethnicolor", in dem Jarre zunächst gelungen mit sphärischem Bombast experimentiert und zum Finale hin die ganze Band einer Rülps-Sample-Orgie fröhnt. Für "Diva" reichten die Samples Jarre offenbar nicht aus, und so lässt er Laurie Anderson weitere Vokalfragmente sprechen. Die Idee ist an sich nett, überzeugen kann mich der Song allerdings nicht, da hier kompositorisch nicht viel passiert.
Die zweite Seite ist eher durchwachsen. "Zoolook" ist die obligatorische Pop-Nummer, die mir aber doch recht gut gefällt. Mit Sample-Stimme und Sample-Chor lässt sich ein Poplied offenbar überzeugend gestalten. "Wooloomooloo" ist dagegen nur Füllmaterial. Hier wird auf einem einzelnen Loop viel zu lange herumgeritten. "Zoolookologie" greift den Ansatz von "Zoolook" wieder auf, gefällt mir aber aufgrund weiterer durchgeknallter Sampleexperimente besser. So langsam reichts mir dann aber mit den Popliedern, denn danach versucht Jarre mit "Blah-Blah Cafe" ein weiteres Popstück auf den Markt zu werfen, wobei hier allerdings etwas mehr Experimente nicht geschadet hätten. Und wie versprochen, der absolute Langweiler kommt immer am Schluß. Weitere Kommentare kann ich mir sparen.
| Anspieltipp(s): |
Ethnicolor, Zoolookologie |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.6.2003 |
| Letzte Änderung: |
10.10.2003 |
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Ich erwähnte bereits an anderer Stelle, dass ich mich schwer tue, die Musik Jean-Michel Jarres dem progressive rock zuzuordnen. Bei Zoolook befällt mich dieses Unbehagen sehr ausgeprägt. Das Album ist eine einzige Technik-, Sample- und Effekteschlacht, unter der die Ansätze einer Liedstruktur fast vollständig verschüttet werden.
Exemplarisch dafür steht das von Jörg Graf so gelobte "Ethnicolor". Da wird ewig lange 12 Minuten geblubbert, gescattet, gequietscht und gerülpst. Da werden alte Themen aus Oxygene- und Equinoxezeiten eingeflochten und verwurstet. Aber zu keinem Zeitpunkt ist das originell oder packend. Es fehlt Atmosphäre, es fehlt Esprit, es fehlt an Ideen.
"Diva" ist ein steriles Thema zu Tode geritten. Völlig leblos.
"Zoolook" erinnert mich an alte C64-Zeiten. Nostalgie pur. Ist ein nettes Popstückchen.
"Wooloomooloo" ist ein sphärisches Interludium-Gedudel.
In "Zoolookologie" wird Track 3 nochmal aufgewärmt, allerdings gehen mir die Choir-Samples ziemlich auf den Senkel. Überflüssig.
"Blah-Blah-Café" und "Ethnicolor II" versenken das Album endgültig.
Ausser "Zoolook", welches als Synthipopnummer einen gewissen Kultstatus hat, und dem Schluss von Ethicolor ist das Album für den Kompost. Nichts ist mehr übrig von der Atmosphäre, vom Zauber der "grossen" Alben Oxygene und Equinoxe.
| Anspieltipp(s): |
Zoolook |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
26.3.2011 |
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Der Franzose polarisiert. Seine "großen" Alben empfand ich damals als Elektronik für "Weichspüler", bestenfalls geeignet, den Gang zum Waschsalon zu untermalen. Dann lieber gleich konsequent sein und "PopCorn" von Hot Butter hören ;->>.
Umso überraschter war ich, als ich bei dieser CD las, das Laurie Anderson und Adrian Belew mitwirkten. Also gab ich dem Herrn noch einmal eine Chance und legte mir diese CD zu.
Musikalisch bleibt er "trivial", aber diesmal auf so gelungene Weise, dass mir Zoolock einfach Spaß macht. Besonders seine Sampleexperimente gefallen mir besser, als seine vorangegangenen Weichspülereien auf analogen Synthies. "Diva" ist ein Track, der problemlos auch auf Andersons "Mister Heartbreak" hätte erscheinen können - für mich der Highlight der CD mit seinen diversen Rhythmen aus Stimmensamples.
Ansonsten verbratet er auf diesem Album Popmusik mit damals modernster Technik. Und genau das macht für mich den Reiz dieser CD aus. Danach gab es dann wieder das große Gähnen.
| Anspieltipp(s): |
Ethnicolor, Diva |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
29.1.2006 |
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