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Hoelderlin

Rare Birds

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Spiegelei
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Joachim Grumbkow Keyboards, Gesang
Christoph Noppeney Viola, Gesang
Pablo Weeber Gitarre, Gesang
Hans Bäär Bass
Michael Bruchmann Schlagzeug

Gastmusiker

Manfred von Bohr Schlagzeug ("Necronomicon")

Tracklist

Disc 1
1. Häktik Intergaläktik 8:33
2. Sky Lift 4:17
3. Before You Lay Down / Rough And Thorny 7:25
4. Rare Bird 7:45
5. Necronomicon 6:15
6. Sun Rays 8:55
Gesamtlaufzeit43:10


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Im Frühjahr 1977 verließ Gitarrist Christian Grumbkow Hölderlin, blieb der Band aber weiterhin als Texter und für organisatorische Belange verbunden. Seinen Platz als Musiker nahm der Spanier Pablo Weeber ein, dessen Einfluss es zuzuschreiben ist, dass "Rare Birds" bewegter und teilweise auch etwas rockiger ausgefallen ist als die vorherigen Hölderlin-Alben.

In Stücken wie "Häktik Intergaläktik" oder dem instrumentalen "Necronomicon" kommt dies besonders zur Geltung. Gerade "Häktik Intergaläktik" gehört für mich zu den schönsten Hölderlin-Stücken, mit seinem locker fließenden Sound erinnert es an frühe Caravan. "Necronomicon" ist, obwohl von Gitarrist Pablo Weeber komponiert, kein gitarrenlastiges Stück. Ganz im Gegenteil, Weeber hält sich meist zurück und lässt Christoph Noppeney an der Viola brillieren.

Das etwas schleppendere "Sky Lift" und das verträumte Titelstück knüpfen dagegen eher an die früheren Hölderlin-Alben an.

"Rare Birds" bildet zusammen mit dem Vorgänger "Clowns & Clouds" und dem Nachfolger "Traumstadt" den Höhepunkt im Schaffen der Band. Wer auf Hölderlin neugierig geworden ist, sollte mit einem beliebigen dieser drei anfangen.

Anspieltipp(s): Häktik Intergaläktik, Necronomicon
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.7.2003
Letzte Änderung: 6.7.2003
Wertung: 11/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 2 von 3)


Mit der Platte "Rare Birds" ist es Hölderlin noch gelungen, ihren eleganten Kunstrock von den Widrigkeiten des Mainstreams frei zu halten und in traumwandlerisch schönen Harmonien das Highlight im eigenen Repertoire zu präsentieren.

Schon der Opener "Häktik Intergaläktik" entwickelt in ausgefeilter Rhythmik und symphonisch-verschlungener Anmut einen versierten Wohlklang. Ohne vordergründigen Bombast wird hier ganz behutsam Spannung aufgebaut, die auf leisen Sohlen von einer hypnotischen Eindringlichkeit erfüllt wird und in einem ausgewogenen Symphonic Rock kulminiert.

Der Neuzugang Pablo Weeber konnte den Aderlass in Form des Ausscheidens von Christian Grumbkow optimal kompensieren. Im Titel "Before You Lay Down / Rough And Thorny" umschlingen sich zarte Gitarrenklänge und leidenschaftliches Violaspiel in eindringlicher Manier. Ein verklärter Sympho Sound umhüllt den Hörer. Die Band hat hier ihre eigene Definition eines von romantischen Harmonien geprägten Kunstrocks gefunden und schmachtet im perfekt arrangierten Wohlklang.

Ganz im Verborgenen schwirren elegische Synthieklänge umher und ebnen dem sanftmütig perlenden Breitwandsound den Weg. Ganz vortrefflich ist dies im zauberhaften "Rare Bird" zu vernehmen.

Nach dem zu Beginn ungewohnt furiosen Instrumental "Necronomicon" klingt das Album in Form von "Sun Rays" sanftmütig dahin gleitend aus und kann mit relaxten und eingängigen Gesangslinien überzeugen.

Anspieltipp(s): alles!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.3.2007
Letzte Änderung: 28.2.2007
Wertung: 13/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 3)


Der druckvolle und basslastige Sound dieses Albums gefällt mir. Wenn ich mir auch hin und wieder etwas mehr Spannung in den Kompositionen wünschen würde. Im Gegensatz dazu muss man Hölderlin bescheinigen eine "relaxte" Musik zu machen, die auch mal gut nebenher laufen kann.

Die Nähe zu frühen Werken von Genesis blitzt hier hin und wieder hervor. Hölderlin gelingt es dennoch, eine eigenständige Mischung auf die Beine zu stellen, ihren eigenen symphonischen Sound zu entwickeln und auch mal kraftvoll zu rocken. Die meisten Harmonien laufen recht gut ins Ohr. Der Titelsong ist eine elegische Ballade, die mit einem wunderbaren Saxophonpart aufwarten kann (die Ähnlichkeit zu später im Neoprog, z.B. von IQ, verwendeten Elementen ist deutlich). Mein Favorit auf der Scheibe ist allerdings das um die Ecke rockende Necronomicon, schon allein, weil es sich mal etwas aus der in den anderen Stücken immer wieder eingesetzten trägen Rhythmik löst. Die beiden Demos auf der EMI-CD Version sind übrigens sehr kurz. Das abschließende You Are The One gefällt mir als Piano/Gesang Stück aber sehr gut. Den Gesang auf dieser CD finde ich übrigens erheblich besser als auf dem Vorgänger Clowns & Clouds.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.3.2008
Letzte Änderung: 15.3.2008
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Hoelderlin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Hölderlins Traum 9.00 2
1975 Hoelderlin 10.50 2
1976 Clowns & Clouds 11.00 3
1978 Traumstadt 12.00 2
1979 New Faces 7.50 2
1981 Fata Morgana 3.00 2
2007 Eight 9.00 2

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