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24911 Rezensionen zu 17078 Alben von 6653 Bands.
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Kaipa

Keyholder

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: RetroProg
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 7.11/15 (9 Rezensionen)

Besetzung

Hans Lundin Hammon Organ, Synths, Mellotron, Piano, Vocals
Roine Stolt Guitars, Percussion, Vocals
Morgan Ågren Drums
Jonas Reingold Basses
Patrik Lundström Lead And Backing Vocals
Aleena Lead And Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Lifetime Of A Journey 8.14
2. A Complex Work Of Art 11.57
3. The Weed Of All Mankind 9.29
4. Sonic Pearls 6.06
5. End Of The Rope 13.59
6. Across The Big Uncertain 8.30
7. Distant Voices 13.00
8. Otherworldly Brights 7.08
Gesamtlaufzeit78:23


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 9)


Kaipas "Keyholder" klingt routiniert und professionell, ist perfekt gemacht sowie verpackt (vom oberscheusslichen Cover abgesehen: würg!). Die Kompositionen sind in der Regel ausgeklügelt und vielfältig; die instrumentalen Leistungen sind eh über jeden Zweifel erhaben. Das muss man anerkennen und würdigen. Und zur Retro-Schiene: klar, da darf man nicht allergisch gegen sein. Mich stört's nicht. Die Herren Lundin und Stolt waren in den 70ern mit der ersten Version von Kaipa schon "Originale", die dürfen also auch verklärt nach zurück schauen, zumindest eher als Kopien aus zweiter Hand. Mir ist gut gemachter Retro allemal lieber als müllige Innovation. So weit, so gut.

Jetzt das aber: trotzdem werde ich aus zweierlei Gründen nicht so recht warm mit dem Album.

Erstens klingt das Ganze doch arg Flower Kings-mässig, also nicht arg originell, aber dafür mit wesentlich weniger Ohrwurm-Faktor. Viel hängen bleibt bei mir jedenfalls nicht.

Zweitens wird viel zu viel gesungen. Und das, obwohl es schon ausgiebige instrumentale Passagen gibt... Diese sind auch fast durch die Bank schön verspielt und interessant, wenn auch die herrliche "Naivität", die den Kaipa-Sound der Siebziger ausmachte, nur noch ganz gelegentlich aufblitzt, etwa im kurzen Orgel-Gitarre-Duett am Anfang von "The End Of The Rope". Aber dann kommt immer wieder und unvermeidlich der Gesang... Ich weiss, Herr Lundström von Ritual hat viele Fans, aber sein - unbestritten technisch hervorragender - etwas affektierter Gesang passt für mich zu einer Hardrock-Combo, aber nicht zu diesem schwelgerischen Retro-Prog. Und wenn Gastsängerin Aleena Lundin (sic!) auftaucht, verströmt sie wie schon auf Notes from the Past unweigerlich Kelly Family Feeling. Neee.

Unterm Strich bleibt zu sagen: wer das Kaipa-Comeback mochte, kann hier einigermassen bedenkenlos zugreifen, der Sound hat sich nicht grossartig verändert. Wer's nicht kennt, aber auf halbwegs komplexen, dennoch zugänglich Retro-Prog steht, sollte "Keyholder" zumindest mal antesten. Der Rest der Welt sollte vor dem Kauf reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Flower Kings
Veröffentlicht am: 18.8.2003
Letzte Änderung: 17.8.2011
Wertung: 7/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 9)


Perfekt gemacht? Das ist es nicht gerade, was mir bei "Keyholder" in den Sinn kommt...

Perfekt ist diese Platte nicht, weil Patrick Lundströms Stimme absolut unpassend für diese Art von Musik ist. Bei den ab und an eingestreuten härteren Passagen wirkt seine Stimme viel passender, obwohl ich ihn auch da ein bisschen "gepresst" und vor allem seine Aussprache zu bemüht amerikanisch finde, letzteres hat mich schon auf "Notes from the Pääääst" gestört.

Ich würde eher den Begriff "solide Handwerksarbeit" bevorzugen, oder, etwas böse formuliert, "biedere Hausmannskost". Ja, das trifft's vielleicht am besten. Ein Eintopf, zusammengerührt aus den bewährten (Retro-)Prog-Zutaten: ein bisschen Genesis, ein bisschen Flower Kings, noch mit 'ner Prise Yes abgeschmeckt. Durchaus schmackhaft, aber es fehlt die Raffinesse. Klar, die Flower Kings sind auch Retro, das aber mit eigenem Charakter. "Keyholder" dagegen wirkt, bei allem Können der beteiligten Musiker, beliebig und austauschbar.

Ach ja, das Cover ist wirklich unter aller Sau... obwohl dieser Breitmaulfrosch (oder was das darstellen soll) schon wieder irgendwie witzig aussieht.

Anspieltipp(s): egal
Vergleichbar mit: Flower Kings, Genesis
Veröffentlicht am: 20.8.2003
Letzte Änderung: 5.9.2011
Wertung: 6/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 9)


Ich hör' hier immer scheußliches Cover... Wieso das denn? Hier müssen grundlegende Unterschiede im ästhetischen Empfinden zwischen mir und anderen Rezensenten bestehen... Wenn man witziges Fantasy-Artwork mag, dann sind Cover, Back-Cover und Booklet wirklich sehr ansprechend gestaltet.

Die Musik klingt für mich ähnlich fantasy-mäßig wie das Cover aussieht. Sozusagen tongewordene Cover-Art. Man muss aber kein Fantasy-Fan sein, um die Musik zu mögen, denn KEYHOLDER bietet exquisiten Retro-Prog. D.h. es erwartet den Hörer hier nichts wirklich Neues, aber das, was geboten wird, ist von bester Qualität und macht Spaß beim Zuhören. Neu erfunden wird das Rad also sicher nicht. Aber es läuft schön rund. Wer musikalisch Neues will, sollte vielleicht lieber kein Retro-Zeugs hören...

KEYHOLDER arbeitet mit den bekannten Retro-Prog-Ingredienzien, die auch die Flower Kings immer wieder auf's neue verwerten, nur klingt es bei Kaipa noch verspielter und kurzweiliger. Dies gilt auch für den Vergleich mit dem Vorgängeralbum NOTES FROM THE PAST.

Die ausgedehnten Instrumentalteile gehen runter wie Öl - bisschen weniger Gitarre wäre allerdings auch o.k. gewesen -, der kraftvoll-verspielte Gesang von Ritual-Röhre Lundström ebenso, pathetisch erscheinen allein die Einlagen von Aleena, die in der dargebotenen Dosis gleichwohl für einen weiteren Farbtupfer sorgen. Dem Album fehlen bestenfalls noch einprägsamere Melodien, aber dann hätten sich Kaipa - vermutlich zu Recht - dem Vorwurf der Gassenhauerei ausgesetzt... So kann man sich KEYHOLDER immer wieder mit gleichem Vergnügen anhören - sofern man noch was mit Retro-Prog anfangen kann.

Das Album enthält 5 von 8 Nummern im ausgedehnten, abwechslungsreichen Kaipa-Stil mit langen Instrumentalparts, bei denen vor allem Lundins verspielte Tastenarbeit überzeugt. Eins der langen Stücke klingt allerdings in den Strophen etwas sehr nach Yes (Distant Voices). Auch das von Aleena mit Elfenstimme gesungene A complex Work of Art hat einen gewaltigen Instrumentalteil, der vor Ideen nur so übersprudelt. Das wirkt keineswegs aufgesetzt, wohl aber durchkomponiert.

Angereichert wird dieses Grundgerüst, das immerhin ca. 3/4 der Albumlänge ausmacht durch eine verträumt ruhige Nummer (Sonic Pearls), ein Duett zwischen Patrick und Aleena, das schön schmalzt (wer's braucht...) und zum Abschluss ein einfühlsames Stück ohne Kitsch.

Man merkt an diesem Album - deutlicher als am Vorgänger -, dass das Projekt Kaipa seine Daseinsberechtigung hat. Der Sound ist zwar dem der Flower Kings verwandt (nicht unbedingt ähnlich), was aber nicht ganz verwundern kann, wenn man bedenkt, dass Roine Stolt mitproduziert hat. KEYHOLDER hat gegenüber Flower Kings-Alben sehr wohl eigenen Charakter: verspielter, beschwingter, fantasyvoller.

Anspieltipp(s): The Weed of all Mankind, End of the Rope
Vergleichbar mit: Flower Kings, Ritual, Yes
Veröffentlicht am: 27.8.2003
Letzte Änderung: 21.3.2012
Wertung: 10/15

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Von: Henning Mangold @ (Rezension 4 von 9)


Wenn hier jetzt alle über Kaipa schreiben, möchte ich auch noch mitspielen: alle, die sich bisher geäußert haben, haben auf ihre Art Recht, und trotzdem sehe ich es etwas anders:

Zunächst das umstrittene Cover: wir schreiben Ende August 2003, die westliche Welt neigt sich unaufhörlich wieder dem Herr-der-Ringe-Fieber entgegen (Teil 3 kommt bald ins Kino, Teil 2 ist schon auf DVD, Teil 1 im Premiere-TV) - ein Schelm, der da einen Zusammenhang sieht?

Und überhaupt: wenn die Musik schon so retro ist, wieso nicht auch das Cover? Da weiß wenigstens jeder, was ihn erwartet. Ich seh's positiv: wenigstens habe ich noch kein Einhorn drauf entdeckt...

Trotzdem, etwas kalt und kalkuliert kommt das rüber, und zwar meiner Meinung nach außer in dieser Fantasy-Artwork besonders in dem Umstand, dass Kaipa versucht haben, ein Sequel zu "Notes from the past" zu kreieren, und da haben sie sich ohne Not einen der undankbarsten Jobs aufgehalst, den man sich freiwillig aufhalsen kann. Es ist wie bei den Film-Sequels: alles soll genauso sein wie zuvor und gleichzeitig voller Überraschungen stecken. Das kann gar nicht funktionieren.

Hans Lundin hatte ja schon nach dem Release von "Notes" geäußert, dass sein musikalisches Material für glatt noch ein Album gereicht hätte: reichen ist ja gut, aber müssen es gleich noch mal 78 Minuten sein? Ich werde den Verdacht nicht los, dass dieses Album krampfhaft auf Overkill-Länge gestreckt worden ist: ich finde z.B. den Longtrack "End of the rope" ziemlich langweilig, der hätte auch fehlen können, dann wären es nur 65 Minuten gewesen. Ich hätte auch noch mehr Ideen für den Rotstift: Wozu "Sonic pearls"? Mich erinnert das an "Peter und der Wolf", meine Lieblingsplatte, als ich fünf Jahre alt war, aber hier brauche ich das nicht. Und "Across the big uncertain"? Aleena ist eh schon schwer zu ertragen, aber dann auch noch in einem verschmalzten Duett? Brrrr...

Dabei sind nicht einmal diese Songs richtig schlecht: auf der zweiten CD von FloKis "Flower Power" hätten sie niemanden gestört, aber wenn so was eingesetzt wird, um mit aller Gewalt alle noch verfügbaren Bits auf die CD zu pressen, dann denke ich an die gute alte Vinylzeit - da hätt's so was auch nicht gegeben!

Und nochmal zu Aleena. Irgendwelche Vergleiche mit Tracy Hitchings (die mitunter gemacht werden) verbieten sich - schade, als berüchtigter La-Tracy-schwärm-Womanizer wünschte ich, es wäre so. Aber was Udo über das Kelly-Feeling schreibt, trifft leider ziemlich gut zu.

Aber ich bemühe mich, nicht unverschämt zu sein: die ersten drei Tracks sind für mich Spitzenklasse: ich muss nur auf Jonas Reingold achten, dann wird mir klar, dass derartige Bassisten mit sofortigem Wiedererkennungswert eben keine Selbstverständlichkeit sind. Allein dieser Mann ist mir das ganze Album wert - dito bei den aktuellen Veröffentlichungen der FloKis. Und ich kann ganz gut mit den zwei letzten Tracks klarkommen - obwohl, oder gerade weil sie so yessig aufgemacht sind: das bin ich von den FloKis auch längst gewöhnt - die scheinen alle irgendwie ihre eigene Yes-Nische gefunden zu haben. Nicht, dass das das höchste der Gefühle wäre, aber es ist besser als gar kein Retro-Prog.

Wie man sich denken kann: ich mag das Album, aber wegen der unbestreitbaren Kalkulation, die aus der Kälte kam, werde ich Christians Punktwertung doch noch etwas unterbieten...

Anmerkung: Der letzte Satz bezog sich auf Christians ursprüngliche Wertung - mittlerweile hat er selbst einen Punkt abgezogen...

Anspieltipp(s): Distant voices (wer diese Yes-Anklänge erträgt, ist auch fit für den Rest)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.8.2003
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: 10/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 5 von 9)


Gebe auch noch kurz meinen Schweizer Senf dazu. Zum Cover: was soll`s. Ich habe eine Platte noch nie wegen des Covers gekauft oder nicht gekauft. Was wurde nicht schon alles auf Plattenhüllen gepinselt; da werde ich mich doch wegen des zahnlückigen Eierkopfes nicht aufregen. Das Bild ist Fantasy und die Farbwahl gelungen.

Zur Musik: ich finde es beinahe etwas dogmatisch zu sagen, dass FloKis-Alben bzw. Songs raffiniert und originell sind und Kaipa beliebig austauschbare Musik macht. Es gibt FloKis-Songs die ich langweilig finde und Musik von Kaipa, die mich packt. So würde ich Keyholder The Rainmaker immer vorziehen. Es stimmt, dass das Universum um die Flokis und verwandte Bands gross und grösser wird, dass alle naslang irgendwer eine Platte auf den Markt wirft und ein gewisser Sättigungseffekt eingetreten ist.

Bei Keyholder habe ich mich allerdings kaum gelangweilt und bin der Scheibe auch nach dutzenden von Hördurchgängen nicht überdrüssig geworden. Und dass die Platte irgendwo auch nach FloKis klingt, kann man ihr ja nicht wirklich zum Vorwurf machen, oder? Es sind ja einige FloKis dabei, warum sollte sie also nicht so klingen? Warum sie deshalb nicht originell sein sollte, passt nicht so recht. Stolt hat immerhin mit dran rumkomponiert und produziert.

Ich mag Keyholder, weil es abwechslungsreich und reich an Ideen ist, technisch hervorragend musiziert wird, viele liebgewonnene Elemente beinhaltet und eine optimale Länge ohne Längen hat.

Anspieltipp(s): A Complex Work Of Art
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.9.2003
Letzte Änderung: 1.9.2012
Wertung: 8/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 6 von 9)


Hans Lundin und Roine Stolt haben bereits in den 70ern gemeinsam ihre Karriere mit fünf KAIPA Alben begonnen. Beide hatten anno 2000 die Idee, die Band, einstmals Schwedens führende Artrockband, wieder ins Leben zu rufen. Schnell erschien daraufhin die Reunion Scheibe "Notes From The Past", die auch ganz im Retro Stil der 70er daherkam und hier und da auch zu überzeugen wusste.

Das ist auch bei Keyholder der Fall. Eigentlich könnte man das Review der Vorgängerscheibe 1 zu 1 übernehmen. Viel geändert hat sich nicht. Es bleibt bei verspielten, jazzigen Songs, die auch wieder von Patrik Lundström (Ritual) besungen werden. Leider vergeudet der Mann hier aber vollkommen seine Qualitäten. Es hat den Anschein, dass Lundström nicht aus sich heraus kommt, sich einfach bei RITUAL wesentlich wohler in den Kompositionen fühlt. Nun ja. Auch die Dame am Gesang (bei drei Stücken), Aleena, reißt nicht so viel.

Was die Musik angeht, so fehlt mir bei vielen Stücken einfach eine Seele. Sicher, technisch ist das alles hervorragend, doch es bleibt, zumindest mir geht das so, einfach nicht viel hängen. Zudem ist die Scheibe mal wieder fast 80 Minuten lang und verfängt sich bei dem ein oder anderen Song in belanglosen Orgien. Gesangs- und Instrumentalpassagen wirken zudem oftmals zu sehr aneinander gereiht, es entsteht mir einfach zu selten der Charakter eines wirklich flüssigen Stückes.

Insgesamt nicht unbedingt was für viel Kurzweil. Gute Passagen gibt es auch hier zu finden, klar, besonders die Retro Fraktion sollte mal lauschen, aber auf Dauer halte ich das Album für zu wenig ausgereift und durchdacht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.9.2003
Letzte Änderung: 17.1.2004
Wertung: 6/15
nicht wirklich ein Brüller, den Lundin und Stolt da vorlegen

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 7 von 9)


Als 2002 die schwedische Prog-Legende Kaipa von Hans Lundin und dem omnipräsenten Flower Kings-Boss Roine Stolt wiedererweckt wurde, konnte ich mich an der Mischung aus symphonischem Prog und Folk noch erfreuen, bei der zweiten Auflage dieser neuen Kaipa ist alles wie auf Notes from the Past und dennoch zündet das Album nicht wirklich. Kaipa 2003 ist Prog vom Reißbrett, in dem brav alle Klischees erfüllt werden, auf Dauer wirkt das blutleer und lustlos. Wirklich schlimm wird es, wenn nicht Patrik Lundström (Ritual) den Gesangspart übernimmt, sondern die (ahem...) "Sängerin" Aleena mit Kelly-Family-esquem Country-und-Folk-geschwängertem Geleier die zumindest ordentliche Musik abwertet. Extra Haue sollte es auch für das Cover geben, dass an Dämlichkeit und Klischeelastigkeit nicht zu überbieten ist. Nein, nein, kein Zweifel: "Keyholder" ist nur Stangenware: Perfekt, aber sterbenslangweilig.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.6.2005
Letzte Änderung: 12.6.2005
Wertung: 6/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 8 von 9)


Als alter "Stolt-Hasser" stand ich der Scheibe eher skeptisch gegenüber, war jedoch positiv überrascht. Gepflegter Retroprog auf gutem Niveau - sicher kein innovativer Meilenstein der Prog-Geschichte. Trotzdem : die Songs wirken um ein vieles prägnanter als in vielen anderen Stolt-Produktionen. Sicher liegt dies nicht zuletzt an Lundin, der an sämtlichen Kompositionen federführend beteiligt ist. Ebenso an Lundröms (Sänger von Ritual) Gesang, der sich erstaunlich gut ins Konzept einfügt. Ein Hauch von Ritual fügt sich ein und das erfüllt die Sache mit Leben und kontrastiert schön zu Stolts oft zu glatten, zu souveränen Produktionen. Grenzwertig wirds allerdings, da muß ich meinen Vorrednern beipflichten, wenn die Dame, deren Name nicht genannt werden sollte, das Mikrophon ergreift. Gerade zu grauenhaft ist "A complex work of Art" mit ihr als Leadvocalistin; der Song scheint mir auch musikalisch abzufallen und ist einfach kitschig. Mein Lieblingsstück ist auf jeden Fall "Lifetime of a journey": Hier kommt Spielfreude und Power auf, schon fast Ritual-Feeling. Fazit: gepflegter Retroprog, solides Handwerk.

Anspieltipp(s): Lifetime of a journey
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.11.2005
Letzte Änderung: 7.3.2014
Wertung: 9/15

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Von: Jürgen Gallitz-Duckar @ (Rezension 9 von 9)


Hier kann ichs kürzer machen. Vielleicht hätte ich einfach nicht nach der "Notes from the past" gleich dieses Album auch noch hören sollen. Aber ich tat es und es wurde noch grausiger.

Alles was ich an "Notes..." schon schlimm fand ist hier noch schlimmer. Dieser Lundström singt sowas von unerträglich für mich, so gings mir schon lange mit keinem Sänger mehr.

Ach ja, das Cover: Abgesehen davon, dass am Computer entstandene Bilder meist eh Tiefe und Wärme vermissen lassen, finde ich es witzig und gut. Der auf den ersten Blick so lustig erscheinende Breitgrinser, entpuppt sich nämlich bei genauerem Hinsehen im Booklet als Kreatur mit nem ziemlich bösen Blick. Sowas gefällt mir. Hätte doch das Album musikalisch auch eine tiefer zu genießende Ebene noch für mich parat. Ich hätte allerdings das Backcover-Bild für die Front genommen, denn dieses finde ich sehr schön und sehr passend zu Fantasy-Prog.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.1.2006
Letzte Änderung: 30.1.2006
Wertung: 2/15
1 diesmal für das Cover und 1 weiteren für Roine und dafür das er nun hier ausgestiegen ist.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kaipa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1975 Kaipa 11.67 3
1976 Inget Nytt Under Solen 11.75 4
1978 Solo 8.50 2
1980 Händer 8.00 1
1982 Nattdjurstid - 1
2002 Notes from the Past 7.60 5
2005 Mindrevolutions 6.50 4
2005 The Decca Years 1975 - 1978 13.00 2
2007 Angling Feelings 7.00 4
2010 In the Wake of Evolution 9.25 4
2012 Vittjar 10.00 1
2014 Sattyg 10.50 4
2017 Children Of The Sounds 10.50 2

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