Vital
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Charisma |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (4 Rezensionen) |
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Besetzung
| Peter Hammill |
vocals, gtr, piano |
| Nic Potter |
bass |
| Guy Evans |
drums |
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| Graham Smith |
violin |
| Charles Dickie |
cello, e-piano, synth |
| David Jackson |
saxes, flute (*) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Ship of fools
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6:43'
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| 2. |
Still life
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9:42'
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| 3. |
Last frame
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9:02'
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| 4. |
Mirror images
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5:50'
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| 5. |
Medley: Parts of A plague of lighthouse keepers and The sleepwalkers
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13:41'
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| 6. |
Pioneers over C
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17:00'
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| 7. |
Sci-finance
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6:16
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| 8. |
Door
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6:00'
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| 9. |
Urban/Killer/Urban
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8:20'
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| 10. |
Nadir's big chance
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3:40'
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| Gesamtlaufzeit | 86:14 |
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Rezensionen

Das Abschiedswerk der Band - und diesmal eine Liveplatte, die einzige, die zu Lebzeiten offiziell veröffentlicht wurde. Ich schrieb bei Hammills Live-CD "THE MARGIN", das sie rauh klingt, nun gut, diese hier ist fast noch rauher (ist ja auch fast die gleiche Band).
Reizvoll hier der Geiger im Zusammenspiel mit Nic Potter, der öfter auch mal einen mit dem Bogen gestrichenen Bass benutzt, was manchmal schon an Kammermusik erinnert (besonders bei "Still life"). Rauh wird sie durch Hammills Stimme, die diesmal stellenweise klingt, als ob er mit Rasierklingen gurgelt. Bei vielen Fans kommt diese Platte nicht so gut an, und die Vinylausgabe klang wirklich ziemlich dünn. Die CD klingt zwar immer noch nicht "State of Art", aber deutlich besser. Herausragend für mich das Medley, wo Potter/Evans als sehr gutes Rhythmusgespann das Fundament legen, über denen Smith, Jackson und Hammill sich austoben. Und wenn Hammill "I prophecy disaster" intoniert, ist Gänsehaut angesagt. Hervorragend die lange Improvisation über "Pioneer over C", die still und intim beginnt, sich aber immer mehr steigert. Das Fehlen von Hugh Banton an der Orgel macht sich nicht störend bemerkbar – im Gegenteil, hier werden die Songs quasi als Rohbauten vorgeführt.
Für Fans eigentlich unverzichtbar, für andere, naja, wer Progrock von den Songs mit der Energie des Punk hören will (und kann) greife zu. Van der Graaf waren hier ihrer Zeit zwei Jahre voraus -sie waren die erste Punkband – leider kannten sie mehr als drei Griffe ;-)) Aber das nenne ich progressiv!
P.S.: "Sci-finance" erschien in der Box neu
P.P.S.: Nun gibt es die alte LP endlich komplett als remasterte 2-CD-Ausgabe mit ausführlichen Linernotes zur Entstehung. Die Soundqualität ist besser als die alte CD.
Endlich kommt der rauhe, trockene Sound dieser Besetzung gut zur Geltung. Nur Jacksons Spiel war bei den 24-Spur-Aufnahmen auf dessen Spur aufgrund eines Fehlers nicht drauf und Evans mußte ihn von anderen Spuren filtern, verstärken und neu abmischen, daher bleibt er etwas dünn. Dafür kann Nic Potter mit seinem Bass glänzen und die Mischung aus Geige/Cello und Saxophon ergibt eine spannende Neuausrichtung des Gruppensounds.
Fazit: es gibt endlich mehr Punkte, für mich eines der besten Livealben einer Progband ;-))
| Anspieltipp(s): |
Medley: A plague of..; Pioneers over C, Nadir's big chance |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
24.3.2013 |
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Daß Peter Hammill der alleinige Kopf von VdG(G) war, läßt sich gut daran erkennen, daß die Grundstimmung dieser Live-Platte weniger der des letzten Studio-Albums als vielmehr der der damaligen Hammill-Solowerke entspricht. Die Songs sind rauh und ungeschliffen, dominiert von Nic Potters Bassspiel, häufig schleppender vorgetragen als ihre Studio-Pendants. Graham Smiths Violine ist omnipräsent, manchmal gar ein bißchen zu sehr. Daß David Jacksons Saxophon hier ein bißchen zu kurz kommt, liegt daran, daß seine Spur im Aufnahmegerät nach dem Konzert aufgrund eines technischen Fehlers leer war und er nur da zu hören ist, wo er sich auf einer anderen Spur mitverewigt hat. Und Hammill selbst setzt weniger auf filigranen Gesang als Vielmehr auf einen schreiend-erzählenden Stil.
Diese Live-Platte ist absolut nicht repräsentativ für den VdGG-Stil, es ist ein Kind seiner Zeit und von daher als Zeitdokument einmalig.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.6.2004 |
| Letzte Änderung: |
7.6.2004 |
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Was für eine Performance! Roh und brutal, eindeutig vom Punk beeinflusst. Die Gitarre ist für VdGG-Verhältnisse ungewöhnlich aggressiv, die Violine scheint die Musik geradezu in Stücke zu sägen, Hammill schreit mehr als dass er singt, es scheppert und kracht praktisch unentwegt. Zu Anfang hat mich "Vital" ziemlich befremdet, da es sich so sehr von den Studioalben, auch dem in fast gleicher Besetzung entstandenen "The Quiet Zone / The Pleasure Dome", unterscheidet. Mittlerweile finde ich sie viel interessanter als den in der klassischen VdGG-Besetzung entstandenen Live-Mitschnitt "Maida Vale", wo die Songs doch sehr nahe an den Originalversionen gehalten sind.
Auffällig ist, dass viele der hier gespielten Songs auf den Studioalben nicht zu finden sind (Ship of Fools, Door, Urban). Sci-Finance und Mirror Images erschienen später auf Hammill-Soloalben.
Wie Andreas bereits schrieb, ist die Klangqualität der Vinylausgabe ziemlich bescheiden, und auf der etwas besser klingenden CD-Version fehlen leider aus Platzgründen zwei Stücke (Sci-Finance, Nadir's Big Chance). Lediglich Sci-Finance ist auf der 2000 erschienenen Box mit drauf.
| Anspieltipp(s): |
Ship of Fools, Still Life |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
13.2.2005 |
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Mir persönlich wäre es wohler, wenn Van der Graaf auf diesen Seiten als eigener Eintrag erscheinen würde, denn als Untergruppierung von Van der Graaf Generator, so unterschiedlich empfinde ich den Auftritt der beiden Bands, deren Bindung eigentlich nur durch den einmaligen Gesang von Peter Hammill gegeben ist... aber sei's drum!
Van der Graaf gewinnen durch die veränderte Besetzung, vor allem durch Geiger Graham Smith, einen völlig veränderten musikalischen Ausdrück. Verstärkt wird dies sicherlich noch durch einen anderen kompositorischen Ansatz, den Mastermind Hammill inzwischen verfolgte.
Deutlich wird dieser Unterschied vor allem in der fast schon kammermusikalischen, hochdramatischen Liveumsetzung von "Still Life". Nachdem bei den Liveaufnahmen neben Smith auch noch Cellist Charles Dickie die Band verstärkte und Nic Potter den Bass gelegentlich eher wie einen klassischen, akustischen Standbass spielt, ist der kammermusikalische Ansatz sozusagen perfekt.
Konterkariert wird das aber durch die agressiven, eben fast punkrockigen Ausbrüche, die Songs wie "Ship Of Fools" oder "Sci-Finance" dominieren. Wunderschön sicherlich auch das Medley zu Ende der ersten CD der Neuauflage, welches mit der kammermusikalischen Attitüde beginnt und sich dann immer mehr ins Rockchaos steigert. Intensiver kann Livemusik kaum mehr dargeboten werden. Und passend zu dieser kratzbürstigen Ausrichtung von Van der Graaf singt Hammill auch rauher und noch ungeschliffener als früher. Einzige kleine Enttäuschung des Albums bleibt für mich das Medley "Urban/Killer/Urban", in dem der "Killer"-Part ziemlich untergeht. Da hätte ich mir gerade von dieser rauh-rockigen Formation mehr erwartet.
Also, mein Fazit: Ein intensives Livedokument einer ungewöhnlichen Formation, welches den Hörer trotz deutlicher Abstriche im Klang (vielmehr als ein gutes Bootleg hat hier auch das Remastern nicht herausholen können) fasziniert und in seinem Bann schlägt. Auch wenn Van der Graaf so ein bisschen seine Fortsetzung in Hammills "K-Group" findet, so hätte ich mir doch gerne noch das eine oder andere Album dieser Formation gewünscht.
| Anspieltipp(s): |
Ship of Fools, Still Life, Sci-Finance |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.3.2006 |
| Letzte Änderung: |
27.9.2011 |
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