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Trigon

2. Artrock-Festival - Live 2003

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: improvisiert; live; Psychedelic
Label: Selbstvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Rainer Lange Gitarre
Stefan Lange Bass
Daniel Beckmann Drums

Tracklist

Disc 1
1. Dekadenz und Korruption 4:50
2. TanZEN 7:09
3. Einmal Durchpusten bitte 3:58
4. Blue Time 4:40
5. Peitscht das Kamel 6:02
6. Ein kleines brachiales Machwerk 4:20
7. Verbiegt die Kontrollen zum Herz der Sonne 7:20
8. Wunder werden billigend in Kauf genommen 6:29
9. Archaische Extasetechniken 6:03
10. Black Syphilis 4:42
11. Wenn wir Dich rauchen, schreien wir 5:35
12. You Do Fräsend 5:43
13. ZENsation 4:35
14. Tückischer Tonterror 6:07
Gesamtlaufzeit77:33


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @


Ach neee, da sind sie wieder! So langsam, still und (gar nicht) leise etabliert sich der Karlsruher Dreier als feste Größe in der deutschen Szene. Mit der Teilnahme an drei der wichtigsten Festivals in Deutschland, namentlich dem 2. Artrock-Festival in Würzburg (a.k.a. Freakshow 2003), dem Herzberg-Festival und (last but not least) der Progparade 4, machen sich die wirren Kerle als allzeit zu allen Schandtaten bereite, omnipräsente und spielfreudige Band ein Namen, die ohne viel Brimborium auf die Bühne klettern kann und unter der Leitung des Gitarren-Trigonators (dem Mann mit der singenden Ibanez JS1 Rainer "Ricky King" Lange ;-)) ihre eigene Mischung aus Improvisation und Komposition darbietet.

Nun liegt also, nach einigen technischen Problemen, eine CD ihres Live-Auftritts auf dem 2. Artrock-Festival (Freakshow 2003) vor: Nachdem die DAT-Maschine der Band die ersten vier Stücke ins Bootlegger-Nirvana verfrachtete (und den Rest der Aufnahme in wabernde Soundmasse verwandelte) und befreundete Taper-Könige an Batterien und Bandsalat kläglich scheiterten, erreichte die Band auf obskuren Umwegen aus unbekannter Quelle eine zumindest noch akustisch annehmbare Version, die die Grundlage für ihre 21. Veröffentlichung (!!!) bildet.

Das Album bietet eine muntere Potpourri der großen Trigon-Schlager der letzten 50 Jahre (oder so) - ihre Live-Klassiker "Dekadenz und Korruption", "TanZEN" (klasse Double-Bassdrum-Geholze von Daniel Beckmann hier), "Peitscht das Kamel", "Verbiegt die Kontrollen zum Herz der Sonne", sowie neuere Stücke wie dem furiosen "Ein kleines brachiales Machwerk", "You Do Fräsend" (man beachte den leichten Can-Touch) oder dem stets exquisiten "Tückischer Tonterror", dies alles gespickt mit den amüsanten Ansagen Rainer Langes, der mit seiner Gitarrenarbeit (wie immer bei Trigon) im Mittelpunkt steht (was nicht die Verdienste der Rhythmus-Sektion schmälern soll). Zur wahren Perle des Albums mausert sich eines der allerersten Trigon-Stücke aus fernen Gründerzeiten "Blue Time" - wer hätte so viel lyrischen Wohlklang bei der brachialen Machwerk-Truppe erwartet?

Alles in allem ist das Album - trotz mäßiger Soundqualität - ein recht guter Einstieg in das aktuelle Liveprogramm Trigons. Noch eine kleine Information am Rande: Das Design übernahm dieses Mal Gerd Weyhing.

Anspieltipp(s): Blue Time, Ein kleines brachiales Machwerk, You Do Fräsend, Tückischer Tonterror
Vergleichbar mit: Ozric Tentacles ohne Keyboards
Veröffentlicht am: 4.8.2003
Letzte Änderung: 4.8.2003
Wertung: 10/15
Mäßige Audience-Recording, künstlerisch wertvoll

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2002 HeiZEN 8.50 2
2002 Burg Herzberg Festival 2002 9.00 1
2003 Das UMO-Mandat 11.00 1
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2005 Emergent 11.67 3
2007 Live 2007 (DVD) 12.50 2
2011 2011 12.00 1

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