Yes
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jon Anderson |
vocals |
| Peter Banks |
gtr |
| Bill Bruford |
dr, perc |
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| Chris Squire |
bass, vocals |
| Tony Kaye |
organ |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Beyond and Before
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4.50'
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| 2. |
I see you
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6.33'
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| 3. |
Yesterday and Today
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2.37'
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| 4. |
Looking around
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3.49'
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| 5. |
Harold Land
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5.26'
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| 6. |
Every Little Thing
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5.24'
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| 7. |
Sweetness
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4.19'
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| 8. |
Survival
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6.01'
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| Gesamtlaufzeit | 38:59 |
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Rezensionen

Das Debüt einer Legende - und was für eins! Diese YES-Platte liegt bei mir weit vor dem ganzen Kram, der nach "RELAYER" erschien, zeigt sie doch eine junge Band voller Spielwitz, Ideenreichtum und Kunstfertigkeit, die jedoch noch nicht in Wolkenkuckucksheim lebt, sondern ihre Wurzeln im "progressiven Underground" der damaligen englischen Szene hat. Dass sie dabei auch schon sehr filigran und verspielt vorgehen zeigen ihre wunderbare Interpretation des BYRDS-Songs "I see you", der im Original eher schlicht ist oder "Yesterday and today" - eine typische Andersonballade, nur mit akustischer Gitarre und Piano unterlegt. Hier kann Banks auch mal zeigen, das er nicht der schlichte Rockgitarrist ist, für den ihn manche YES-Fans halten. Sehr spannend auch, wie sie den Beatlessong "Every little thing" in typischer YES-Manier durch die Mangel nehmen und als eigenen Song erscheinen lassen.
Auch die Gruppenkompositionen wie "Sweetness" oder "Harold Land" können begeistern, zeigen sie auch schon hier typische Merkmale ihrer späteren Musik (mehrstimmiger Gesang, Tempowechsel, wilde Improvisationen in Abwechslung mit eher einfachen, ruhigen Passagen).
Wer eher auf melodiösen Progrock steht, aber mit den späteren YES nichts anfangen kann, sollte hier mal reinhören - und für YES-fans ist das eigentlich eine Pflichtscheibe.
Nachtrag 2003:
Inzwischen liegt die zweite remasterte Version von RHINO-Records vor. Klanglich ist sie für meine Ohren nicht wesentlich besser als die erste Ausgabe von Atlantic. Was sie für YES-Fanatiker dennoch interessant macht, sind die sechs Bonustracks. "Everydays" vom 2. Album, "Something's coming" und "Dear father" gibt es hier gleich zweimal (als Single-Version und in frühen Demos). Und die lohnen die Anschaffung allemal.
| Anspieltipp(s): |
Harold Land, I see you, Sweetness |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
3.8.2011 |
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Das Yes-Debut unterscheidet sich ganz erheblich von ihren späteren Werken. Alles ist hier noch eine Nummer kleiner, nicht nur, weil die Songs kürzer sind, sie haben auch noch nicht die Komplexität ihrer "klassischen" Werke. Interessant sind die beiden Coverversionen, "I see you" (Byrds) und "Every Little Thing" (Beatles), zu denen Yes jeweils eine längere Einleitungssequenz hinzufügten. In "I see you" soll außerdem ein Bach-Zitat eingefügt sein. Ansonsten besticht dieses Album durch das schöne Orgelspiel (Tony Kaye) und natürlich Jon Andersons Chorknabenstimme, vor allem in den mehrstimmigen Gesangssätzen.
| Anspieltipp(s): |
I see you, Every Little Thing, Survival |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
28.12.2004 |
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Die Musik der ersten Alben ist mit den späteren Epen nicht zu vergleichen. Die Stücke sind sowohl kompositorisch als auch vom Sound her völlig verschieden. Hier kurze, rockige Nummern, dort komplexe, vielfältige, mehrsätzige Werke. Hier beinahe spärlich instrumentiert, dort dicht und ausschweifend.
Dennoch gefällt auch dieses Album, jedoch nur teilweise. Vor allem Stücke wie "I see you" und "Every little thing" sind Klassiker. Ersteres beeinhaltet ein über einen lässigen Jazz-groove gelegtes Gitarrensolo, fein und witzig gespielt. Ansonsten hat es viel Power und Leben. Letzteres beginnt mit einem fetzigen Schlagzeug-Solo, in welches die e-Gitarre einfällt. Dann die schöne Titelzeile, nachdem man kurz einige Beatles-Noten auf der Gitarre zitiert hat. Mit "Sweetness" folgt eine der schönsten Balladen von Yes. Schön vor allem die zerbrechliche Stimme von Jon Anderson.
"Yesterday and today" ist eine etwas peinliche Ballade, "looking around" beginnt fetzig mit Hammond Orgel, lebt von mehrstimmigen Vocals, ist aber auch nichts besonderes und könnte genausogut von den Beatles sein. Mit "Harold land" folgt ein nettes Rock-stück, von dem aber auch nicht viel hängen bleibt. Abschliessend eine weitere ruhige Nummer mit "Survival".
Alles in allem ein durchschnittliches Album mit einigen netten Nummern. Als Einstieg sicherlich nicht geeignet und für den klassischen, genialen Yes-Stil der 70er untypisch. Müssen nur wirkliche Yes-Fans zur Komplettierung der Sammlung haben.
| Anspieltipp(s): |
I see you, Every little thing |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
31.7.2002 |
| Letzte Änderung: |
18.10.2002 |
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"Hier kurze, rockige Nummern, dort komplexe, vielfältige, mehrsätzige Werke." Wirklich? Ich kann den Gegensatz so nicht hören. Natürlich sind die Songs auf den beiden frühen Alben kürzer, aber sind sie damit auch weniger komplex? Interessant ist doch die Frage: inwiefern weisen sie schon Elemente auf, die Yes später als "Progressive Rock" definieren helfen? Natürlich gibt es die Endsechziger-Popsongs wie "Beyond and Before", aber allein schon die Abwesenheit allzusehr nach den Beatles klingender Songs spricht deutlich für die Nachwuchsband, Eigenständiges jenseits der Beatles war zu jener Zeit nämlich eine echte Rarität auf der Insel.
Hab... ich grad was über "Beyond and Before" gesagt? Da geht's dann doch eigentlich schon los. Ein kleines Bassmotiv wird am Ende des Songs zunächst von der Orgel übernommen, verselbständigt sich dann und wird in verschiedenen Soundgewändern durchgespielt, um sich am Ende in akustischen Gitarrensound zu verlieren, fast so, als hätte der Song eigentlich noch eine Viertelstunde weitergehen sollen. Bei "I see you" sind es lediglich einige barocke Einsprengsel in Peter Banks' Gitarrensolo, das ist nicht so toll. "Looking Around" ist nach dem fanfarenartigen Einstieg eigentlich abwechslungsreich genug um interessant zu sein, leidet aber unter dem Händeklatschen und dem allzu gefälligen "And I saw you standing there"-Teil. Interessant sind aber die Harmonien im Mittelteil und das variierende Wiederaufgreifen der Orgelfanfare vom Anfang. Und zu dem "All the things I've wanted to do"-Teil wäre auch Wakeman keine bessere Begleitung eingefallen. Toll auch die Variation des Refrains am Ende in vollkommen gewandeltem Soundgewand. Dann: "Harold Land". Typischer Prog-Aufbau: Ein Intro - zwar etwas countrig, aber wann waren Yes das nicht? - schön dabei das Ersetzen des Klavierteils durch die "Aaahs" in der Wiederholung. Dann eine Bridge, Bremse rein und Vocals. Plötzlich wird die Band sehr leise und melancholisch, eine vollkommene Verwandlung nach dem Big-Country-Einstieg, aber geschickt gemacht. Nichts wirkt hier abrupt. Die zweite Strophe dann wieder in anderem Soundgewand. Dann kommen wieder die Kayeschen Keyboardfanfaren, eine Reprise des countrigen Anfangs und Schluß! "Every little Thing" ist mit seinem stürmischen Beginn und dem Zitat von "Day Tripper" mehr als nur eine der üblichen Coverversionen. Mit "Survival" schließt der eigentliche Höhepunkt das Album ab. Auch hier versucht man, mit den beschränkten Mitteln, die einer Band für ihr Debüt Ende der 60er zur Verfügung standen, soundmäßig das Meiste herauszuholen. Schon in den ersten 2 Minuten werden alle Register gezogen: vom vollen Bandsound bis hin zur stillen Akustikgitarre und wieder zurück. Vom Aufbau her ähnelt "Survival" dem späteren "Changes", angesichts der technischen und kompositorischen Möglichkeiten, die der Band in den 80ern zur Verfügung standen, schneidet der jüngere Bruder allerdings recht schlecht ab, macht hier doch das Motiv, mit dem der Song startet, mehr Sinn für den gesamten Song: so ist er, ganz im Gegenteil zu "Changes", in den Mittelteil eingebunden und folgerichtig aus diesem entwickelt.
Alles in Allem muß man sagen, daß auf diesem Album die komplexeren Ideen noch allzu unvermittelt neben den konventionellen Songs stehen, zu vieles nicht zu Ende gedacht, entwickelt wird. Dennoch gibt es genügend Progelemente, die dieses Album sehr hörbar machen. Vielleicht sind wir zu sehr an Longtracks gewöhnt und müssen die kürzeren Sachen "langsam" hören. Das ist in etwa so, wie man als Städter einen kleinen Ort kaum bemerkt, wenn man mit dem Auto durchfährt.
Man könnte noch so einiges sagen, zu Peter Banks' Gitarrenspiel und zu Brufords Drumming, aber damit würde die Rezi zu lang und dann liest sie keiner mehr.
| Anspieltipp(s): |
Survival, Harold Land |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.6.2005 |
| Letzte Änderung: |
23.3.2013 |
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Welche Bedeutung kann ein Debütalbum haben, das nicht gleich wie "In The Court Of The Crimson King", "Script For A Jester's Tear" oder "When Dream And Day Unite" ein ganzes (Sub-)Genre begründet hat? In Sachen Yes muss man sich in dieser Hinsicht wohl mit den Gegebenheiten der Zeit der Veröffentlichung befassen. Das Jahr 1969 teilt sich "Yes" somit mit der Mondlandung, "Abbey Road", "Let It Bleed", den Debüts von King Crimson und Genesis (hrhrhr...), den ersten beiden Alben von Led Zeppelin und dem Drittwerk sowie dem "Concerto" von Deep Purple. Und noch einer ganzen Menge anderer Werke. Die Frage ist nun: Was machen Yes hier neu oder genauso wie ihre Zeitgenossen? Und natürlich: Was machen Yes hier noch anders als später?
Da sollte man sich mal an den einzelnen Komponenten ergötzen: Die Orgel ist eher wenig neu, denn sowas gab's ja schon bei Purple und den Nice. Tony Kaye steht aber schon hier eher im Hintergrund und wird meist eher rhythmisch eingesetzt. Der an allen Ecken und Enden zu findende Harmoniegesang ist sicher auch eine zeittypische Erscheinung der Endsechziger. Interessanterweise scheint man/sich Anderson alleine erst später mehr zugetraut zu haben; auf Liedern wie "Beyond And Before" oder "Sweetness" ist er hingegen kaum solo zu hören. Immerhin lässt sich hier bereits die Gesangsdominanz manch späterer Werke ausmachen, wenn man es so interpretieren will.
Den dominanten und variablen Squire-Bass bekommt man hingegen so prominent wie selten zu hören, was wohl auch daran liegt, dass die restliche Band instrumental eher bieder in Szene gesetzt wird. So gibt's bei Bruford sicher ein paar interessante Sachen zu hören, aber leider steht das Schlagzeug im Mix sehr im Hintergrund. Peter Banks wiederum trifft die Tatsache, dass er meist in mittleren Lagen spielt, wo sich schon Chorgesang und Orgel ausgebreitet haben. Nur selten bekommt der Herr die angebrachten Solospots oder setzt mit Verzerrung Akzente. Insgesamt ist das schon schade, denn Banks hat in jedem Fall einen schönen melodischen Stil drauf, wie insbesondere in "I See You" zu hören ist.
Definitiv noch nicht am Ziel waren Yes vor allem mit den Texten. Kein Hauch von Esoterik und fernöstlicher Mystik ist hier zu spüren. 1969 haben sich Anderson und Squire noch mit dem Besingen von Liebschaften zufrieden gegeben. Das Songwriting ist freilich auch nicht weit entwickelt; dermaßen songorientiert hat die Band nach ihrer Anfangsphase frühestens wieder auf "Drama" agiert. Die meisten Lieder bestehen eben aus einer hinlänglich bekannten Abfolge aus Strophen, Refrains und Soli, auf die einzugehen so gesehen pure Zeitverschwendung wäre. Und somit sind auch jeweils in erster Linie die Melodien und Arrangements wohl das, woran man sich beim Hören dieses Albums hochziehen muss. In dieser Hinsicht fallen die meisten Stücke in die Kategorie "passabel", Schlenker nach unten gibt es aber leider auch, und zwar in Form der süßlich geratenen "Yesterday And Today" und "Sweetness" (ich schrieb ja: süßlich). Letzteres lässt von seiner melancholischen Grundstimmung her auch schon eine Ahnung davon aufblitzen, dass die Band (bzw. Anderson, Squire und der halbe Bruford) später auch noch mal Stücke wie "Heart Of The Sunrise" oder "Sound Chaser" bringen wird.
Am spannendsten wird's auf "Yes" immer, wenn die Band insbesondere ein paar rhythmische Sperenzchen einbaut, wie sie der rückwärts hörende Yes-Fan schon von "Yours Is No Disgrace" kennt: Abseits von den gelungenen Melodien ist das eben das Element, was die Highlights des Albums, nämlich "Beyond And Before", "Harold Land" und "Survival" so hörenswert macht.
Unterm Strich lässt sich das Fazit ziehen, dass Yes mit ihrem Debüt durchaus ein solides Werk des Zeitgeschmacks veröffentlicht haben. Die große Revolution ist dabei ausgeblieben, eher haben Yes natürlich ihren Weg gesucht und hier schon einmal ihre Möglichkeiten ausgelotet, vor allem was Rhythmusarbeit und Gesang angeht. Die große, symphonische Brillanz mussten sie sich aber erst mit Howe und Wakeman ins Boot holen, und das abgehobene Element von Texten und Drumherum fehlt ebenso noch. Abschließend ist festzuhalten, dass "Yes" als technisch sauberes 60er-Album mit ein paar netten Einfällen funktioniert. Andererseits musste sich die Band - ausgenommen Chris Squire - aber wirklich noch finden, um zu dem zu werden, mit dem sie dann, wenn sie es nicht ist, immer verglichen wird.
Abschließend noch: Coverversionen sind auch sehr charakteristisch, bekanntlich fanden sich ja auf dem Deep-Purple-Debüt ganze vier davon. Einziger Ausfall der drei Stücke, die auf der Rhino-Neuauflage zu finden sind, ist aber das dröge "Everydays".
| Anspieltipp(s): |
Beyond And Before, Harold Land |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.7.2011 |
| Letzte Änderung: |
25.7.2011 |
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