Yesshows
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jon Anderson |
lead vocals, harp |
| Chris Squire |
bass, vocals |
| Alan White |
drums, percussion |
|
| Steve Howe |
gtr, vocals |
| Rick Wakemann |
keyboards |
| Patrick Moraz |
keyboards (*) |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Parallels
|
6:57'
|
| 2. |
Time and a word
|
4:05'
|
| 3. |
Going for the one
|
5:13'
|
| 4. |
The gates of delirium
|
22:58'
|
| Gesamtlaufzeit | 39:13 |
|
| Disc 2 |
| 1. |
Don't kill the whale
|
4:12'
|
| 2. |
Ritual
|
28:22'
|
| 3. |
Wonderous stories
|
3:55'
|
| Gesamtlaufzeit | 36:29 |
|
Rezensionen

Das zweite offizielle YES-Livealbum, und im Gegensatz zum Vorgänger eher durchwachsen. Die Aufnahmen stammen von der "Going for the one"-Tour (1977), der "Relayer"-Tour (1976) und dem 10-Jahres-Jubiläumkonzerten 1978. Enstprechend ist 1976 auch Patrick Moraz an den Keyboards zu hören.
Wie üblich beginnt die CD mit dem Ausschnitt aus Stravinskys "Feuervogelsuite", allerdings setzt hier die Band schon recht früh als Begleitung mit ein (besonders Wakemann mit dem Polymoog), und "Parallels" eröffnet dann das eigentliche YES-Material. Mir persönlich gefällt der Mix nicht so besonders, zu sehr in den Höhen betont, und Anderson klingt wie schon bei der GFTO-LP ziemlich künstlich. "Time and a word" ist dagegen sehr reizvoll, immerhin stammt dieser Song von der 2. LP, und hier spielt die "klassische Besetzung" eine sehr schöne, viel verspieltere Version. Allein Wakemann klimpert auf allem möglichen herum, und Howe ist ein ziemlicher Kontrast zu Banks. Nahtlos geht des dann zu "Going for the One", bei dem ähnliches gilt, wie für "Parallels".
Die interessantesten Stücke sind für mich die 1976-Aufnahmen mit Moraz. Live wirkt "Gates of delirium" noch eine Ecke wüster, vertrackter. Nicht so perfekt gespielt, dafür aber mit mehr Elan. Und Moraz zeigt hier, dass er ein mehr als gleichwertiger "Ersatz" für Wakemann war. Und das Ende mit "Soon" beschert mir jedesmal eine Gänsehaut. Ähnliches gilt für "Ritual", das auf der CD endlich als ein Stück erscheint (auf der DoLP war es auf zwei Seiten verteilt). Es erhält live eine unheimliche Energie. Von der Tour mit Moraz hätte ich gern eine komplette offizielle CD, nicht nur Bootlegs, für mich persönlich die reizvollste Periode der Band. "Don't kill the whale" klingt live auch besser als auf der Studioaufnahme ("Tormato"), und "Wonderous stories" ist zwar schlicht aber einfach wunderschön. Insgesamt ist die CD durch die unterschiedlichen Besetzungen / Touren sehr kontrastreich und wirkt nicht so homogen wie YESSONGS. Dadurch zerfällt sie in meinen Augen in zwei recht unterschiedliche Teile. Die 76-Aufnahmen sind grandios, die anderen nett, aber nicht weltbewegend.
Als Anmerkung noch am Rande. Auf dem ersten YES-Sampler "Classic YES" sind noch "Roundabout" und "I've seen all good people" vom 1978-Jubiläumskonzert veröffentlicht worden, die locker auf diese Platte gepaßt hätten :-(.
| Anspieltipp(s): |
Ritual, Time and a word |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
20.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
29.3.2005 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Das "Yesshows" Live-Album steht bei mir in Sachen Liebe nicht weit hinter "Yessongs". Schon der Einstieg mit "Parallels", hierbei vor allem Wakemans Spielereien auf dem Polymoog, gefällt mir außerordentlich gut. Um Längen besser als die Studioversion, weil hier der Druck und die Verspieltheit zusammengehen. "Time and a word" gehört zu diesen wunderbaren Yes-Balladen, die mich schmelzen lassen. Die Stimmung, die sie hier und auch in "Wonderous Stories" verbreiten, paßt für mich optimal zu Andersons Spiritualität. Wunderschön auch der Übergang zu "Going for the one", von dem ich die Studioversion überhaupt nicht mag und es hier sehr gut, sehr gelungen finde. "Gates of Delirium", schon in der Studioversion ein Volltreffer, gewinnt hier (ganz wie Andreas schreibt) noch zusätzlich an Schroffheit und Faszination. Der abgefahrene Teil kurz bevor der berühmte "Soon-Teil" beginnt (auch für mich Gänsehaut pur hier) läßt mich immer wieder freudig staunen.
Die ehemalige zweite LP macht genauso weiter. "Don't kill the whale", ein Yes-Ohrwurm reift auch hier durch die Livedarbietung. Und dann gibt es eine wunderbare Überleitung in welcher die Band ein wenig rumspielt, während Anderson die Roadcrew vorstellt und schon sind sie in "Ritual", einem der besten Yes-Tracks überhaupt (der aber auf der CD blödsinnigerweise in zwei Extra-Tracks gesplittet ist). Diese knappe halbe Stunde vergeht immer wieder wie im Flug für mich.
Das einzige was ich an diesem Album kritisieren könnte, ist die viel zu kurze Spielzeit, die inzwischen locker auf eine CD paßt. Da hätte ich mir "Nachbesserung" gewünscht, indem das Label hier noch weitere Titel der entsprechenden Tournee mit draufpackt. Der Sound meiner remasterten CD-Ausgabe ist übrigens exzellent. Squires Bass drückt, die Höhen der Gitarren und Keyboards sind da - da kann man nix meckern.
Ach ja - im Gegensatz zu Andreas, stört mich die Zusammenwürfelung der beiden Yes-Tourneen und Besetzungen überhaupt nicht. Obwohl Moraz und Wakeman natürlich unterschiedlich spielen, wirkt das Album sehr homogen für mich.
Ein Live-Volltreffer im Yes-Katalog.
| Anspieltipp(s): |
Gates of delirium, Ritual |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
29.3.2005 |
| Letzte Änderung: |
16.7.2011 |
|
|
|
Zum Seitenanfang

Nach dem hervorragenden Yessongs war Yesshows das zweite Live-Album der Band. Während ersteres die Phase von 1971 bis 1973 abdeckte, finden sich auf letzterem Stücke von Tales From Topographic Oceans bis Tormato.
Im Gegensatz zu Yessongs, welches praktisch keine Schwachpunkte in Bezug auf die Songauswahl aufwies, finde ich diese hier nur teilweise gelungen. Going For The One hat mich abgesehen von Awaken nicht besonders beeindruckt. Dieser "beste einzelne Song" von Yes findet sich jedoch leider nicht auf dieser Platte. "Parallels", "Going For The One" und "Wonderous Stories" gefallen mir hier zwar besser als im Studio-Original, weil lebhafter und druckvoller, Begeisterung will aber nicht aufkommen. "Time And A Word" ist schön, "Don`t Kill The Whale" fand ich schon auf Tormato schlecht.
Bleiben die beiden Longtracks. Und die machen wirklich Spass. Geniale Kompositionen sind es sowieso, im live-Gewand kriegen sie noch eine Portion mehr Power, Rauheit und Drive. Vor allem "The Gates Of Delirium" ist grossartig.
Yesshows hätte ein Juwel wie Yessongs werden können, hätte man das komplette Relayer-Album plus Awaken anstelle der gewählten GFTO- und Tormato-Stücke auf die Scheibe gepackt.
So ist es unter dem Strich ein gutes Live-Zeugnis der Mittsiebziger-Phase der Band mit Stärken und Schwächen geworden.
| Anspieltipp(s): |
Gates Of Delirium |
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
11.4.2010 |
| Letzte Änderung: |
11.4.2010 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Yes
Zum Seitenanfang
|