High Tension Wires
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
MCA (Neuauflage 2011 Metal Mind Music) |
| Durchschnittswertung: |
5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Steve Morse |
guitar |
| Allen Sloan |
violin |
| Rod Morgenstein |
drums |
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| T Lavitz |
keyboards |
| Jerry Peek |
bass |
| Andy West |
bass |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Ghostwind
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3:12
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| 2. |
The Road Home
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4:48
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| 3. |
Country Colors
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3:46
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| 4. |
Highland Wedding
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3:21
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| 5. |
Third Power
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4:15
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| 6. |
Looking Back
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3:59
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| 7. |
Leprechaun Promenade
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6:24
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| 8. |
Tumeni Notes
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4:10
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| 9. |
Endless Waves
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3:46
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| 10. |
Modoc
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2:19
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| Gesamtlaufzeit | 40:00 |
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Rezensionen

Steve Morse legte im Jahr 1989 mit "High Tension Wires" eine CD vor, die er auf dem Cover als "my first actual solo album" bezeichnete. Eine Visitenkarte sollte das also wohl sein, die dem eigenen Ruf gerecht wird - dem Ruf eines außergewöhnlichen, fähigen Gitarristen, der nicht nur alle Finessen der Technik, sondern auch den musikalischen Ausdruck beherrscht.
Tja, wenn das eine Visitenkarte ist, dann wurde sie auf Wattepads gedruckt. Morse, der noch heute, im Alter von fast 50, mit durchtrainiertem Body, fusseligem Langhaar und Bartgestoppel optisch ganz gut als Gitarrenheld von altem Schrot und Korn durchgeht, hat in den 80ern (wie so viele andere) entschieden zuviel aus der Weichspülerflasche gesoffen. Auf dem Coverfoto von High Tension Wires sieht er zurechtgebügelt aus wie Muttis Bester, gaaanz lieb. Na gut, wer gibt schon was auf die Optik. Wenn nur nicht die Musik genauso klingen würde!
Das tut sie leider. Die Platte hört sich an wie durch einen Seidenschal aufgenommen, ohne jeden Biss, säuselig, dudelig. Die Drähte, die laut Titel unter Hochspannung stehen sollten, wirken eher ausgeleiert und schlaff. Es kommt dabei gar nicht darauf, ob gerade ein langsames Akustiksolo oder eine schnelle E-Gitarrennummer läuft, alles wischt einem am Ohr vorbei wie Linus´ Schmusedecke. Am Material liegt das nur bedingt. "Tumeni notes" bietet das, was der Titel verspricht: Too many oder zumindest irrsinnig viele Noten. Eine rasante Nummer, wenn man sie live sieht und hört, so zwar noch etwas eindringlicher als der Rest von High Tension Wires, aber auch nicht wirklich mitreißend. Die Musik ist übrigens insgesamt weder besonders hard- noch jazzrockig, zumindest nicht stärker als folkig, balladesk, manchmal sogar weltmusikmäßig oder gar neuzeitaltrig (new age-mäßig halt).
Morse spielt auch auf diesem "Solo"album wieder zusammen mit Kollegen von den Dixie Dregs. Dabei kommt hier nicht viel Gutes heraus. Die Arrangements sind teilweise wirklich ebenso seicht wie platschig, mögen noch so artistische Gitarrenläufe darüber liegen. Sehr ärgerlich, dass einige der Backing-Spuren sogar den Weg in die Live-Performance auf Cruise Control gefunden haben. Das Schlagzeug wurde in einem anderen Studio aufgenommen als der Rest der Platte. Eigentlich in der Rockmusik ein nicht ganz so ungewöhnliches Verfahren, aber hier hört es sich auch an, wie nachträglich und ohne jedes Feeling draufgeramscht.
Und nun mit niederträchtigem Grinsen die Rezensentenpfoten gerieben, denn wenn ein anerkannt fähiger Musiker und "alter Hase" eine so lahme Platte vorlegt, dann darf man ihn anders behandeln als einen aufstrebenden Jungmusikus. Und das heißt, mehr als die Note 4 ist hier nicht drin.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.9.2003 |
| Letzte Änderung: |
7.9.2003 |
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Anfang 2011 wurden von Metal Mind Productions drei Alben von Steve Morse als hübsche Digipaks in limitierter Auflage von je 2000 Stück neu aufgelegt. Als da wären: das vorliegende, unter dem Projektnamen Steve Morse laufende "High Tension Wires" sowie "Southern Steel" und "Coast to Coast" von Steve Morse Band.
Der Titel "High Tension Wires" könnte kaum irreführender ausgewählt worden sein. Denn was die CD auf fast allen Stücken (mit einer "Tumeni Notes" heissenden Ausnahme) ganz sicher nicht bietet, ist ausgerechnet die Hochspannung. Laut allen, die ihn getroffen haben ist Steve Morse ein ganz netter Kerl. Das kann aber auch zum Problem werden. Ritchie Blackmore und Miles Davis sollen beispielsweise öfters nur schwer zu ertragen gewesen sein, haben dafür Unvergessliches geschaffen. Und Steve Morse auf seinem dritten Album? Die Stücke wirken so nett und unproblematisch, dass man sich vielleicht nach einem leicht verrückten Egomanen sehnt.
Aber warum sollte man sich schliesslich nicht am Sonntagmorgen mit einer von den Strukturen her dem Progressive Rock verpflichteten, erstklassig gemachten Rockmusik enstpannen wollen? Diese Frage kann noch im Bezug auf die vergleichsweise kompakten, Fusion-angehauchten Instrumentals wie "The road home" und "Third Power" gestellt werden, aber die Leichtigkeit und gleichzeitig fehlende Originalität von beispielsweise "Country Colors", "Leprechaun Promenade" und "Endless Waves" ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache und grenzt schon gefährlich an (immerhin gutklassige) Fahrstuhlmusik. Mit dem keltisch angehauchten "Highland Wedding" wird es etwas besser, zumal die feierliche Melodie anschliessend mit lebhaften Gitarrensolos aufgepeppt wird. Für "Tumeni Notes" und dessen virtuos-rasanten, klassisch beeinflussten Gitarrenläufe wacht die relaxte Truppe kurzzeitig auf.
Unter dem Strich bietet "High Tension Wires" einige handwerklich beachtliche, aber für meinen Geschmack teilweise leider etwas zu entspannte Prog-Fusion-Instrumentals. Vielleicht hat Morse damit das Subgenre New Age Prog-Fusion gegründet...
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.2.2011 |
| Letzte Änderung: |
20.2.2011 |
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