Songs For A Tailor
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
PolyGram |
| Durchschnittswertung: |
12.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Jack Bruce |
vocals, piano, bass, organ, guitar |
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Gastmusiker
| L'Angelo Misterioso (= George Harrison) |
guitar (1) |
| Harry Beckett, Henry Lowther |
trumpet (1,6,8) |
| Dick Heckstall-Smith, Art Themen |
sax (1,6,8) |
| Jon Hiseman |
drums (1,2,3,4,6,8,9,10) |
| Chris Spedding |
guitar (2,3,4,6,9,10) |
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| John Marshall |
drums (5,7) |
| Felix Pappalardi |
vocals (5,9), percussion (7), guitar (9), production |
| John Mumford |
trombone (8) |
| Pete Brown |
words |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Never Tell Your Mother She's Out Of Tune
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03:39
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| 2. |
Theme For An Imaginary Western
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03:27
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| 3. |
Ticket To Water Falls
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02:59
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| 4. |
Weird of Hermiston
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02:20
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| 5. |
Rope Ladder To The Moon
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02:51
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| 6. |
The Ministry Of Bag
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02:47
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| 7. |
He The Richmond
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03:34
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| 8. |
Boston Ball Game, 1967
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01:44
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| 9. |
To Isengard
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05:28
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| 10. |
The Clearout
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02:36
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| Gesamtlaufzeit | 31:25 |
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Rezensionen

Auf diesen Seiten gibt es noch einen "blinden" Fleck (na ja, vielleicht mehr als einen, aber diesen kann ich schliessen...): Jack Bruce. Bruce, eine Legende am Bass, der unter anderem Jaco Pastorius, Sting (nach deren Aussagen) und vermutlich viele andere beeinflusst hat, hat nach dem Durchlaufen einer klassischen Musikausbildung an der "Royal Scottish Academy of Music" und Stationen in diversen Bands (Alexis Korner, Graham Bond Organisation, Bluesbreakers und vor allem Cream), begonnen Solo-Alben zu veröffentlichen. Nach dem Split von Cream, während sich seine Kollegen Eric Clapton und Ginger Baker gleich in das nächste Supergroup-Abenteuer stürzten, nahm Jack Bruce sein erstes Soloalbum "Songs For A Tailor" mit der Unterstützung zahlreicher hervorragender Musiker der englischen Rock- und Jazz-Szene auf.
Die Musik auf diesem ersten Soloalbum von Jack Bruce lässt sich nur schwer kategorisieren. Bruce zeichnet für die Komposition aller Stücke verantwortlich und die Musik ist so etwas wie die Quintessenz seines musikalischen Schaffens bis dahin (eigentlich bis heute). Es ist eine faszinierende Melange aus Jazz, Blues und Rock, mit natürlich immer sehr dominanten Bass-Parts, dem expressiven Piano-Spiel von Bruce und auch mit dem aussergewöhnlichen Gesang. Jack Bruce' Stimme mag nicht in allen Ohren wohlklingend sein, aber sie ist sehr ausdrucksstark, dramatisch, emotional und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Wenn man überhaupt etwas negatives über dieses Album sagen kann, dann, dass es kein Prog im Sinne der Stilkategorisierung ist, sehr wohl aber progressiv im Wortsinn, vor allem wenn man den zeitlichen Kontext 1969 betrachtet. Dies wird vor allem in den jazz-rockigen Titeln wie "Never Tell Your Mother She's Out Of Tune" oder "The Ministry Of Bag" deutlich, wenn Jon Hiseman sein gediegenes (hier deutlich weniger wuselig als bei Colosseum) Drumming ertönen lässt und die Bläsersektion um Dick Heckstall-Smith fröhlich Akzente setzt. Eigentlich sind alle Titel auf so hohem Niveau, dass es keinen Sinn macht einzelne herauszuheben, aber mit "Theme For An Imaginary Western" ist Jack Bruce eine der schönsten, wehmütigsten Balladen gelungen, die ich kenne. Sehr schräg und schaurig schön, vor allem wegen des intensiven Gesangs und des ausdrucksstarken Pianospiels, sind auch "Ticket To Water Falls" und "Rope Ladder To The Moon" (was ursprünglich noch für Cream geschrieben wurde). Ein Erlebnis sind sicherlich auch die teilweise ziemlich schrägen Gitarreneinlagen (vor allem in "To Isengard") des ungewöhnlichen Gitarristen Chris Spedding, der hier einen seiner ersten grossen Auftritte haben dürfte. Witzig auch der Gastauftritt von George Harrison im ersten Track, in der Besetzungliste als "L'Angelo Misterioso" getarnt (wie schon früher auf dem "Goodbye Cream"-Album).
Die Texte stammen von Bruce' langjährigem Songwriter-Partner Pete Brown. Bruce widmete das Album einer, als "Genie The Tailor" bekannten, Modedesignerin, die nach einem Gig von Fairport Convention tödlich verunglückte. Warum er das tat, ist nicht bekannt. Dies ist zugleich das erfolgreichste Soloalbum von Jack Bruce, sowohl kommerziell, wie vielleicht auch künstlerisch.
Fazit: Freunde anspruchsvoller Rockmusik, mit einem Schuss Jazz, sollten hier auf jeden Fall zuschlagen. Eigentlich ein Fall für jede gutsortierte Musiksammlung. Jüngst wurden die Jack Bruce-Soloalben, meist mit Bonustracks, was ein bisschen über die anachronistische Spielzeit von knapp 32 Minuten des Original-Albums hinwegtröstet, wiederveröffentlicht. Meine Rezension basiert auf der 1997-CD-Veröffentlichung ohne Bonustracks.
| Anspieltipp(s): |
Theme For An Imaginary Western, The Ministry Of Bag |
| Vergleichbar mit: |
im weitesten Sinne mit Colosseum, aber eigentlich eigenständig |
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| Veröffentlicht am: |
25.10.2003 |
| Letzte Änderung: |
25.10.2003 |
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Die von Thomas erwähnten Blues-Elemente kann ich auf "Songs for a tailor" eigentlich nicht erkennen. Die Grundstrukturen des Albums scheinen mir die des Jazz-Rock zu sein, so dass viele musikalische Ähnlichkeiten mit Colosseum und nur wenige mit Cream feststellbar sind. Bruce selbst sagte auch dazu, er wollte dass an dieser Platte möglichst nichts an Cream erinnert, weil er sich von diesem Trio in jeder Hinsicht eingeengt fühlte. Die originellen, zwischen balladesk und verspielt wechselnden Songs des Albums werden von komplexen Rhythmen, Bläserparts und schrägen Gitarreneinwürfen garniert, so dass dadurch entstehendes Gesamtbild auch heute noch progressiv und frisch anmutet.
Die remasterte Ausgabe von 2003 bietet vier Bonus-Tracks, als da wären die alternativen, um zusätzliche Originalspuren erweiterten Remixe von "Weird of Hermiston", "The Clearout", und "Ministry of Bag", sowie eine Demoaufnahme vom letztgenannten Song.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.10.2003 |
| Letzte Änderung: |
25.10.2003 |
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