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Cluster

Cluster II

(Siehe auch: Leitfaden "Krautrock")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: Elektronische Musik; Krautrock
Label: Brain
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Dieter Moebius
Hans-Joachim Roedelius

Tracklist

Disc 1
1. Plas 6:00
2. Im Süden 12:50
3. Für die Katz' 3:00
4. Live in der Fabrik 14:50
5. Georgel 5:25
6. Na Bitte 2:40
Gesamtlaufzeit44:45


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Cluster entstand 1971 aus der Vorgängerformation Kluster, zu der neben Moebius und Roedelius noch Konrad Schnitzler gehörte. Musikalisch knüpft man nahtlos an die schwer verdaulichen Klänge des Trios an. Während aber die Kluster Musik eher wie eine Abfolge wahlloser Geräusche klingt, ist auf dem rein instrumentalen Cluster II, vor allem in den längeren Stücken, doch eine gewisse Form erkennbar, ein träges, langsames Heranwälzen einer gewaltigen Geräuschkulisse, deren stetiges Auf und Abwallen sogar eine gewissen rhythmische Komponente birgt. Dennoch, diese Klänge sind nichts für Melodieverliebte. Nicht umsonst wurden Cluster von einer Zeitschrift als "Lärmsägen" bezeichnet.

Anspieltipp(s): Im Süden
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.4.2002
Letzte Änderung: 22.4.2002
Wertung: 10/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Das zweite Album von Cluster (mit C) bietet nichts grundlegend Anderes als der Vorgänger. Auch auf "Cluster II" dröhnen, flirren, fiepen, zischen und wabern eine Vielzahl von schwer zu identifizierenden, elektronisch verfremdeten Klängen mächtig und zäh dahin. Das Ganze ist durchaus komplex "geschichtet" und verwoben und beeindruckt durch seinen hypnotischen Charakter. Im Gegensatz zu "Cluster 71" kristallisieren sich nun aber gelegentlich melodieartige Fragmente heraus, sind bei einigen der Sounds die klanglichen Erzeuger erkennbar (Piano, E-Gitarren, Orgel) und entwickeln sich so etwas wie rhythmusartige Strukturen. Kurz: Das Ganze ist um einiges spannender.

Zusammen mit "Cluster 71" ist "Cluster II" so etwas wie ein Vorläufer der Industrial Muisc, obwohl hier die rhythmisch-maschinelle Komponente noch nicht so heftig ausgebildet ist. Trotzdem könnte "Live in der Fabrik" als ein Prototyp für solche Produktionen gelten. Schräge "Drones" und heftiges Klangwabern, wie man es hier bei Cluster findet, sollten in den Produktionen der "Industriemusiker" ab Mitte des Jahrzehnts auch zu finden sein. Cluster nehmen mit ihrem zweiten Album auch die leicht aggresiven Soundscapes vorweg, die Robert Fripp und Brian Eno ein Jahr später auf "No Pussyfooting" vorstellen sollten. Zwar haben Moebius, Roedelius und Plank (es sollte hier erwähnt werden, dass der Toningenieur Conny Plank auf dem Cover neben Moebius und Roedelius als Autor und Produzent genannt ist) ihre Klänge anders kreiert, basiert die hier vorzufindende Musik nicht auf Loops, doch ist das klangliche Ergebnis stellenweise sehr ähnlich.

"Cluster II" ist eine beeindruckende Produktion mit elektronischer Musik, die sich eine gewisse kantige Rohheit bewahrt hat und die zusammen mit den ersten drei Produktionen von Kraftwerk zum Interessantesten und Abwechslungsreichsten gehört, was mir aus diesem Genre aus Deutschland bisher unter die Ohren gekommen ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.5.2006
Letzte Änderung: 6.11.2007
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cluster

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Cluster 71 9.00 1
1974 Zuckerzeit 12.00 1
1976 Sowiesoso 11.50 2
1977 Cluster & Eno 10.00 1
1978 After the Heat 11.00 1
1979 Grosses Wasser 9.00 1
1980 Cluster & Farnbauer Live in Vienna 11.00 1
1981 Curiosum 11.00 1
1990 Apropos Cluster 12.00 1
1994 One Hour 11.00 1
1997 Japan 1996 live 11.00 1
2009 Qua 11.00 2
2015 USA live 11.00 1
2015 Japan live 11.00 1
2016 1971-1981 12.00 1
2016 Kollektion 06: Cluster 1971-1981 11.00 1
2017 Konzerte 1972/1977 8.00 1

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