Zuckerzeit
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Spalax |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Dieter Moebius |
Orgel, Klavier, Rhythmusmaschine, Synthesizer, E-Gitarre, Hawaiigitarre |
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| Hans-Joachim Roedelius |
Orgel, Klavier, Rhythmusmaschine, Synthesizer, E-Gitarre, Hawaiigitarre |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Hollywood
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4:40
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| 2. |
Caramel
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3:00
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| 3. |
Rote Riki
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6:10
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| 4. |
Rosa
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4:08
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| 5. |
Caramba
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3:55
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| 6. |
Fotschi Tong
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4:15
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| 7. |
James
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3:18
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| 8. |
Marzipan
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3:15
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| 9. |
Rotor
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2:38
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| 10. |
Heiße Lippen
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2:20
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| Gesamtlaufzeit | 37:39 |
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Rezensionen

Ab 1973 arbeiteten D. Moebius und H.-J. Roedelius neben ihrem Projekt Cluster noch zusammen mit dem ehemaligen Neu! Musiker Michael Rother unter dem Namen Harmonia. So dauerte es nach "Cluster II" fast drei Jahre, bis mit "Zuckerzeit" ein neues Cluster Album erschien, und dieses zeigt einen deutlich gewandelten Stil, weg von den Lärmgebirgen ihrer frühen Alben. Jeder der beiden Musiker hat fünf Stücke komponiert, und diese sind von sehr unterschiedlichem Charakter.
Moebius' Kompositionen (Nr. 2, 3, 5, 7, 9) sind von eindeutig experimentellerer Natur. Von einer monotonen Rhythmusmaschine begleitet, flirren und schwirren dem Hörer seltsam schräge und doch eingängige elektronische Klangschleifen ins Ohr ("Rote Riki"), schwerfällig holpernde E-Gitarren hämmern sich in die Gehörgänge ("James", der einzige Titel, der an die frühen Cluster erinnert), oder es herrscht völliges elektronisches Chaos ("Rotor"). Trotzdem wirken alle diese Stücke (na ja, vielleicht mit Ausnahme von "James") melodisch, leichtfüßig, aber nie banal. "Caramel" scheint sogar den tanzbaren Synthie-Pop der 80er vorwegzunehmen, bis das Stück plötzlich immer mehr von Freiformgeräuschen überlagert wird.
Die von H.-J. Roedelius komponierten Titel (Nr. 1, 4, 6, 8, 10) sind keineswegs konventionell, eher sind sie von einer pastoralen Ruhe geprägt, auch wenn sie teilweise in flottem Tempo gehalten sind ("Fotschi Tong"). Im Hüllentext zu seinem Soloalbum "Selbstportrait", dessen Aufnahmen zur gleichen Zeit entstanden, schreibt er, die Musik sei "unter dem Eindruck der lieblichen Landschaft [...] in lauen Sommernächten" entstanden - das könnte auch für seine Beiträge zu "Zuckerzeit" gelten, die vom Klangcharakter her sehr ähnlich sind. Mit der "lieblichen Landschaft" ist übrigens das Weserbergland gemeint. Doch auch Roedelius streut ab und an ein paar schräge Sequenzen ein ("Marzipan"), die aber stets mit einer ironischen Leichtigkeit daherkommen.
Fazit: ein sehr schönes un-ernstes und doch ambitioniertes und anspruchsvolles Werk, das beim ersten Hören vielleicht nicht so spektakulär erscheint, aber dennoch voller skurriler Einfälle steckt.
| Anspieltipp(s): |
Rote Riki, Fotschi Tong, Marzipan |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
22.4.2002 |
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