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Arzachel

Arzachel

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream; Psychedelic; Spacerock
Label: Evolution
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Steve Hillage Gitarre
Dave Stewart Orgel
Mont Campbell Bass, Gesang
Clive Brooks Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Garden of the earthly delights 2:45
2. Azathoth 4:22
3. Soul thing 4:25
4. Leg 5:42
5. Clean innocent fun 10:26
6. Metempsychosis 16:49
Gesamtlaufzeit44:29


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Wer im Herbst 1969 die erste und einzige Platte von Arzachel in den Händen gehalten hat, wird sich etwas gewundert haben, wenn er denn die Rückseite der LP betrachtet haben sollte. Da waren nämlich 4 recht eigenartige Biografien der Musiker abgedruckt. Arzachel seien Simeon Sasparelle (Gitarre), Sam Lee-Uff (Orgel), Njerogi Gategaka (Bass) und Basil Dowling (Schlagzeug), stand da! Nie gehört, wird sich der Plattenladenkunde gedacht und das Teil wieder ins Regal gestellt haben. Das war allerdings ein großer Fehler, zumindest aus plattensammlerischer Sicht! Daß sich hinter diesen Pseudonymen Steve Hillage, Dave Stewart, Mont Campbell und Clive Brooks verbargen, daß diese später in diversen Canterbury-Bands zu einem einigermaßen großen Bekanntheitsgrad kommen sollten und daß besagte LP zu einem der gesuchtesten und teuersten Sammlerstücken auf den Plattenbörsen kommender Jahrzehnte werden sollte, konnte er ja nicht ahnen!

Eigentlich ist diese Platte ein Art Witz! Sowohl Hillage als auch Stewart haben in Interviews angegeben, daß die Scheibe, zumindest aus ihrer Sicht, nicht ernst gemeint war, sondern ein dem Zeitgeist entsprechend auf spaceig und psychedelisch getrimmtes Produkt, welches sie mal eben an einem Tag aus Spaß an der Freud - und weil sie dafür bezahlt wurden - aufgenommen haben, weil sich der Produzent wohl dachte, er könnte damit vielleicht ein wenig Geld machen. Aus letzterem wurde wohl erst mal nichts, da die meisten Plattenkäufer wohl so reagiert haben, wie oben beschrieben.

Offenbar haben Hillage und Kollegen ihre Sache aber doch recht gut gemacht, gilt doch diese Scheibe in gewissen Kreisen als Kultklassiker der psychedelischen Ära in England. Also zur Musik! Psychedelischen Bluesrock der Endsechziger gibt es hier auf die Ohren, so wie ihn z.B. (mehr oder weniger) auch Procol Harum, Spooky Tooth, Love Sculpture und Steamhammer zur selben Zeit gespielt haben, angereichert mit vielen schrägen, durchgeknallten Orgelsoli, spaceigen Gitarren-Freakouts und ein paar seltsamen, mystisch-esoterischen Texten. Nur "Soul Thing" ist etwas ruhiger, fast jazzig geraten und erinnert ein ganz klein wenig an Stewarts spätere Canterbury-typischen Stücke. Die beiden letzten Tracks sind lange, freie Rockjams nach obigem Schema, die stark nach Krautrock klingen, so nach den frühen Guru Guru ("Hinten") plus Orgel. "Metempsychosis" beginnt mit und wird ab und zu unterbrochen von Freiform-Improvisationen, die dann an die Experimente der Studio-LP von Pink Floyds "Ummagumma" erinnern. Ob diese Musik etwas mit dem zu tun hat, was Uriel vorher gemacht haben, wage ich zu bezweifeln. Mit Canterbury hat das Ganze auch nicht all zu viel zu tun. Trotzdem denke ich, daß in diesen Stücken doch ein bißchen von dem steckt, was später die Musik von Stewart, Campbell und Hillage auszeichnen sollte. Gerade Stewarts abgefahrenes Orgelspiel offenbart doch sein enormes Können und stellenweise klingt es auf "Arzachel" doch ein klein wenig nach Egg, nach rohen Versionen von deren ersten LP. Hillages Gitarrenspiel ist auch schon sehr ausgereift und beinhaltet in Ansätzen das, was er später mit Khan, Gong und solo machen sollte.

Canterbury-Komplettisten brauchen das Teil natürlich, welches inzwischen auch auf CD erschienen ist. Ansonsten, wer psychedelische Musik der späten 60ger Jahre mag, spaceiges Chaos, Krautrock und heftige Orgelläufe, der könnte an diesem Teil gefallen finden, auch wenn oder gerade weil er sonst nichts mit Canterbury-Jazzrock am Hut hat. Irgendwie Spaß macht das Teil nämlich!

Anspieltipp(s): Metempsychosis
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.11.2003
Letzte Änderung: 17.5.2013
Wertung: 8/15

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