YesSpeak (DVD)
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jon Anderson |
vocals |
| Steve Howe |
guitars |
| Chris Squire |
bass |
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| Rick Wakeman |
keyboards |
| Alan White |
drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Part One: Sacred Ground
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| 2. |
Part Two: Full Circle
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| 3. |
Part Three: There'll Always be a Yes
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| 4. |
Part Four: Spotlight on Chris
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| 5. |
Part Five: Spotlight on Jon
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| Disc 2 |
| 1. |
Part Six: Spotlight on Steve
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| 2. |
Part Seven: Spotlight on Alan
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| 3. |
Part Eight: Spotlight on Rick
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| 4. |
Part Nine: On the Road
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| 5. |
Part Ten: Yes Music
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| 6. |
Extra: Audio Only Feature (150 min Set)
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Rezensionen

12 Jahre nach Yesyears legt die Band erneut eine Rockumentation vor. Passend zur neuen Marketingstrategie des Yes-Managements wird auch hier nicht gekleckert, sondern geklotzt. Und ebenso passend wird auch hier kein Murks gemacht, sondern tatsächlich einiges an Inhalt geboten. Kann man über die Musik, die Yes in den letzten Jahren produziert haben, bisweilen doch trefflich streiten, läßt die Aufarbeitung sowohl der Musik (expanded-Serie) als auch der Bandgeschichte wenig zu wünschen übrig - sieht man einmal von dem üblichen Maß an Selbstbeweihräucherung ab, das Bands eben verbreiten - das gehört zum Geschäft, und wer sich objektiver informieren lassen will, muß sich an die Auskünfte ehemaliger Bandmitglieder halten.
Was uns Yes hier vorsetzt, ist eine schön aufgemachte (keine Deanschen Käfer!), 190-minütige Doppel-DVD-Box, die in erster Linie Interviews enthält, die nach der 2003er Europatour bei den Bandmitgliedern zuhause geführt wurden. Dazu kommen Ausschnitte von dieser Tour: Szenen aus dem Tourbus, aus den Garderoben und hinter den Bühnen. Unterlegt wurde das Ganze mit Konzertmitschnitten, die allerdings nie komplette Songs sehen lassen. Meist sieht man eine Einleitung, dann wird drübergesprochen - nur damit keine Verwirrung aufkommt. Das komplette Konzert ist auch drauf, aber als mit einer "Diashow" unterlegter Audiotrack. Die Interviews sind thematisch sortiert, s. o., wobei "sacred ground" für Heimat und Familie steht - man sieht die Häuser der fünf, Gärten etc., zum Teil auch die Familie (darunter, wenn auch nur kurz, die unsägliche Janeeeeee), die bisweilen auch was beitragen. "Full Circle" und "There'll Always be a Yes" beschäftigen sich dann - eher oberflächlich - mit der Bandgeschichte. Die ist ja in "Yesyears" ausführlich abgehandelt worden, und man wollte Überschneidungen wohl vermeiden. Dennoch kommt die eine oder andere Geschichte vor, die man kennt, das geht ja auch nicht anders. Leider werden die Jahre nach "Onion" völlig ausgeblendet, und man konzentriert sich sehr auf die aktuelle Besetzung, die man wohl unbestreitbar als die "klassische" bezeichnen muß (ob sie auch die beste ist, mag man bezweifeln). Nach den Spotlights, die sich nicht unbedingt so sehr auf die jeweils in der Überschrift genannten konzentrieren, wie man sich das vielleicht wünschen würde, kommen dann noch zwei Abschnitte, deren erster vielleicht der interessanteste von allen ist, weil er Einblick in das "Funktionieren" der Band gewährt, deren letzter jedoch die bereits erwähnte Selbstbeweihräucherung enthält, die man Yes jedoch gern verzeiht, da eine Bezeichnung wie "Kings of Prog" von den meisten Lesern dieser Seiten sicherlich nicht als ganz ungerechtfertigt abgelehnt werden wird. Außerdem wird diese, wie alle anderen einleitenden oder erzählenden Beiträge von Roger Daltrey so unnachahmlich vorgetragen, daß man ohnehin nicht argumentieren will. Ihm zuzuhören macht wirklich Vergnügen, man merkt ihm den Spaß an, den er an der Sache hatte, und er ist wirklich ein sehr guter Sprecher.
Wer dennoch Probleme mit dem Englisch des einen oder anderen hat, kann die deutschen Untertitel einschalten, wahlweise auch die französischen, italienischen oder spanischen. Allerdings ist die Übersetzung häufig ungenau, zum Teil werden Sätze sogar weggelassen, wenn der Sinn schon in einem vorhergehenden Satz klar wurde. Leider geht so einiges von der Spontaneität der fünf verloren.
Es ist schön, den alternden Herren bei der Arbeit zuzusehen, bisweilen wäre etwas mehr Ehrlichkeit angebracht gewesen, vielleicht sogar Kritik, aber wer zwischen den Zeilen hören kann, bekommt trotzdem so einiges mit. Außerdem sind ja Steve Howe und Rick Wakeman dabei, und die beiden nehmen bekanntlich selten ein Blatt vor den Mund. Auch hätte ich es interessant gefunden, mehr über die Arbeit im Studio zu erfahren, mehr darüber, wie Yessongs früher entstanden sind, und wie sie heute entstehen - aber das ist nur meine persönliche Meinung. Das Ganze ist offensichtlich keine kritische Rückschau, sondern viel eher ein Feiern des 35jährigen Überlebens einer Band, die sich ihrer Größe wohl bewußt ist.
Die Audioaufnahme umfaßt "Siberian Khatru", "Magnification", "Don't Kill The Whale", "In The Presence Of", "We Have Heaven", "South Side Of The Sky", "And You And I", "To Be Over", "Clap", "Show Me", "Rick Wakeman Solo", "Heart Of The Sunrise", "Long Distance Runaround", "The Fish", "Awaken", "I've Seen All Good People", "Roundabout", "Yours Is No Disgrace", "No Opportunity Necessary, No Experience Needed"
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
Yesyears |
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| Veröffentlicht am: |
25.11.2003 |
| Letzte Änderung: |
27.11.2003 |
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Wer immer schon mal wissen wollte, was die Mitglieder von Yes mit all dem Geld machen, das wir Hörer seit 35 Jahren für sie ausgeben, findet auf dieser DVD ein paar Aufschlüsse: Motorboote, Häuser in Traumlagen, jede Menge Kalorien fürs Schmerbäuchlein - für eine Band, die gerne über Finanzprobleme klagt, sehen die Dinge doch recht wohlgeordnet aus.
Eigentlich ist es ein 3-Stunden-Werbespot, der den Zuschauer hier erwartet. Sprecher Roger Daltrey reiht fröhlich Superlativ an Superlativ und stellt dabei - wie auch die Gruppenmitglieder selbst - jede Menge abenteuerliche Behauptungen auf: Yes sind innovativ wie je, sie spielen immer nur in ausverkauften Hallen, ja, sie werden sogar immer populärer! Und wo die Originaltonspur zu blass bleibt, da helfen die - wie Dominik richtig bemerkt hat - ziemlich ungenauen deutschen Untertitel ein wenig nach. So wird aus Alan White, der laut Daltrey einer der besten Rockdrummer aller Zeiten ist, in den Untertiteln gleich der beste überhaupt.
Nun gut, diese DVD will das 35jährige Bandjubiläum feiern, da stellt man nicht die Kritik in den Vordergrund. Und weil es keine neue Musik zu spielen und zu singen gibt, lässt man die Gruppe halt sprechen. Alle sind freundlich und oberflächlich und älter. Rick Wakeman erweist sich einmal mehr als der größte Spaßvogel von allen, man hört ihm am liebsten zu - wenn er spricht. Dass er musikalisch tatsächlich zur Traumbesetzung von Yes gehört, davon bin ich gar nicht überzeugt, denn wieder einmal - wie schon so oft - erklärt er seine Abneigung gegen "Tales from Topographic Oceans" und "Relayer", immerhin zwei der drei besten Yesalben.
Die DVD bleibt inhaltlich hinter dem Yesyears-Video zurück, das eine gelungenere Dokumentation der Bandgeschichte bietet. Die letzten Jahren scheinen musikalisch auch nicht ergiebig genug gewesen zu sein, um einfach eine Fortsetzung zu drehen, wen wundert´s. So geht es wieder sehr viel um die Anfänge und die Glanzzeit in den 70ern. Neue Informationen gibt es eigentlich so gut wie gar nicht.
Da das Livekonzert nur als Audiospur (mit ein paar Standbildern) enthalten ist, wirkt es wie eine Dreingabe, die keine große Aufmerksamkeit verdient. Dabei sind all die vielen Interviews des Hauptprogramms eigentlich eher das, was man sonst so als "Bonusmaterial" geliefert bekommt. Dass kein einziges komplettes Stück als Videomitschnitt beigegeben ist - geizig!
Fazit: Wirklich nicht essentiell. YesYears war die bessere Dokumentation, unter den DVDs würde ich eher YesSymphonic empfehlen. Und das beste Yesvideo überhaupt ist von Anderson, Bruford, Wakeman & Howe.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.1.2004 |
| Letzte Änderung: |
7.1.2004 |
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Nachdem meine beiden Vorschreiber die Videosektion der DVD ausführlich gewürdigt haben, sollte man den eigentlich wichtigeren Teil nicht vergessen, auch wenn YES ihn selbst sträflich vernachlässigen. Gemeint ist natürlich die Musik in Form des vorhandenen Livemitschnitts der europäischen "Full circle"-Tour von 2003. Häppchenweise gibt es auch im Film einige Auszüge, aber komplett, wenn auch immer wieder geschnitten (d.h. die Ansagen etc sind nicht enthalten - leider, weil das manchmal ganz witzig war, was die Herren so von sich gaben), gibt es fast alle gespielten Titel der Tour zu hören (ein, zwei Variationen des Zugabenblocks fehlen).
Die Audiospur liegt als "dynamischer Dolby Digital 5.1-Mix" bzw. Dolby Digital-Stereo vor (laut Cover). Einstellungsmäßig gibt es bei mir nur das erstere. Allerdings sollte man sich vom Surroundmix nicht zuviel erwarten, lediglich Echoeffekte, wie sie halt in Konzerthallen vorkommen, und die kurzen Publikumsreaktionen kommen von hinten, ansonsten erscheint mir der Mix etwas muffig und im Stereopanorama arg schmal.
Musikalisch hört man das Alter der Musiker. Schon "Siberian Khatru" klingt langsamer, bedächtiger als vor 30 Jahren, was aber Mr. Howe mit neuen Variationen seines Gitarrenspiels wieder ausgleicht. Überhaupt zeigen Yes an einigen Stellen, dass sie die Stücke nicht nur einfach runterspielen, sondern leicht improvisieren. Da schleicht sich ein etwas anderer Basslauf ein, eine andere Gitarrenlinie, und selbst Wakeman gibt andere Töne zum Besten. Über dessen Beiträge zu den beiden Titeln von "Magnification" schweige ich lieber, meines Erachtens hat er sich da etwas im Sound vergriffen; zu künstlich orchestral klingen seine Klänge. Dafür weiß er seine Fans im obligatorischen Solo mit Kirchenorgeltönen zu begeistern (er kennt ja seine Pappenheimer und deren Wünsche).
Schön ist auch, dass Yes selten gespielte Titel ins Repertoire aufgenommen habe. "South Side of the sky" überzeugt mit einigen Improvisationen zwischen Howe und Wakeman, und mir gefällt besonders die Akustikversion von "To be over/Clap" sehr.
Ein Höhepunkt dürfte die Aufführung von "Awaken" sein, die auch bedächtiger klingt, aber trotzdem nichts von der Schönheit des Songs vermissen läßt. Als Zugabe gab es das obligatorische "Roundabout"; hier klingt es der Studioversion ähnlicher, nicht so hart und treibend, wie man es sonst gewohnt ist.
Für mich ist die DVD-Filmsektion eigentlich uninteressant. Mich reizt es selten, Häuser und anderes von Musikern zu sehen oder doch recht belanglosen Interviews zu lauschen. Daher gehe ich meistens gleich zum Konzertmenue.
Was bleibt zu sagen: das war eine gelungene Tour (ich selbst habe sie Open Air in Hannover gesehen) mit guter Songauswahl; eine solide Leistung. Weiter so, Yes. Jetzt fehlt nur noch ein anständiger Mitschnitt der "Masterworkt-Tour" mit den ganzen Longtracks.
| Anspieltipp(s): |
Awaken, South side of the sky |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.1.2005 |
| Letzte Änderung: |
27.1.2005 |
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