SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
19.11.2017
Cluster - Cluster & Farnbauer Live in Vienna
18.11.2017
Babils - The Joint Between
Reinhard Lakomy & Rainer Oleak - Zeiten
Deluge Grander - Oceanarium
Virgil & Steve Howe - Nexus
Sons of Apollo - Psychotic Symphony
Yurt - III - Molluskkepokk
17.11.2017
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
Tohpati Ethnomission - Mata Hati
Dialeto - Bartók in Rock
The Gerald Peter Project - Incremental Changes, Pt. 1
Necronomicon - Verwundete Stadt
Millenium - 44 Minutes
16.11.2017
Smalltape - The Ocean
Dworniak Bone Lapsa - Fingers Pointing At The Moon
Kotebel - Cosmology
Focus - The Focus Family Album
Peter Hammill - From the Trees
ARCHIV
STATISTIK
24090 Rezensionen zu 16463 Alben von 6400 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Koenjihyakkei

II

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997 (aka Second aka Viva Koenji!, 2006 CD-Wiederauflage bei Skin Graft)
Besonderheiten/Stil: Zeuhl
Label: Skin Graft / Magaibutsu
Durchschnittswertung: 13/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Tatsuya Yoshida vocal, drums, keyboards, reeds
Aki Kubota vocal, keyboards
Jin Harada vocal, electric guitar, acoustic guitar
Kengo Sakamoto vocal, bass

Tracklist

Disc 1
1. Grembo Zavia 10:14
2. Graddinoba Revoss 4:28
3. Sllina Vezom 5:28
4. Quidom 3:43
5. Aramida 5:53
6. Cembell Rotta 3:42
7. Brahggo 4:48
8. Rissenddo Rraimb 9:17
9. Guoth Dahha 9:25
10. Pamillazze 1:19
Gesamtlaufzeit58:17


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Irgendwann platzen die Boxen. Und kurz vorher fangen Ohren an zu bluten. Diese Platte LÄSST NICHT NACH. Nie. Niemals. Attacke. RrrrrrrRrrrRR. Kreisch. Überschwang. ARGH. Gänsehaut. "Ha!" "Ha!" Headbang. "Ha!" "GUOTH!" Rumms-Krach-Grunz. "DAHHA!" Rumms-Krach-Grunz. "GUOTH!" Rumms-Krach-Grunz. "DAHHA!" Ein monströser Zeuhl-Chorus jagd den nächsten. Opernhafter weiblicher Gesang duelliert sich mit schizophren-überdrehtem männlichen. Abartige Linien zwirbeln, fette Keyboards rumpeln, krakenartige Drums wirbeln und fett-fetter-fettester Bass pumpt. Über-Hymnen wie "Guoth Dahha" definieren "Bombast" neu, "Aramidaa Horva" verleiht dem Wort "Hysterie" endlich eine greifbare Bedeutung. Wie lediglich vier menschliche Wesen einen solch himmlichen Krach veranstalten können, bleibt unbegreiflich. Wahrscheinlich muss man Japaner sein, um das verstehen zu können. Titel wie Graddinoba Revoss, Sllina Vezom, Sllina Vezom haben keinen Sinn, ergeben aber Sinn.

Aber wir sind ja nicht hier um zu verstehen, sondern um zu geniessen. Und auf eine kranke, abartige Art und Weise ist Koenji Hyakkeis Zweitling eine der genussvollsten Platten, die ich kenne. Als Manuel Noriega in der Botschaft des Vatikans in Panama vor den invasierenden amerikanischen Truppen Zuflucht suchte, wurde mit lauter Beschallung unter anderem durch Jethro Tulls "Too old to Rock'n'Roll" versucht ihn zu zermürben. Wenn es damals Koenji Hyakkei schon gegeben hätte...

Genug geschwärmt. Denn: leider, leider ist dieses Kleinod momentan (11/2003) seit einiger Zeit absolut vergriffen. Nicht mehr zu bekommen. Nada Chance. Eine Schande. [Nachtrag September 2006: Im Sommer 2006 hat das amerikanische Label Skin Graft "II" neu aufgelegt und momentan sollte das Album daher problemlos erhältlich sein.]

Der genaue Titel des Albums scheint übrigens unklar. Auf dem Album selbst steht nur in Transliteration und im japanischen Original "Koenjihyakkei". Auf der Website von Tatsuya Yoshidas Label Magaibutsu wird das Album unter "Second" geführt, in manchen Listen steht es unter "II", in anderen unter "Viva Koenji!", da dies auf dem zugehörigen Papp-Überstülper stand, wie sie gelegentlich oben an eingeschweissten CDs zu finden sind.

Und jetzt muss ich "Guoth Dahha" wieder aufdrehen.

Anspieltipp(s): Grembo Zavia, Aramidaa Horva, Guoth Dahha
Vergleichbar mit: Magma, aber fetter, wilder, bekloppter, lauter, heftiger
Veröffentlicht am: 28.11.2003
Letzte Änderung: 21.9.2006
Wertung: 13/15

Zum Seitenanfang

Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Udos Nachtrag habe ich gleich zum Anlass genommen, mir diese CD zuzulegen, und ich kann jedem Freund schräger, überdrehter Töne nur raten, das Gleiche zu tun - wer weiß, wie lange dieses Album (das in dieser Ausgabe nun wieder "Viva Koenji!" heißt) diesmal erhältlich ist.

Schrill, hysterisch, bekloppt - diese Worte können nur unzureichend wiedergeben, was den Hörer hier erwartet. Im Gegensatz zu Angherr Shisspa, das das bisher das einzige mir bekannte Album der Japaner war, sind Koenjihyakkei hier viel näher an Yoshidas weiterem Projekt, Ruins. Neben opernhaftem gibt es auch punkig herausgekotzten Gesang, die Musik ist weniger hymnisch als auf dem späteren Album und ebenfalls mehr dem rohen Ruins-Sound angenähert - allerdings immer noch hymnischer als dieser, der Einfluss der Zeuhl-Urväter Magma ist hier deutlicher hörbar. Aber wo Magma düstere Hymnen zelebrieren, feiern Koenjihyakkei den Wahnsinn.

Also: zugreifen, so lange es geht!

Anspieltipp(s): Rissenddo Rraimb, Guoth Dahha
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.10.2006
Letzte Änderung: 18.10.2006
Wertung: 13/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Koenjihyakkei

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Hundred Sights of Koenji 10.00 3
2001 Nivraym 12.00 2
2003 Live at Star Pine's Cafe (DVD) 12.00 1
2005 Angherr Shisspa 12.00 3
2006 Live at Doors (DVD) 11.00 1
2008 070531. Live at Starpine's Cafe 13.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum