SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
25.9.2017
Vuur - In This Moment We Are Free
24.9.2017
Electric Orange - EOXXV
Cosmograf - The Hay​-​Man Dreams
23.9.2017
Grobschnitt - Jumbo
22.9.2017
Violent Attitude If Noticed - Ourselves and Otherwise
The Tangent - The Slow Rust Of Forgotten Machinery
21.9.2017
7C - Compartment C
The Great Discord - The Rabbit Hole
White Moth Black Butterfly - Atone
20.9.2017
Panther & C. - Il Giusto Equilibrio
19.9.2017
Mastermind - Until Eternity
Hällas - Hällas
Pere Ubu - The Pere Ubu Moon Unit
Arabs in Aspic - Victim of Your Father´s Agony
17.9.2017
VagusNerve - Lo Pan
Guerilla Toss - Gay Disco
Igorrr - Hallelujah
Zanov - Moebius 256 301
ARCHIV
STATISTIK
23881 Rezensionen zu 16317 Alben von 6339 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Grobschnitt

The History of Solar Music Vol. 3

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002 (Aufnahmen von 1969, 1975, 1981)
Besonderheiten/Stil: live; HardRock; Krautrock; Psychedelic
Label: Wolkenreise
Durchschnittswertung: 11.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Joachim Ehrig Schlagzeug
Gerd Kühn Gitarre
Stefan Danielak Gitarre, Gesang
Volker Kahrs Keyboards (1975 & 1981)
Rainer Loskand Beleuchtung, Gesang (1981)
Milla Kapolke Bass, Gesang (1981)
Bernhard Uhlemann Bass (1975)
Edgar Hüber Bass (1969)
Peter Klassen Mundharmonika, Gesang (1969)

Tracklist

Disc 1
1. Im schönen Sauerland 1:35
2. Etwas später... 0:31
3. The Hostalit Chopper 0:52
4. Space Rider Meschede '81 11:15
5. Lützows wilde verwegene Jagd 1:51
6. Erkes endlose Einleitung 1:17
7. Solar Music Meschede '81 38:44
8. Zugabe Travelling 12:24
9. Zugabe Illegal 8:46
Gesamtlaufzeit77:15
Disc 2
1. Sun Trip Hagen '69 12:08
2. Ansage 1:29
3. Solar Music Hagen '75 42:38
4. Zugabe AF-Song 1 5:29
5. Zugabe AF-Song 2 7:01
6. Hausmeister Jung 1:35
7. Zugabe Sinfonie 7:03
Gesamtlaufzeit77:23


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


"Es ist schon wieder ein bisschen später geworden. Andere Gruppen hören jetzt auf zu spielen, wir sind gerade erst warm geworden."

Mit diesen Worten wurde bei Grobschnitt-Konzerten Anfang der 80er Jahre der Titel "Space Rider" angekündigt, der hier in einer furiosen 11-minütigen Version daher kommt.

Danach geht es wieder hinein in die Welt von Solar Music. Diese Version von 1981 hat mit dem ursprünglichen Solar Music kaum noch etwas gemein, es handelt sich über weite Strecken praktisch um ein neues Stück, und das ist wesentlich härter und rockiger geworden. Kein Wunder, dass dafür auch der Name "Power Play" benutzt wurde. Eine Sequenz dieser Version bildet die Grundlage des Titels "Razzia", der ein Jahr später auf dem gleichnamigen Album erschien.

Ergänzt wird diese Aufnahme durch die Zugaben "Sinfonie", die wie immer die Vorstellung der Bandmitglieder beinhaltet, was auch in der dutzendsten Fassung noch ein Vergnügen ist, sowie "Illegal", den Titelsong des damals aktuellen Studioalbums.

Die zweite CD beginnt mit einer Aufnahme vom Herbst 1969. Die Grobschnitt-Vorgängerband The Crew gab damals ihr Abschiedskonzert in der Aula der THG Hagen; es wurde die Urform des späteren Solar Music aufgeführt, damals noch mit dem Titel "Sun Trip". Einige typische Motive von Solar Music sind hier schon erkennbar, aber insgesamt wirkt diese Version mit dem Scat-Gesang und den wilden Mundharmonika(!)-Improvisationen von Peter Klassen doch ganz anders und hat schon einen gewissen Freiformcharakter.

Leider ist die Aufnahme von "Sun Trip" nur zur Hälfte erhalten, da jemand versehentlich den Stecker des Tonbandgerätes herausgezogen hatte, und dies erst nach einer halben Stunde bemerkt wurde. Übrigens erschien "Sun Trip" auch auf dem Album "Eroc 3", damals aber in deutlich schlechterer Tonqualität und um gut die Hälfte gekürzt.

Die folgende Aufnahme ist die einzig erhaltene aus dem Jahr 1975 und entstand am gleichen Ort wie die 1969er. Hier zeigt sich Solar Music noch recht ähnlich der Studioversion vom Album "Ballermann". Ebenso wie bei der '69er Aufnahme gibt es hier kleine Einbußen in der Klangqualität, da das Band stark übersteuert war und dies erst mittels digitaler Technik korrigiert werden musste, aber insgesamt ist der Klang in Ordnung.

Nach zwei Zugaben hat dann noch Hausmeister Jung einen kurzen Auftritt und stellt aus Ärger über das maßlose Überziehen kurzzeitig den Strom ab. Mit guten Worten ließ er sich jedoch erweichen, und so konnten Grobschnitt noch die "Sinfonie" zum besten geben, die den Abschluss der zweiten CD bildet.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.12.2003
Letzte Änderung: 29.12.2003
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 3)


Weiter geht die Reise durch die wundersame Welt von "Solar Music". Eroc hat wieder in den scheinbar unerschöpflichen Archiven seiner ehemaligen Kapelle gekramt und wie schon bei den Vorgängeralben einige sehr interessante historische Aufnahmen dieses Monsterstückes aus der Grobschnitt-Geschichte ausgegraben. Soundtechnisch wurde vom Studiotüftler klanglich alles herausgeholt, was ging, so dass trotz teils widriger Aufnahmesituationen - völlig übersteuertes Grundmaterial, Ziehen des Hauptschalters für die Stromversorgung - und betagter Bänder klanglich sehr lebendige Zeitreisen herausgekitzelt wurden.

Auf diesem Doppelalbum gibt's, in chronologischer Reihenfolge, einen Mitschnitt vom letzten Konzert der Grobschnitt Vorgängerband The Crew, bei denen bereits 1969(!) "Suntrip" als Frühversion von "Solar Music" zum Songrepertoire gehörte. Da leider ein unbekannter Tollpatsch den Stecker des Aufnahmegerätes zog, gibt's nur den rund 12 Minuten langen Schlussteil zu hören, der aber bereits die typischen Elemente des Klassikers enthält. "Solar Music" aus dem Jahre 1975, dem der damalige Bassist Bär seinen Stempel aufdrückte, lebt wieder mal von der unbändigen Improvisationslust der Band aus Hagen.

Die 38-minütige "Kurz"-Version "Powerplay" aus dem Jahre 1981 gab's zwar schon auf anderen Veröffentlichungen zu hören, doch jedes Mal sind neue Nuancen im Improvisationsteil zu entdecken. Daneben wurden einige originelle Ansagen, sowie ein Wutanfall des legendären Hausmeisters Jung, der in den Anfangsjahren der Bandgeschichte wohlwollend den Proberaum "betreute", mit dem typischen trockenen Grobschnitt-Humor dazugepackt. Hinzu kommen noch als weitere Stücke "Space rider", "Travelling" und "Illegal" von 1981, während der 75er Mitschnitt mit dem legendären "AF-Song" (AF=Arschficker, womit die damalige Schlagerszene gemeint war) und der "Sinfonie" perfekt abgerundet wird.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.12.2004
Letzte Änderung: 11.12.2004
Wertung: 12/15

Zum Seitenanfang

Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 3)


Weiter geht es mit "Solar Music" und anderen Livetracks.

Herausragend auf dieser dritten Ausgabe ist die 1975-Version, die trotz leichter Mängel im Sound (diesmal kein Mitschnitt von EROC, sondern von der Tonspur für einen Film, der gnadenlos übersteuert war, und erst dank digitaler Technik restauriert werden konnte). Sind die erhaltenen zwölf Minuten des "Sun Trip" quasi die Urform und noch sehr frei in seiner Struktur (was man beim Improvisieren manchmal hört - nicht alles klingt flüssig und klappt reibungslos) ist die 1975-Fassung eine wunderbare Mischung aus diesen "Krautrock"-Wurzeln und den späteren Versionen, die man von den regulären LPs kennt. Sie erinnert stark an die Stimmungen, die GROBSCHNITT auf "Rockpommels Land" erzeugten. Also eine sehr ruhige Fassung mit viel Platz für die einzelnen Instrumente. Sie klingt in meinen Ohren getragen, wirkt vom Tempo etwas langsamer und bietet genug Platz für die Soloeinlagen der diversen Mitglieder. Das symphonische der kommenden Jahre "fehlt" noch etwas, dafür gibt erste Einlagen vom Synthie und diverse Stimmengags. Witzig sind auch die Verarbeitungen klassischer Rockriffs in den beiden "AF-Versionen" bis hin zu Chuck Berry.

Dagegen wirken die Tracks von 1981 viel runder, durchkomponierter. Nicht umsonst nennt EROC diese Versionen "Powerplay" - spielen GROBSCHNITT in der Zeit doch mit einer gehörigen Portion Energie. Vorbei die Zeiten des langsamen Aufbaus, hier geht es gleich druckvoll zur Sache. Das Zusammenspiel der Mitglieder ist noch besser, als bei der Powerplay-Fassung von 1979 auf Vol. 2.

Die beigefügten Stücke und Ansagen (Hausmeister Jung, Im Sauerland etc.) sind schöne Gags und vermitteln wenigstens einen Hauch von der damaligen Liveatmosphäre.

Wie schon bei den Vorgängern gesagt - ich kann davon nicht mehr genug bekommen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.3.2005
Letzte Änderung: 1.3.2005
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Grobschnitt

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Grobschnitt 10.33 3
1974 Ballermann 11.33 4
1975 Jumbo 10.50 2
1977 Rockpommel's Land 10.50 4
1978 Solar Music Live 13.50 2
1979 Merry-Go-Round 9.00 1
1980 Volle Molle 8.00 1
1981 Illegal 8.00 2
1982 Razzia 6.00 3
1984 Kinder und Narren 1.00 1
1985 Sonnentanz 10.00 1
1987 Fantasten 1.50 2
1990 Last Party - Live 5.00 1
1994 Die Grobschnitt Story 11.00 1
1998 Die Grobschnitt Story 2 10.00 1
2002 The History of Solar Music Vol. 1 12.00 3
2002 The History of Solar Music Vol. 2 12.33 3
2003 The History of Solar Music Vol. 4 12.67 3
2003 Illegal Tour 1981 Complete 12.00 2
2004 The History of Solar Music Vol. 5 9.50 2
2004 Die Grobschnitt-Story 5 12.00 2
2006 Die Grobschnitt Story 6 - Rockpommel's Land And Elsewhere 12.00 2
2006 The International Story 12.00 1
2007 Grobschnitt Live (1/2007) 11.00 1
2007 Grobschnitt Live (2/2007) 10.00 1
2008 2008 Live 9.00 1
2008 Grobschnitt Live (1/2008) 12.00 1
2010 Die Grobschnitt Story 0 10.00 1
2010 2010 Live 11.00 1
2013 Symphony Live 2012 10.00 1
2015 79:10 14.00 1
2016 Solar Movie 13.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum