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Violent Silence

Violent Silence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; RetroProg
Label: Record Heaven Music
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bruno Edling Vocals
Hannes Ljunghall Keyboards
Johan Hedman Drums
Phillip Bastin Bass

Tracklist

Disc 1
1. Squeal Point 5:19
2. Dead Cities 5:28
3. The Way of the Exploding Fist 4:11
4. Curtains 5:39
5. Tunnel Vision 5:39
6. The Sound of Dying 3:43
7. War Ant 4:31
8. Shoot in the Head 5:12
9. They are only People like us 1:19
10. Grey Fluid Earth 8:02
Gesamtlaufzeit49:03


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


Violent Silence werden von ihrer Plattenfirma als eine der besten schwedischen Newcomer im Progressive Rock gehandelt. Da wird die Messlatte für ein Debut gleich ziemlich hoch gesteckt...

VIOLENT SILENCE bietet eine ganz eigene Mischung aus ELP- bis UK-Prog, New Wave bis Alternative Rock und z.T. groovigen, funkigen Rhythmen. Der ELP/UK-Vergleich liegt nahe, da die absolut dominierenden Instrumente Keyboards – oft Synthies, aber auch Pianos – sind, die in der Gesangsbegleitung häufig in schlicht rhythmischer Weise eingesetzt werden. So sind die meist schnelleren Songs mit einer Art dichtem, geradezu hibbeligen Drum-/Keyboard-"Teppich" unterlegt (kann man sich so ähnlich vorstellen wie am Anfang von ELPs Tarkus zu hören). Jeder Song bietet aber auch genügend Raum für rasante Synthie-Soli. Bei "Curtains" und "The Sound of Dying" lassen es Violent Silence auch mal mit wunderschön melancholischen Melodien ruhiger angehen, und "Shoot in the Head" stellt so eine Art Reggae-Prog (!) dar.

Der Sound des Albums wirkt sehr geschlossen. Es birgt ja immer die Gefahr der Gleichförmigkeit in sich, wenn jeder Song nur eine Variation des Grund-Sounds darstellt. Aber die Variationen sind hier doch vielseitig genug gestaltet und mit so einnehmenden Melodien versehen, dass keine Langeweile aufkommt. Es entsteht vielmehr eine ungewöhnliche Mischung aus Schwermut und Energie. Songtitel und Texte sind dabei ungewöhnlich düster gehalten (Dead Cities, The Sound of Dying, Shoot in the Head).

Violent Silence haben eine eigene Soundmischung geschaffen. Das ist mehr als man von vielen Debuts behaupten kann. Und mehr noch: VIOLENT SILENCE ist tatsächlich eins der besten Debut-Alben im schwedischen Progressive Rock...

Anspieltipp(s): Grey Fluid Earth
Vergleichbar mit: ELP, UK
Veröffentlicht am: 4.12.2003
Letzte Änderung: 14.8.2013
Wertung: 12/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Violent Silence kommen aus Schweden, besser gesagt aus Roine-Stolt-Town, sprich Uppsala. Jedoch fehlen auf ersten Blick die typisch skandinavischen Zutaten, nämlich traurige, melancholische Grundstimmung (okay, Violent Silence sind sicherlich weit entfernt von fröhlichen Schunkelrhythmen), jede Menge Mellotron sowie offensichtliche folkloristische Wurzeln. Dennoch braucht sich das Quartett qualitativ nicht vor der heimischen, aber auch internationalen Konkurrenz zu verstecken.

Überraschenderweise verzichtet der Vierer komplett auf Gitarre, jedoch fällt dies keinesfalls negativ auf. Ganz ehrlich muss ich eingestehen, dass ich das Fehlen erst beim Lesen der Infos im Booklet bemerkte! Keyboards - Schlagzeug - Bass bauen derart komplexe, leicht nervöse, aber interessant-vielschichtige Strukturen auf, man vermisst kreischende oder gefühlvolle heulende Saiten keinen Moment. Gegen die virtuosen, aber immer fokussierten Instrumentalparts, die meist in kompakte 5-minütige Songs gepackt sind, kann sich dennoch Sänger Bruno Edling sehr gut behaupten. Während im Hintergrund seine Kollegen spielerisch herumtoben, vor allem die wechselnden Keyboardsounds ständiger Unruheherd sind, legt er darüber mit warmer Stimme eher leicht verdauliche Gesangslinien. Einzig die fehlende Dynamik in seiner Stimme, das Verharren auf ähnlicher Tonhöhe, kann man ihm als Minuspunkt auf gesamte Spieldauer der CD ankreiden.

Stilistisch sind Violent Silence eindeutig von den 70er-Progressive-Rock-Bands inspiriert, lassen aber nur wenige eindeutige Vergleiche durchscheinen. Dennoch wirkt ihr Gesamtsound keineswegs angetagt, sondern durch fast ständigen, lockeren, stets treibenden Groove modern. Sinfonische Elemente wechseln geschickt mit leicht jazz-rockigen, zappaesken Parts ab, verschachtelte Soli gehen über in beschwingt wippende Rockparts. Mit einem insgesamt sehr geschlossen wirkenden Gesamtsound legen Violent Silence ein äußerst vielversprechendes Fundament.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.6.2006
Letzte Änderung: 5.3.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Violent Silence

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2005 Kinetic 10.67 3
2013 A Broken Truce 10.33 3

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