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The Pineapple Thief

Variations on a Dream

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Psychedelic
Label: Cyclops Records
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Bruce Soord Guitars, Vocals, Keyboards
Adrian Soord Mellotron, Rhodes, Hammond, Piano, Synths
Mark Harris Electric & acoustic Basses
Nick Lang Drums & Cymbals

Gastmusiker

Jon Sykes Bass (7)
Liz Bramley Backing Vocals (3)
W. Torrens Guitar Noises (3)

Tracklist

Disc 1
1. We subside 4:58
2. This will remain unspoken 3:27
3. Vapour Trails 8:31
4. Run me through 4:42
5. The bitter Pill 4:35
6. Resident Alien 4:14
7. Sooner or later 3:59
8. Part Zero 7:28
9. Keep Dreaming 4:21
10. Remember us 16:04
Gesamtlaufzeit62:19


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 2)


Das Leben ist manchmal so ungerecht. Da werkelt eine Band fröhlich und ambitioniert im Untergrund, legt im Falle von Pineapple Thief mit ihrem dritten Album "Variations on a dream" ein wirklich ausgeklügeltes Album mit hinreißenden Songideen vor, doch da man eben bei einem kleinen Proglabel mit wenig bis gar keinem Geld für Promotion unter Vertrag steht, geht diese Scheibe wieder mal am Großteil der Menschheit vorbei. Ungerecht vor allem darum, da dieses Album wirklich kommerzielles Potenzial im positiven Sinne hat, deswegen schon ein größeres Publikum verdient hätte, und aufgrund der Qualitäten der Musik und dem momentanen Zeitgeist mit Bands wie Radiohead, Smashing Pumpkins oder Coldplay, auch mühelos erreichen würde. Schade, schade!

Den Briten ist es ohne Umschweife gelungen, auf diesem Longplayer, das zu vereinen, was sie auf ihren ersten beiden Alben bereits vorbereitet haben. Schon dort ließ sich erahnen, wohin die Reise einmal gehen würde. Vor allem die Songschreiberqualitäten, die Klasse in der Kompaktheit der Ideenzusammenführung, zieht sich wie ein roter Faden durch alle neun Songs des aktuellen Outputs. Während man im ersten Teil noch mehr im ruhigen, melodischen, aber keineswegs schlichten Alternative Rock Bereich wandert, beeindrucken hier vor allem die trefflichen Melodien, die auf den Punkt gebrachten Strukturen. Schon beim ersten Hördurchgang bleibt einiges hängen, was dennoch nach mehrmaligem Genuss keineswegs nur als schaler Nachgeschmack wiederhallt. Mastermind Bruce Soord (Gitarre, Gesang, Keyboards) verschmilzt in formidablen Spiel und Gesang vor allem mit den mannigfaltigen Tastensounds (Mellotron, Rhodes, Hammond, Piano, Synthesizer) zu einer kompakten Einheit. Nichts klingt hier trotz antiken Instrumentariums angestaubt oder retro, vielmehr verfolgen Pineapple Thief einen sehr modernen Ansatz, bei dem packende Melodien und Atmosphäre im Vordergrund stehen.

Im zweiten Teil des Albums bekommen dann auch die Proggies genügend Futter, allen voran im über 16-minütigen, das Album abschließenden "Remember us", einem zeitgemäßen Longsong. Ein passender Titel zudem, denn an ihn wird man sich aufgrund der inhaltlichen Wiederholungen und eindringlichen Gesangsparts garantiert erinnern. Aber auch das fulminante "Part zero" wandert ganz im selben Geiste und erinnert von der Grundausrichtung und stilistischen Verbindung an eine Band mit den gleichen Buchstabeninitialen: Porcupine Tree. Hier soll aber nicht die Rede von billigem Plagiat oder Abkupfern sein, sondern Pineapple Thief nehmen nur den Ansatz der Kollegen von den britischen Inseln auf, setzen Progressive Rock, härtere Gitarren und elegischen Keyboardsound zu etwas eigenem zusammen.

"Variations on a dream" ist ein modernes Album, das aber dennoch die 70er Jahre klanglich nicht außer Acht lässt. Wer seinen Prog zeitgemäßer mag, kommt an dieser vortrefflichen Songsammlung nicht vorbei - äußert gelungen, wunderschön und einfach empfehlenswert!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.10.2005
Letzte Änderung: 17.3.2014
Wertung: 12/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 2 von 2)


Ein wundervolles Album.

"Pineapple Thief" können sich mit "Variations on a Dream" ohne weiteres mit Bands wie Radiohead oder Porcupine Tree, in deren Genre sie antreten, messen. Atmosphärisch dicht, emotional, elegisch, schaffen sie einen Kosmos der einen gefangen nimmt. Bruce Soords Stimme ist weich, kraftvoll und irgendwie hypnotisch. Erinnert mich stellenweise an Jon Thor Birgisson von "Sigur Ros".

Im Schnelldurchlauf: "We subside" ein bezaubernder, symphonischer Opener. "Resident Alien" sakral minimalistisch ala "Dead can Dance". "The bitter pill" und "Keep dreaming" Balladen ala "Thom Yorke". "Run me through" und "Sooner or later" von treibender Gitarre dominierte Rock-Songs ala "Porcupine Tree". Und mit dem Longtrack "Remember us" kriegt dann auch der Progger noch was auf die Ohren.

Die obigen erwähnten Bands beschreiben nur den Stil der Songs, mitnichten machen "Pineapple Thief " Anleihen. In ihrer ganz eigenen Weise entführen sie in eine "Traumwelt" wie Christian es schön beschrieb und der Albumtitel es andeutet. Hervorzuheben sind sicherlich Mastermind Bruce Soords eindringlicher Gesang und brilliantes Gitarrenspiel.

Sehr empfehlenswert. Die Band hätte mehr Aufmerksamkeit verdient. Fans von Porcupine Tree, Radiohead oder Sigur Ros werden hier bestens bedient.

Anspieltipp(s): We subside, Resident Alien, Remember us
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.11.2010
Letzte Änderung: 10.11.2010
Wertung: 12/15
Leicht mystischer alternative Prog

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Pineapple Thief

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Abducting the unicorn 12.50 2
2002 137 10.00 2
2005 10 stories down 10.00 2
2005 4 stories down (EP) 10.00 1
2006 Little Man 12.00 2
2007 What we have sown 11.50 2
2008 Tightly Unwound 9.75 4
2010 Someone here is missing 11.00 2
2012 All The Wars 11.00 2
2013 Build a World 11.00 1
2014 Magnolia 10.50 2
2016 Your Wilderness 8.00 2
2017 Where We Stood 11.00 1

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