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Klaus Schulze

Are you sequenced?

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996 (Remaster-Ausgabe bei Revisited Records 2006)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Moderne Electronica
Label: Wea Records
Durchschnittswertung: 7.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Klaus Schulze keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Welcome to the Moog brothers 6.28
2. Vocs in the dark I 4.23
3. Vocs in the dark II 10.04
4. No frets-no bass 9.39
5. Valle de la luna 9.00
6. Are you sequenced? 3.14
7. Moogie baby goes solo 7.18
8. Moldanya 10.21
9. Vidanya 2.11
10. The wizard of Doz 10.22
11. Are we getting lost? 6.50
Gesamtlaufzeit79:50
Disc 2
1. SQ 1 (Essentials)   (Edited by Pete Namlook) 17.25
2. Voices in the dark I (Lite mix)   (Remixed by Thomas Fehlmann) 8.13
3. SQ 2 (Extended mix)   (Remixed by Sam Pels) 8.10
4. Flutish baby (Humate mix)   (Remixed by Humate) 7.32
5. SQ 3 (Subsonic affair mix)   (Remixed by Jörg Schaaf) 7.43
6. Voices in the dark II (Chill mix)   (Remixed by Peter Kühlmann) 8.32
7. SQ 4 (Short cut)   (Remixed by Pete Namlook) 4.29
Gesamtlaufzeit62:04
Disc 3
1. Vat Was Dat?   (In der Remaster-Ausgabe als CD 2 anstelle der Remix-CD enthalten; Aufnahme von 1993) 77.25
Gesamtlaufzeit77:25


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Die zweite Hälfte der 90-er Jahre war für meine Begriffe kreativ gesehen nicht die beste Zeit für Klaus Schulze. Die Alben aus jener Zeit, "In blue", "Dosburg online" und "Are you sequenced?" beinhalten nur wenig Interessantes. Man könnte sogar sagen, die treten - nicht zuletzt wegen der unter diesen Umständen auffallenden Länge - in vielerlei Hinsicht auf der Stelle.

"Welcome to the Moog brothers" und die darauffolgenden vier Titel (legt man die CD ein, lauscht man eigentlich einem einzigen Track mit wechselnden Titeln) bieten kaum mehr als unverbindlich-flache Sounds mit ebensolchen Improvisationen, simpelstem Rhythmus und vor sich herblubbernden Synthies. Scheinbar war Schulze in den ersten 20 Minuten von "Are you sequenced?" nach Schulze-light, oder wie die zweite, nur aus Remixen von Musikern der nächsten Generation bestehende CD nahelegt, wollte Schulze mal nicht wagnerianisch-bombastisch daherkommen, sondern tanzbar und zugänglich wirken. Wie hätten die jungen Leute bloss was Schweres und Atmosphärisches remixen sollen?

Nach 20 Minuten - mit "Valle de la luna" verschwindet kurzzeitig der Tanzrhythmus - bekommt man romantische, schwebende Klanglandschaften zu hören. Aber das währt nur 9 Minuten lang, danach geht es so ähnlich weiter, wie in den 20 Minuten davor. Immerhin, eine gewisse Steigerung ist zu vermelden: Die Synthieimprovisationen auf "Moogie baby goes solo" sind ziemlich ungestüm und damit interessant. "Moldanya" ist zwar symphonisch-getragen und ohne Rhythmus, gleichzeitig jedoch für Schulze ungewohnt zurückhaltend ausgefallen. Ab "Vidanya" gesellen sich rhythmische Akzente zu den bedächtigen Flächen. Auf "The wizard of oz" wird rhythmisch wieder der einfachste, stampfende Weg eingeschlagen. Zumindest ist die quälende Farblosigkeit der ersten 20 Minuten den weitschweifigen Klangräumen gewichen.

Und dann kommt noch die zweite CD, die mit dem Essentials-Remix von Pete Namlook beginnt. Ich bin versucht zu sagen: Namlooks 17-minütige "Are you sequenced?"-Essentials wirken auf mich überzeugender (weil kompakter), als 80 Minuten "Schulze Für Junge Neueinsteiger" auf der ersten CD. Den Remix von Thomas Fehlmann von The Orb würde ich als atmosphärische Technomusik beschreiben, die mit den neueren Kraftwerk-Aufnahmen vergleichbar ist. Gefällt mir. Der Mix von dem mir unbekannten Sam Pels erweitert Schulzes weitgehend farblose Vorlage (jetzt wissen wir warum die farblos ist : damit die Remixe besser klingen können) um interessante rhythmische Akzente. Hinter "Humate" steckt ein deutscher DJ namens Gerret Frerichs. Sein für meine Ohren durchschnittlicher Techno-Mix läßt kaum was von Schulze übrig, wofür ich ihm in diesem Fall gar nicht mal so böse bin. Der Mix-Beitrag von Jörg Schaaf (dieser Musiker ist auch auf "Contemporary Works" von Schulze zu hören) scheint sich in dem monotonen Tanzrhythmus zu erschöpfen. Zum Tanzen nicht schlecht, aber zum Hören? Peter Kuhlmanns Schulze-Remix fällt sehr angenehm durch seine dunkle Industrial-Stimmung auf. (Wenn ich unbedingt ein subjektives Highlight dieser Doppel-CD nennen müsste, wäre das "Voices in the dark II - Chill mix"...). Zum Schluß gibt es ein Wiederhören mit Pete Namlook: Sein "SQ 4 (Short cut)" bietet die charakteristische, erfrischende Namlook-Rhythmik.

Die Schulze-Alben davor und danach beweisen, dass "Are you sequenced?" unter seinen Möglichkeiten liegt. Vielleicht auch mit Absicht: Schulze für die jungen Klub-Besucher, ziemlich zurechtgestutzt, damit diese ihn nicht zum Abschalten finden. Angeblich gibt es auch eine Einzel-CD-Ausgabe von "Are you sequenced?", ohne die zweite CD.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.1.2004
Letzte Änderung: 16.6.2006
Wertung: 7/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


Auch von diesem Album gibt es jetzt eine Remaster-Ausgabe. Diese kommt ebenfalls als Doppel-CD, die zweite CD enthält jedoch anstelle der Remixe ein bislang unveröffentlichtes Stück von 1993 mit der stolzen Länge von fast 80 Minuten.

Siggy hat in seiner Rezension die wesentlichen Probleme von Are You Sequenced? bereits angesprochen: zum einen klingt die Musik auf Dauer einfach zu eintönig, zum anderen nervt der einfache, Techno-beeinflusste Rhythmus. An sich finde ich diese "Schulze light"-Klänge durchaus sympathisch, aber über die maximal mögliche CD-Laufzeit ausgewalzt, machen sich doch nach einiger Zeit Ermüdungserscheinungen breit. Der fast permanent monoton stampfende Technorhythmus tut ein übriges, um mir die Musik rasch zu verleiden.

Die zweite CD enthält, wie bereits erwähnt, in der Neuausgabe nicht die Remixversionen, sondern ein 1993 entstandenes Stück mit dem eigenartigen Titel Vat Was Dat?. Dieses zeigt Schulze von einer ähnlichen Seite wie das etwa zur gleichen Zeit entstandene Wagner Desaster. Typische Synthie-Patterns wechseln mit orchestralen, teils recht bombastischen Klängen, dazu erklingt fast durchweg ein digitaler Tenor mit textlosem Gesang. Leider ist auch dieses Stück entschieden zu lang, auf Dauer hat man den Eindruck, es wiederholen sich immer wieder die gleichen Teile. Hätte man gut und gerne auf die Hälfte der Spielzeit kürzen können. Und der Rhythmus ist mir auch wieder zu technoid. Interessanterweise wird das Stück ein- und ausgeblendet, möglicherweise ist es in Wirklichkeit also noch länger.

Insgesamt gehört Are You Sequenced? nicht zu den essentiellen Werken Klaus Schulzes. Na, bei einem so umfangreichen ?uvre kann ja nicht alles essentiell sein. Die Neuausgabe kommt jedenfalls wieder in gewohnt hochwertiger Aufmachung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.6.2006
Letzte Änderung: 15.6.2006
Wertung: 7/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 3 von 3)


Ganz so schlecht, wie meine geschätzten Vorredner finde ich diese CD gar nicht.

Schulze hat seit dem digitalen Zeitalter schon immer einen Hang zu imho sehr gradlinigen, wenig abwechslungsreichen Rhythmen in der Schlagzeugspur. Und genau die sind es auch, die diese CD runterziehen. Das Technomäßige ist recht leise im Mix, aber doch so deutlich hörbar, dass es auf die Dauer etwas nervig werden kann. Ohne diese Einschränkung ist es aber eine recht gute Aufnahme. Die Sounds sind schön analog und warm, das Blubbern kennt man von früheren Werken, wobei er aber auch neuere Sounds hinzu kombiniert. Beste Stücke sind die schon von Siggy erwähnten "Moldanya" und "Vidanya". Mir gefällt dieser "Light"-Sound, nie zu viele Spuren übereinander, so wie er es in seinen analogen Werken auch schon spielte.

Deutlich schlimmer empfinde ich die Bonus-CD der Neuausgabe. Hier nervt der stampfende Rhythmus wirklich, manche Stimmsamples nerven (einer klingt wie eine meckernde Ziege). Hier wird nix Neues geboten.

Fazit: CD 1 ist halbwegs brauchbar (und wäre ohne diese Technobeats gut, CD 2 ist nur was für Komplettisten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.7.2006
Letzte Änderung: 2.7.2006
Wertung: 8/15
CD 1 - 9 Punkte, CD 2 6 Punkte

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Klaus Schulze

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Irrlicht 10.00 5
1973 Cyborg 11.00 3
1974 Blackdance 8.00 3
1975 Picture Music 10.00 2
1975 Timewind 12.33 3
1976 Moondawn 11.00 3
1977 Body Love Vol. 2 12.00 2
1977 Mirage 12.00 5
1977 Body Love 10.67 3
1978 X 13.00 5
1979 Dune 10.50 4
1980 ...Live... 10.67 3
1980 Dig It 10.00 4
1981 Trancefer 12.33 3
1983 Audentity 11.33 3
1983 Dziekuje Poland 11.50 2
1984 Angst 9.33 3
1985 Inter*face 9.50 3
1986 Dreams 10.00 3
1988 En=Trance 9.67 3
1990 The Dresden Performance 12.00 1
1990 Miditerranean Pads 8.50 2
1991 Beyond Recall 11.00 2
1991 2001 - 1
1992 Royal Festival Hall Volume 2 11.00 1
1992 Royal Festival Hall Volume 1 11.00 1
1993 The Dome Event 12.00 1
1994 Totentag 13.00 1
1994 Goes Classic - 1
1994 Das Wagner Desaster - Live 9.67 3
1994 Le Moulin De Daudet 11.00 2
1995 In Blue 8.50 2
1997 Dosburg Online 9.50 2
2000 The Ultimate Edition - 1
2000 Jubilee Edition Third Part 9.00 1
2000 Jubilee Edition Second Part 10.00 1
2000 Jubilee Edition First Part 10.00 1
2000 Historic Edition 12.00 1
2000 Silver Edition 13.00 1
2000 Contemporary Works 1 13.00 1
2001 Live @ Klangart 1 + 2 11.00 2
2002 Contemporary Works 2 12.00 1
2002 Virtual Outback 10.00 1
2005 Moonlake 9.50 2
2005 Vanity of Sounds 11.50 2
2006 Ballett 2 10.00 1
2006 Ballett 1 10.00 1
2006 The Crime of Suspense 10.50 2
2007 Kontinuum 7.67 3
2007 Ballett 4 9.00 1
2007 Ballett 3 8.00 1
2009 La Vie Electronique 2 11.00 1
2009 La Vie Electronique 4 11.00 1
2009 La Vie Electronique 1 11.00 1
2009 La Vie Electronique 3 11.00 1
2010 La Vie Electronique 6 11.00 1
2010 La Vie Electronique 7 11.00 1
2010 Big in Japan (Live in Tokyo 2010) 10.00 2
2010 La Vie Electronique 5 11.00 1
2010 La Vie Electronique 8 11.00 1
2011 La Vie Electronique 9 10.00 1
2013 Shadowlands 10.00 1

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