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Patto

Patto

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970 (CD-Reissue 2004, Repertoire)
Besonderheiten/Stil: Blues; HardRock; Jazzrock / Fusion; Klassischer Prog
Label: Vertigo
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mike Patto Vocals
John Halsey Drums, Percussion
Peter "Olly" Haslall Guitars, Piano, Vibraphone
Clive Griffiths Bass

Tracklist

Disc 1
1. The Man 6:10
2. Hold Me Back 4:40
3. Time To Die 3:00
4. Red Glow 5:15
5. San Antone 3:10
6. Government Man 4:20
7. Money Bag 10:10
8. Sittin' Back Easy 3:30
9. Hanging Rope   (Bonustrack CD-Reissue) 14:46
Gesamtlaufzeit55:01


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Jazz fused with rock is not new, most bands say it with brass sections, not Patto, they are four and use the rhythm section for variants of feel and its subtleties of time and key changes."

So steht es innen auf dem knallgelben Klappcover der ersten LP von Patto.

Jazz verschmolzen mit Rock? Nun, wenn man sich diese Musik anhört, ist da im ersten Moment nicht all zu viel Jazz zu entdecken, insbesondere wenn man z.B. an die zeitgleichen Veröffentlichungen von Soft Machine denkt. Eher gibt es hier virtuosen Bluesrock, so im Stile von Colosseum oder den frühen Jethro Tull, etwas hardrockiger allerdings. Aber, wenn man genauer hinhört, ist da doch Jazz, ganz besonders im langen "Money Bag".

Recht vertrackte Rhythmen, schwebende Vibraphonlinien, komplexe Bassbegleitung, recht abwechslungsreiches Schlagzeug und die stellenweise filigran-flinke Gitarrenarbeit heben das Ganze dann doch über den gängigen frühsiebziger Blues- und Hardrockstandard. Aber das gilt wohl auch für Coloseum und Jethro Tull (um das Jahr 1970 herum zumindest), was wohl auch erklärt, warum diese Bands, wie auch Patto, zu den frühen britischen Prog-Wegbereitern bzw. den ersten Prog. bzw. Jazzrockbands gezählt werden. Im Gegensatz zu den anderen erwähnten Bands haben es Patto aber nie über einen gewissen Insiderstatus heraus gebracht. Zu Unrecht!

Recht bluesige Rocker doninieren diese Scheibe ("The Man", "Hold Me Back", "Red Glow", "San Antone"und "Government Man") mit grandioser Gitarrenarbeit von Halsall (zu dessen Bewundereren auch Alvin Lee von Ten Years After gehört haben soll). Aber - wie schon gesagt - gibt es ein ganze Reihe von Momenten, die auch Progghörer aufhorchen lassen. Das Vibraphonspiel in "The Man" und "Government man" z.B., die virtuose Akustik-Gitarre in "Time to Die", das jazzige E-Gitarrenspiel und überhaupt die entspannt-jazzige Atmosphäre am Anfang von "Sittin Back Easy", das sich dann zu einem fetzigen Rocker steigert, und natürlich "Money Bag". Letzteres ist ein rund 10-minütiger, lupenreiner Jazzrocker, der wiederum durch Halsalls besessenes Spiel besticht, aber auch durch Mike Pattos gefühlvolle Vokallinien, den warmen Bass von Clive Griffiths und das dezent-filligrane Schlagzeugspiel von John Halsey.

Pattos Debut ist ein schöne Scheibe mit sehr abwechslungsreichem, jazzigem Bluesprog, die einen höheren Bekanntheitsgrad verdient hätte. Wer Colosseum, die frühen Jethro Tull und Tempest schätzt, sollte hier mal reinhören! Tolles Cover!

Anspieltipp(s): The Man, Money Bag
Vergleichbar mit: Tempest
Veröffentlicht am: 11.1.2004
Letzte Änderung: 8.9.2005
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Patto

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Hold Your Fire 8.00 1

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