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László Hortobágyi

The Arcadian Collection

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994 (1992 produziert)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; Elektronische Musik; Worldmusic / Ethno
Label: Erdenklang
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Laszlo Hortobagyi

Tracklist

Disc 1
1. Naganavarasa   (1991) 6:54
2. Stasis Bînkâr   (1983) 6:57
3. Arcadian Geet   (1993) 5:24
4. Samsâra   (1993) 6:01
5. Karmarâga   (1984) 13:13
6. Rex Virginum   (1989) 6:48
7. Jah-Indollah   (1992) 7:24
8. Arabesque   (1977) 8:53
Gesamtlaufzeit61:34


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @


Die vierte CD des Ungarn verwirrt nicht nur mich. Wenn ich mir die Reviews auf seiner Homepage ansehe (die sehr empfehlenswert ist), weiß niemand so genau, ob die Bookletangaben Ernst gemeint sind. Angeblich machen über 100 Musiker auf der CD mit, da gäbe es diverse Chöre, viele Sitar-, Tabla-, Gitarren-, Synthie-, Stick- und andere Instrumentenpieler, ein Gamelanorchester und so weiter und so fort. Schaut man sich allerdings die Namen an, so wird man mißtrauisch. Auch die angeblichen Entstehungszeiten der Tracks sollte man mit Vorsicht geniessen. Allerdings schafft es der Ungar auf dieser Platte, einen Bandeindruck zu erzeugen, man weiß also nicht, ob die Angaben nicht doch stimmen, so überzeugend klingt alles.

Diesmal geht es auf eine Reise nach Arkadien, einem gelobten Land ähnlich Shangri-La oder Elysium, in dem alles glücklicher und zufriedener abläuft. Schaut man sich allerdings das Cover genau an (ein Reptil in Umarmung mit einer Frau), wird klar, so gelobt geht es dort nicht zu.

Schon der erste Track beginnt mit ein paar sägenden Tönen untermalt mit Mantragesängen, dazu erste harte Trancerythmen eines elektronischen Schlagzeugs und dann beginnt ein Sänger zu skandieren, dass ich denke, der paßt in eine indische Version von MAGMA. Trance meets MAGMA meets indischen Frauenchor, skuril und hypnotisch zugleich.

Im nächsten Stück treffen gregorianisch angehauchte Männerchöre auf eine Zeitlupenorgel, dazu Streichersounds, langsame Tablas und flirrende Synthieeinsprengseln. Das Ganze steigert er im nachfolgenden Stück noch, hier wird es richtig monumental, von wuchtigen Schlagwerkklängen unterlegt (wie man sie in Orchestern findet) gibt es eine Kirchenorgel a la BACH und dazu eine Art Skatgesang, als ob Nusrat Fateh Ali Khan einen Schluckauf hat. Dafür rezitiert rechts ein Männerchor Mantras.

"Samasara" beginnt mit einem Schrei, der an einen seekranken Werwolf erinnert, dann folgen Gongs, der obligate Männerchor, diesmal aus christlicher Tradition und einige Gamelansounds, aber nach einer halben Minute löst eine sanfter Harmoniumsound das Ganze ab, und verspielte Percussions geben dem Lied eine Leichtigkeit, als ob Pierre Moerlen's Gong mal eben Indien entdeckt hätten - percussiv und doch fremdartig und immer wieder unterbrochen von den Chören.

"Karmaraga" klingt so wie er heisst, ein klassischer Raga Hortobágyi'er Prägung. Ähnliches gilt für das nachfolgende Stück, allerdings gibt es hier noch einen Männer- und Frauenchor, der vorgregorianische Kirchengesänge von sich gibt.

Anschließend geht es wieder zurück Richtung Trance, wie im ersten Stück treffen hier indische Merkmale mit modernen Rhythmen und Sounds aufeinander. Und im letzten Stück reziert ein Iman zu einer Kirchenorgel (die manchmal so klingt, als ob der wahnsinnige Chefinspekteur Dreyfuss aus der "Rosaroten Panther-Reihe sie spielt) das Ende, wunderbare Begräbnismusik inklusive Tritonusglocken.

Mir gefällt die Platte; obwohl ich Abzug gebe für die Trancerhythmen, bleibt das eine gute Platte des Ungarn, die zeigt, wohin seine Reise auf späteren Platten gehen wird.

Anspieltipp(s): Naganavarasa, Karmarâga
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.1.2004
Letzte Änderung: 10.3.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von László Hortobágyi

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 The traditional music of Amygdala - A psychomusical expedition to the Archepelago in cooperation with the Computer Department of Ethnomusicology, Gayan Uttejak Society, Budapest 14.50 3
1994 Ritual Music Of Fomal Hoot al-Ganoubî 13.00 1
1995 6th All-India Music Conference 14.00 1
1996 Terra Dei 9.00 1
1996 Summa technologiae 10.00 1
1997 Sangeet Novus Sensus (Hungisthan-version) 10.00 1
1997 Fata-Organa 12.00 2
1998 Memesis - MêMRAGAS From Another 21st Century 10.00 1
1998 Aeon - Voice of Genesis - Genesis of Voice 11.00 1
1999 Songs From Hungisthan (Arqa version) 12.00 1

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