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Kansas

Device - Voice - Drum

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: live; HardRock; Klassischer Prog
Label: Compendia Music Group
Durchschnittswertung: 10.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Steve Walsh Keyboards, Vocals
Phil Ehart Drums
Billy Greer Bass, Vocals
Robbie Steinhardt Violin, Vocals
Richard Williams guitars

Tracklist

Disc 1
1. Intro 0:15
2. Belexes 6:41
3. Icarus II 7:15
4. Icarus 6:23
5. Song for America 9:22
6. Howlin' at the Moon 1:59
7. The Wall 5:36
8. The Preacher 4:08
9. Journey from Mariabronn 9:19
10. Dust in the Wind 4:25
11. Cheyenne Anthem 7:18
12. Child of Innocence 4:59
Gesamtlaufzeit67:40
Disc 2
1. Miracles Out of Nowhere 6:31
2. Point of Know Return 3:19
3. Portriat/Pinnacle 7:44
4. Fight Fire With Fire 3:24
5. Play the Game Tonight 3:47
6. Carry on Wayward Son 9:45
Gesamtlaufzeit34:30


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 3)


Ok, zu KANSAS braucht man wohl nichts großartiges mehr sagen. Schließlich gehört die Band seit mittlerweile fast 30 Jahren zur Rockszene und dabei haben die Mannen um Steve Walsh den ein oder anderen Klassiker zum Leben gebracht.

Dass man nun mit einem Doppel Live Album kommt und dies zudem auch in DVD Form veröffentlicht, war nicht unbedingt zu erwarten. Schließlich war es in den 80ern doch ziemlich ruhig geworden und man quälte den Namen KANSAS mit eher belanglosen Alben und konnte seinen Ruf auch mit dem doch recht positiven Album "Freaks Of Nature" anno 1995 nicht wirklich wieder aufpolieren. Mit dem Album "Somewhere To Elsewhere" (2000) knüpfte man aber konsequent wieder an vergangene Tage in den 70ern an und schaffte somit zumindest die Grundlage für die Rückführung einer längst totgeglaubten Marke namens KANSAS!

Und totgeglaubte leben bekanntermaßen länger. Und wie sie leben! Rockend gehen die alten Herren zu Werke, besinnen sich dabei nicht nur auf alte Tugenden, sondern vor allem auch auf altes Liedgut. Und da ist so mancher Song, der das grandiose 78er Live Album schon ausgezeichnet hatte: "Point Of Know Return", "Portrait", "Carry On Wayward Son", "The Wall" oder "Icarus". Das sind jetzt längst nicht alle Stücke, die man auch damals schon angeboten hat. Aber KANSAS zeigen, dass mit ihnen auch heute noch zu rechnen ist und wie zeitgemäß auch heute noch der folkig und proggig angehauchte Rock der alten Herren ist. Lauscht doch nur mal der Hammerversion von "Journey From Mariabronn", ursprünglich veröffentlicht auf dem 74er Debüt der Herren; sowas von grandios und spielfreudig, dass es mir fast das Wasser in die Augen treibt. Verzichtbar wäre einzig "The Preacher" gewesen, welches trotz eingesetztem Chor (oder auch gerade deswegen) sehr kitschig daherkommt. Das kann man aber bei der ansonsten großartigen Songauswahl verschmerzen.

Die Herren rocken locker flockig drauflos und beweisen, dass sie nicht zum alten Eisen zu zählen sind. Wer ein ausgesprochen gutes Livealbum sucht, der ist hier richtig bedient. Wer zudem einen Eindruck vom Schaffen einer großartigen Band haben möchte, der sollte auch zugreifen, denn hier wird ein wahres Feuerwerk an Klassikern gepaart mit den "Best Of The Rest", auch wenn nichts von "Freaks Of Nature" dabei ist und der "Magnum Opus" (von "Leftoverture", 1977) fehlt. Zugreifen sollte Pflicht sein.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.1.2004
Letzte Änderung: 21.1.2004
Wertung: 11/15
Die Altrocker heizen den jungen Wilden gehörig ein!

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 3)


Mit "Device-Voice-Drum" legen Kansas im aktuellen Line-Up (leider ohne Kerry Livgren) nach "Two for the show" (1978) und "Live at the Whisky" (1993) das inzwischen dritte offizielle Livealbum in ihrer langen Karriere vor. Mitgeschnitten am 15.Juni 2002 in Atlanta vor einer Schar erlesener Hardcore-Fans, steckt noch viel mehr hinter dieser hörbar energiegeladenen Veröffentlichung als nur eine weiteres Livealbum. Das Konzert wurde für die gleichnamige DVD mitgeschnitten, zudem packte die Band zu diesem speziellen Anlass einige Titel aus, die es schon lange nicht mehr oder zumindest in dieser Besetzung noch nicht zu hören gab. So macht die Anschaffung von "Device-Voice-Drum" durchaus Sinn.

Natürlich gibt es wie immer die üblichen Smashhits "Point of know return", "Carry on wayward son", "The wall", "Song for America" und natürlich das unverwüstliche, im Stil des "Always never the same"-Albums neu arrangierte "Dust in the wind". Mit "Icarus II" - welches wie auf der letzten Tour übergangslos in "Icarus" übergeht - wurde immerhin ein Lied vom letzten Studio Output "Somewhere to elsewhere" dazugepackt.

Dabei spulen Kansas die Standardnummern nicht einfach als notwendige Last im Stil einer Alt-Herren-Band runter, sondern man merkt ihnen an, welchen Spaß sie immer noch beim Spielen dieser Nummern haben, die hier und da ein paar neue Schlenker und Ausschmückungen erfahren. Die Band wirkt agil wie eh und je, auch wenn man der Stimme von Steve Walsh kleinere Abnützungserscheinungen anhört. Allerdings hat er inzwischen sein Organ jedoch um einiges besser im Griff als noch vor einigen Jahren, als sie ihm regelrecht absoff. In den Soloteilen ufern die Zwiegespräche zwischen Violine, Gitarre und Keyboards immer wieder zu spannenden Eskapaden aus, die Spielfreude und vor allem die Power der Band wurde bestens auf Konserve eingefangen.

Die wirklichen Überraschungen verbergen sich aber in der eher nicht zu erwartenden Songauswahl. Neben einigen Titeln aus den 70ern, die bisher noch auf keinem Livealbum vertreten waren (das viel zu selten gespielte "Belexes" vom Debüt, "Child of innocence" von "Masque", sowie "Cheyenne Anthem" von "Leftoverture"), gibt es mit "Fight fire with fire" und "Play the game tonight" zwei der wohl besten Titel aus der Zeit mit John Elefante, denen dieses mal Steve Walsh nicht nur seine Stimme, sondern auch seine Seele leiht. Als besonderen Gimmick gibt es dazu ebenfalls ein Wiederhören mit einem Song aus der Steve Morse Phase. Das geradlinig-rockige "The preacher" vom 88er Album "In the spirit of things" wurde durch den 60-köpfigen Atlanta's New Advent Choir ergänzt. Der Gospel-Touch sorgt damit für eine ganz besondere Note und neue Dimension.

Einziger Kritikpunkt: die zweite CD hätte ruhig etwas länger sein können, aber da beide CDs somit der Länge eines "normalen" Kansas Konzertes entsprechen, sollte hier nicht übermäßig gemeckert werden. So lange Kansas so lebhaft und frisch wie auf "Device-Voice-Drum" agieren, sind sie auch nach über 30-jähriger Karriere immer noch live eine absolute Macht.

Anspieltipp(s): Song for America, Belexes
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.2.2005
Letzte Änderung: 17.2.2005
Wertung: 11/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 3)


Kristian hat ja schon darauf hingewiesen: Die Stimme von Steve Walsh hat über die Zeit ziemlich gelitten. Ich kenne die anderen Aufnahmen nicht, die er angesprochen hat, auf denen Walsh offensichtlich noch mehr schwächelt, aber mir genügt es auch hier schon: teilweise kann man die Textruinen gar nicht mehr verstehen, da Walsh es über weite Strecken nicht schafft, sauber zu artikulieren. Schade! Denn man hört dem Album den Spaß an, den die Jungs hatten (habe die DVD nicht, kann meinen Eindruck also nicht anhand der Bilder überprüfen).

Aber auch bei den Instrumentalisten muß man leider Abstriche machen. Klar, die Songauswahl mit einigen komplexeren Sachen ist toll, aber man hört den diffizileren Passagen an, daß Kansas die Sauberkeit, die sie erfordern, nicht mehr hinkriegen. So verwischt z. B. das Stakkato in "Carry on" derart, daß man sich wundert, daß die Herren nach der Passage überhaupt wieder zusammenfinden. Vielleicht hätte man etwas Geschwindigkeit rausnehmen und durch Präzision ersetzen sollen - wie hat meine Klavierlehrerin immer gesagt: erst sauber spielen, die Geschwindigkeit kommt von ganz allein.

Anspieltipp(s): Belexes, Carry on
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.5.2006
Letzte Änderung: 17.5.2006
Wertung: 9/15
"Two for the Show" ist und bleibt das definitive Livealbum

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Kansas

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Kansas 10.67 3
1975 Masque 10.33 3
1975 Song For America 12.33 3
1976 Leftoverture 13.00 3
1977 Point Of Know Return 13.00 3
1978 Two For The Show 13.00 2
1979 Monolith 10.00 3
1980 Audio Visions 6.00 2
1982 Vinyl confessions 7.50 2
1983 Drastic Measures 2.00 2
1986 Power 8.00 1
1988 In The Spirit Of Things 7.00 1
1993 Live at the Whisky 11.00 1
1994 Box Set 12.00 1
1995 Freaks Of Nature 10.00 1
1998 King Biscuit Flower Hour Presents 10.00 1
1998 Always Never The Same (featuring The London Symphony Orchestra) 7.00 1
2000 Somewhere To Elsewhere 10.00 1
2004 Sail On - The 30th Anniversary Collection - 1
2009 Original Album Classics - 1

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