Lick My Decals Off, Baby
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Reprise Records |
| Durchschnittswertung: |
14/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Bill Harkleroad "Zoot Horn Rollo" |
guitars |
| Mark Boston "Rockette Morton" |
bass,guitar |
| John French "Drumbo" |
drums,percussion,broom |
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| Art Tripp "Ed Marimba" |
marimba,drums,percussion,broom |
| Don Van Vliet "Captain Beefheart" |
vocals,saxes,bass clarinet,harmonica |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Lick my decals off, baby
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2.38
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| 2. |
Doctor Dark
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2.46
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| 3. |
I Love you, you Big Dummy
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2.54
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| 4. |
Peon
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2.24
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| 5. |
Bellerin' Plain
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3.35
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| 6. |
Woe-Is-uh-Me-Bop
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2.06
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| 7. |
Japan in a Dishpan
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3.00
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| 8. |
I wanna find a woman that'll hold my big toe till I have to go
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1.53
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| 9. |
Petrified Forest
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1.40
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| 10. |
One red rose that I mean
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1.52
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| 11. |
The Buggy Boogie Woogie
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2.19
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| 12. |
The Smithsonian Institute Blues (or the Big Dig)
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2.11
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| 13. |
Space-Age Couple
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2.32
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| 14. |
The Clouds are full of wine (not whiskey or rye)
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2.50
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| 15. |
Flash Gordon's Ape
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4.57
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| Gesamtlaufzeit | 39:37 |
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Rezensionen

Was klingt nach einer Verbindung von Blues, Avantgarde und Free-Jazz, wobei jede Note genau vorgegeben ist, mit Songs, die meistens 2-3 Minuten lang sind? Richtig, das kann wohl nur Captain Beefheart und seine Band von Neulingen (er hat bewußt Halbamateure in die Band geholt, um Egoprobleme zu vermeiden) sein, die Beefhearts verrückt-genialen, mit rhythmisch und melodisch zueinander versetzten Schichten und ständig wechselnden (darunter wie auf dem Titeltrack meisterhaft verzögerten) Rhythmen arbeitenden Einfälle mal etwas unsicher wirkend, meistens jedoch souverän umsetzt. Immer wieder eingestreute Blues-Versatzstücke, oder ansatzweise repetitive Motive werden von den mehrschichtigen Strukturen absorbiert und zerlegt.
Dazu gibt es die legendäre Bass-Stimme von Don "Van" Vliet (auch "Captain Beefheart" genannt, "Van" in seinem Namen hatte sich der Captain irgendwann mal selbst zuerkannt), die mal brüllend, mal kreischend, oder sich im selbstvergessen wirkenden Sprechgesang übend, die seltsamsten Texte schmettert. Aber nicht nur für alle bis auf den Verfasser bedeutungslose Wortspielereien bzw. Surreales wird dargeboten: "Petrified Forrest" widmet sich textlich-dichterisch den ökologischen Fragen, die Captain sehr wichtig waren und immer noch sind. Genauer gesagt war Mr.Vliet ("Beefheart") damals schon der Ansicht, dass unsere Gattung ähnlich wie die Dinosaurier dem Untergang geweiht ist, weil wir uns um unsere natürliche Umwelt kaum scheren.
"I love you big dummy" ist beispielsweise eine Art dissonante Blues-Nummer mit mehrfach gebrochenen Rhythmen, in "Peon", dem komplexen Instrumental für Bass und Gitarre, scheinen die Rhythmen beinahe so schnell wie die einzelnen Noten zu wechseln, was auf dieser Platte keine Seltenheit ist. Auf "Doctor Dark" folgt Hi-Hat-Becken kurzzeitig einer Gitarre, während Bass und das restliche Schlagzeugkit andere Rhythmen erzeugen. Mit solchen Beschreibungen könnte man einige Seiten füllen, und damit dürfte klar sein, dass die ca.38 Minuten von "Lick My Decalls Off, Baby" gehaltvoller sind als die meisten Doppelalben, "Trout mask replica" natürlich ausgenommen. "Ballerin' Plan" bleibt mit den kurzen, wie alles hier - vielleicht bis auf die seltenen anarchistischen Saxsolos - durchkomponierten, kammermusikalisch-jazzigen, zappaesken (Captain B. war der Meinung, dass Zappa einige Ideen von ihm geklaut hat. Hmmm, beispielsweise das Intro zu "The Clouds" erinnert mich schon sehr an spätere Gitarrensolos oder komponierte Einfälle von Zappa) Marimba-Gitarren-Parts, seinen freejazzigen Saxeinwürfen, und teilweise mehrschichtigen Rhythmen unübertroffen und zugleich repräsentativ für dieses Album. "Flash Gordon's Ape" zeichnet sich u.a. durch die kakophonisch gespielten Blasinstrumente, die bisweilen auch den Gesang übertönen. Es wird berichtet, dass Beefheart 2 oder 3 Saxophone gleichzeitig zu spielen pflegte.
Insgesamt ist "Lick my decalls off, baby" eine etwas kompaktere Fortsetzung von "Trout mask replica". Leider ist der Gitarrist Jeff Cotton (von Beefheart "Antennae Jimmy Semens" getauft) nicht mehr dabei, dafür ist mit Art Tripp (ex-Mothers of Invention), ein zweiter, Marimba spielender Schlagzeuger hinzugekommen.
Mein zurückhaltendes Fazit: Meisterhaft!!
| Anspieltipp(s): |
alles natürlich |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.1.2004 |
| Letzte Änderung: |
24.1.2004 |
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