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STATISTIK
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Frank Zappa

Ensemble Modern Play Frank Zappa - Greggery Peccary & Other Persuasions

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Moderne Klassik; Zappaeskes
Label: BMG / RCA Red Seal
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jonathan Stockhammer Dirigent
Omar Ebrahim Voice
David Moss Voice
Ali N. Askin Arrangements & Transcriptions
Todd Yvega Synclavier Transcriptions
Dietmar Wiesner Flöte, Piccolo
Catherine Milliken Oboe, Englisch Horn, Oboe d'amore
Roland Diry Klarinetten
Wolgang Styri Bassklarinette, Saxophon
Johannes Rupe Fagott, Kontrafagott
Simon Breyer Horn
Valentin Garvie Trompete
Sava Stoianov Trompete
Uwe Dierksen Posaune
Jozsef Huhasz Tuba
Rumi Ogawa Percussion
Rainer Römer Percussion
Pascal Pons Percussion
Hermann Kretzschmar Klavier, Sampler, Synthesizer
Ueli Wiget Klavier, Sampler, Synthesizer
Manon Morris Harfe
Detlef Tewes Mandoline, Mandola
Jürgen Ruck Gitarre, E-Gitarre, Banjo
Mats Berström Gitarre, E-Gitarre
Jagdish Mistry Violine
Freya Ritts-Kirby Violine
Susan Knight Viola
Tom Dunn Viola
Eva Böcker Violoncello
Michael M. Kasper Violoncello
Christopher Brandt E-Bass
Corin Long Kontrabass
Norbert Ommer Sound Director

Tracklist

Disc 1
1. Moggio 2:47
2. What Will Rumi Do? 1:37
3. Night School 4:54
4. Revised Music For Low Budget Orchestra 7:40
5. The Beltway Bandits 3:38
6. A Pig With Wings 4:31
7. Put A Motor In Yourself 5:21
8. Peaches En Regalia 3:10
9. Naval Aviation In Art? 2:31
10. The Adventures Of Greggery Peccary 21:33
Gesamtlaufzeit57:42


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Frank Zappa hat immer wieder versucht, seine "klassischen" Werke aufzuführen und aufzunehmen. Fast alle dieser Versuche endeten mit Frust bei Zappa wegen hoher Ausgaben, unwilliger Musiker und schlampiger Ausführung. Erst gegen Ende seines Lebens geriet er an ein Orchester, das fähig und enthusiastisch genug war, seine Visionen halbwegs umzusetzen: das Ensemble Modern aus Frankfurt am Main. Zappa äußerte sich nach dem The Yellow Shark-Projekt jedenfalls begeistert. Auch dem Ensemble Modern kann es nicht schlecht gefallen haben, denn 1998 begannen die Planungen für ein neues Programm mit Zappa-Kompositionen, welches schliesslich mit Erlaubnis und Unterstützung von Zappa-Witwe Gail realisiert wurde. Ali N. Askin übernahm wieder die Arrangements. Unterstützt wurde er dabei von Zappas ehemaligem Synclavier-Assistenten Todd Yvega, der die proprietäre und technisch veraltete Synclavier-Speicherungen und -Notation in modernere Software importierte, aus der die Arrangements übertragen werden konnten. Andere Stücke (etwa "Moggio") wurden nach Gehör bzw. unvollständigen Aufzeichnungen für einzelne Instrumente transkribiert.

Auffällig ist, dass "Greggery Peccary & Other Persuasions" wesentlich rockiger geraten ist als "The Yellow Shark" und auch "Everything Is Healing Nicely", eine Sammlung mit Outtakes und Proben-Aufnahmen von Zappas Arbeit mit dem Ensemble Modern, die in Deutschland leider nur als recht teurer Import erhältlich ist. Fast jedes der ausgewählten Stücke hat ein echtes oder sogar programmiertes Schlagzeug sowie teils E-Bass- und Gitarrenparts, und insgesamt ist "Greggery Peccary & Other Persuasions" überraschend zugänglich und melodisch geraten. "Richtig" schräge Neutöne bieten eigentlich nur die beiden ruhigen Nummern "Naval Aviation in Art?" und "A Pig With Wings". "Beltway Bandits" ist zwar auch reichlich schräg, aber unter den hektisch-seltsamen Linien, die vom Ensemble intoniert werden, liegt ein fast techno-artiger Drumcomputer-Beat.

Wie bei "The Yellow Shark" erhalten die Synclavier-Nummern (etwa "Put A Motor In Yourself" und "Night School") durch den Vortrag durch "echte" Musiker neues Leben eingehaucht. Andererseits ist es erstaunlich, wie nahe Zappa gerade auf Civilization Phaze III schon natürlichen Orchestersounds gekommen war, was man jetzt im direkten A/B-Vergleich noch besser beurteilen kann und was ein weiteres Mal die instrumental-technische Brillianz der Ensemble Modern Mitglieder beweist. Auch die vorher für eine Band konzipierten Nummern wie "Peaches En Regalia" und "Moggio" (der mehr oder weniger einzig brauchbare Song auf "The Man From Utopia") klingen im Orchester-Gewand erstaunlich natürlich: hier herrscht kein "Symphonic Music Of..."-Kitsch. Natürlich sind Zappas Arrangements und Linien auch bei kleineren Besetzungen oft so ausufernd und detailreich, teils "symphonisch", dass eine tatsächliche orchestrale Umsetzung wesentlich natürlicher scheint als bei "Vienna Symphonic Pop Orchestra Plays Rammstein"... Ausserdem bemerkenswert ist die neue Version der "Revised Music For Guitar And Low Budget Orchestra", hier ohne "Guitar": Zappas Gitarren-Solo wird nämlich notengetreu nachgespielt, und dass dies perfekt funktioniert und absolut natürlich, melodisch und passend klingt, beweist Zappas Können als Gitarren-Improvisator.

Herzstück des Albums ist das lange "The Adventures Of Greggery Peccary", ein Hörfilm mit Erzähler und Sänger, ein Musik gewordenes, sozial-kritisch, bizarr-surrealistisches Comic (das Ganze erinnert mich seltsamerweise übrigens etwas an Charles Mingus' Ton-Gedichte im Jazz Composers Workshop...). Viele Fans nennen diese ausgedehnte Komposition (im Original auf "Studio Tan" bzw. "Läther", die einen Bogen von neutönerischer Schrägheit, über Filmmusik, Jazz, Rock hin zu Pop-Zitaten spannt, als eine von Zappas Sternstunden. Ich persönlich empfinde die Erzählpassagen wie auch etwa beim ähnlich langen "Billy The Mountain" ("Just Another Band From L. A.") immer als störend, im Original wie auch hier. Die Umsetzung durch das Ensemble Modern ist allerdings makellos und wie alle Stücke hervorragend arrangiert und gespielt.

Also, die Musik ist top, Zappas Geist absolut getreu, gleichzeitig wirft sie neues akustisches Licht auf dem Fan bekannte, liebgewordene Kompositionen. Dazu kommt ein liebevolles Booklet mit vielen Texten zum Entstehungsprozess und den beteiligten Künstlern. Alleine das ist schon eine Empfehlung wert. Ausserdem: wegen der m.E. sehr zugänglichen Natur der Musik würde diese Platte auch all denen ans Herz legen, die sich bis jetzt noch nicht so recht als den als schroff, verschroben und abgefahren verschrieenen Zappa herangetraut haben, aber Alben wie etwa Isildurs Banes MIND Volume 1 mögen, denn dies ist von Sound und Philosphie hier nicht weit weg, nur dass Zappa witziger und zynischer ist. Aber Isildurs Bane nennen nicht umsonst Zappa im Booklet als Inspiration: hier gibt's das Original. Naja, nicht ganz das Original, aber so nah dran, wie wir seit dem 4. Dezember 1993 kommen können.

Anspieltipp(s): Moggio, Revised Music For Low Budget Orchestra
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.2.2004
Letzte Änderung: 2.2.2004
Wertung: 11/15

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 2 von 2)


In seiner späten Phase komponierte Frank Zappa vorzugsweise wirres Zeugs auf dem Synclavier und spielte es darauf auch ein: Auf Alben wie "Jazz From Hell" sind die Ergebnisse zu hören -- starker Tobak selbst für hartgesottene Zappa-Fans. Aber auch schon vor seiner 'Neuen-Musik'-Phase schrieb Zappa immer wieder Stücke, die weit über die Rockmusik herausreichten. Einigen dieser Stücke hatte das Ensemble Modern bereits 1992 (damals noch mit Frank Zappa) auf "The Yellow Shark" zu orchestralem Glanz verholfen. Nun, zum 10-jährigen Todestag des Meisters, legen sie mit "Greggery Peccary & Other Persuasions" ein weiteres fantastisches Album mit Zappa'scher Musik vor.

Es mag Kritiker geben, die es der unumstrittenen technischen Meisterschaft des Ensembles zuschreiben, dass selbst die komplexesten und schwierigsten Kompositionen nun so leicht, fast beschwingt klingen, ich bin aber sicher, dass es in Wirklichkeit daran liegt, dass der Geist Zappas dieses Ensemble wahrhaft durchdrungen hat. Diese Schar von Ausnahmemusikern versteht es wie kein anderes post-Zappa'sches Projekt dessen Musik nicht bloß zu reproduzieren oder wieder aufleben zu lassen; das Ensemble Modern kann dem bestehenden Material neues Leben einhauchen, es wie ein neues Zappa-Album klingen lassen, obwohl man doch alle Kompositionen vorher schon einmal gehört hat.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.2.2004
Letzte Änderung: 4.2.2004
Wertung: 12/15
Neue Musik meets Rock -- Das Frankfurter Ensemble mit Zappa'scher Seele

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Frank Zappa

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1966 Freak out! 7.00 1
1967 Absolutely Free 13.00 1
1968 Lumpy Gravy 12.00 1
1968 We're only in it for the money 12.50 2
1968 Cruising with Ruben & the Jets 6.00 1
1969 Uncle Meat 13.00 1
1969 Hot Rats 11.00 1
1970 Chunga's Revenge 8.00 1
1970 Weasels Ripped My Flesh 11.00 1
1970 Burnt Weeny Sandwich 10.00 1
1971 Fillmore East, June 1971 9.00 1
1971 200 Motels 11.00 1
1972 Just Another Band From L. A. 10.00 1
1972 The Grand Wazoo 12.00 1
1972 Waka/Jawaka 9.00 1
1973 Overnite Sensation 9.00 1
1974 Apostrophe' 9.00 1
1974 Roxy & Elsewhere 11.50 2
1975 Bongo Fury 9.00 1
1975 One Size Fits All 12.00 1
1976 Zoot Allures 7.00 1
1978 Studio Tan 12.00 1
1978 Zappa In New York 13.00 1
1979 Joe's Garage 11.00 1
1979 Sleep Dirt 10.00 1
1979 Sheik Yerbouti 12.50 2
1979 Orchestral Favorites 11.00 1
1981 You Are What You Is 10.00 1
1981 Shut Up 'N Play Yer Guitar 9.00 1
1981 Tinseltown Rebellion 6.50 2
1982 Ship arriving too late to save a drowning witch 9.50 2
1983 The Man From Utopia 10.00 1
1984 Them or us 11.00 1
1984 Thing-Fish - 1
1984 Francesco Zappa 1.00 1
1984 Boulez Conducts Zappa: The Perfect Stranger 13.00 1
1986 Jazz from Hell 12.00 1
1988 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.1 10.00 1
1988 Guitar 9.00 1
1988 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.2 (The Helsinki Concert) 11.00 1
1989 Broadway The Hard Way 10.00 1
1991 The Best Band You Never Heard In Your Life 7.00 1
1991 Make A Jazz Noise Here 11.00 1
1992 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.6 10.00 1
1993 The Yellow Shark 13.00 1
1994 Civilization Phaze III 13.00 1
1995 London Symphony Orchestra, Vol. I & II 13.00 1
1995 Does humor belong in music? 11.00 1
1995 Strictly Commercial - 1
1996 Läther 14.00 2
1996 The Lost Episodes 10.00 1
1999 Everything Is Healing Nicely 13.00 1
1999 Son of Cheep Thrills 11.00 1
2003 Does Humor Belong in Music? (DVD) 7.00 1
2004 Baby Snakes (DVD) 11.00 1
2005 The Dub-Room Special (DVD) 11.00 1
2006 Trance-Fusion 9.00 1
2006 Imaginary Diseases 9.00 1
2007 Classic Albums: Apostrophe ('), Over-Nite Sensation (DVD) 10.00 1

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