SUCHE
Erweiterte Suche
Leitfaden: ProgMetal
Dream Theater
Fates Warning
Pain of Salvation
Psychotic Waltz
Queensryche
Shadow Gallery
Sieges Even
Symphony X
Threshold
Watchtower
Persönliche Tips
Anacrusis
Magellan
Opeth
Voivod
STATISTIK
24838 Rezensionen zu 17013 Alben von 6632 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Fates Warning

The spectre within

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1985
Besonderheiten/Stil: Metal; Progmetal
Label: Metal Blade
Durchschnittswertung: 7.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jim Matheos Gitarre
Victor Arduini Gitarre
John Arch Geang
Joe DiBiase Bass
Steve Zimmerman Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Traveler in time 7:11
2. Orphan gypsy 5:59
3. Without a trace 4:50
4. Pirates of the underground 7:07
5. The apparition 5:51
6. Kyrie Eleison 5:25
7. Epitaph 11:57
Gesamtlaufzeit48:20


Rezensionen


Von: Georg Heep (Rezension 1 von 2)


Zuerst Stille, dann beginnt leise ein Uhrwerk zu ticken, schließlich bricht das schleppende Eröffnungsriff von "Traveler in time" über den Hörer herein. Schicksalsschwere Glockenklänge vervollständigen das Bild. Dann wird das Tempo angezogen und man ist mitten drin, in einem typischen Fates Warning Riffgewitter. Während der ersten drei Minuten erhält man die Möglichkeit, sich zu vergewissern, daß John Arch das Singen nicht verlernt hat, aber richtig spektakulär wird es erst in der 2. Hälfte dieses 7-Minüters. Eingeleitet von einem Gitarrensolo geht das Lied in einem wunderschönen Durcheinander von ruhigen und bedrohlich schnellen Abschnitten unter und hört und hört einfach nicht auf.

Ein gelungener Einstieg in eine gelungene Platte. Immer noch in weiten Teilen "nicht wirklich" PROG Metal zu nennen, aber trotzdem der logische Zwischenschritt zwischen "Night on Bröcken" und "Awaken the guardian". Trotz dieser Tendenz zum schnellen nächsten Break darf nicht verschwiegen werden, daß gerade auf "The spectre within" immer wieder mitreißend einfache und speedige Passagen auftauchen, die man in dieser Häufigkeit auf keiner der anderen John Arch-Platten findet - später sowieso nicht mehr. Ein schönes Beispiel findet sich relativ zu Beginn von "Orphan Gypsy", das außerdem einen eingängig schönen Refrain vorweisen kann.

Von den übrigen Liedern sei noch auf "The apparition" mit seinem rhythmisch ungemein anziehenden Refrain und "Kyrie eleison" hingewiesen. Letzteres entpuppt sich nach Choreinleitung und getragenen Anfangsteil als Nachfolger von "Misfit". Wohl irgendwo zwischen Punk und Speed verloren gegangen.

Der Abschluß von "The spectre within" ist jedoch auch gleichzeitig der Höhepunkt: "Epitaph" (keine Coverversion) ist über 10 Minuten lang und eine der besten Fates Warning Nummern überhaupt. Ein Vorgeschmack auf das, was mit dem Longtrack "The ivory gate of dreams" auf "No Exit" schon am Horizont herandämmerte, im Vergleich sogar die bessere weil kompaktere Komposition. "Epitaph" besteht aus vier Abschnitten, die nicht durch wiederholt aufgegriffene Motive oder Melodien zusammengehalten werden und dennoch eine Einheit bilden. Fast zärtlich lädt der einleitende Teil mit unscheinbaren Melodien zum Zuhören ein, Arch singt hier mit einer dunklen, epischen Stimme, die in manchen Momenten an Mark Shelton von Manilla Road (der allerdings unerreichbar ist) erinnert. Langsam wird das Tempo gesteigert, dann wieder zurückgenommen. Mit Minute fünf beginnt der zweite Teil, die Musik wird schneller, der Gesang voller bedrohlicher Emotion, an der Schwelle zum Wahnsinn. Die Spirale dreht sich, man legt das Buch weg und hört nur noch zu ... Mit dem Höhepunkt bricht alles ab. In die nun entstandene Stille verirren sich die beiden Gitarren, sich gegenseitig umspielend. Hinzu stößt wenig später der Gesang und -Überraschung!- wunderschöne Keyboards. Alles endet in einer musikalischen Frage. Diese wird im hymnischen vierten Abschnitt beantwortet, dessen textloser Gesang und die passende Keyboarduntermalung alle vorher aufgerissenen Wunden heilen. Play it again.

Ich bin mir auch bei "The spectre within" mit einer proggigen Benotung sehr unsicher, aber zumindest "Epitaph" ist als Grundkurs für den "Fates Warning" - Scheinerwerb Pflicht.

Anspieltipp(s): Epitaph, The apparition
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.4.2002
Letzte Änderung: 24.4.2002
Wertung: 9/15
für Epitaph gibt's 12

Zum Seitenanfang

Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Noch kann ich das progressive Element im Metal nicht erkennen. Wie auf dem Debütalbum bestimmen Speed-Riffing, ein harter 4/4-Rhythmus, der sich von Break zu Break hangelt und eine Stimme in den obersten Tonlagen die Stücke. Und das zieht sich praktisch durch die ganze Platte. Damit muss der Hörer klarkommen, sonst wirds sehr schnell anstrengend und nervtötend. Vor allem der Gesang, den ich als technische Leistung durchaus anerkennend würdige, kann auf Dauer ziemlich auf den Senkel gehen. So fehlt dem Album lange Zeit eine Dynamik zwischen den einzelnen Stücken, gibt es kaum Phasen, die mal anders klingen, die das oben beschriebene Grundgerüst verlassen. Dadurch wird das Album schnell langweilig. Auf mich wirkt "The Spectre Within" sehr eindimensional. Und erinnert nach wie vor an andere Szenegrössen des 80er Metal wie Iron Maiden und Judas Priest. "Kyrie Eleison" beginnt vielversprechend mit Mönchschor-Gesang, um dann jedoch im gleichen Tempo und Stil der ersten halben Stunde weiter zu wetzen. Einzig "Epitaph" hebt sich wohltuend vom Rest des Albums ab, entwickelt Atmosphäre, die nicht gleich wieder zugemetalt wird.

Anspieltipp(s): Epitaph
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.2.2011
Letzte Änderung: 20.2.2011
Wertung: 6/15
Epitaph 8

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Fates Warning

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1984 Night on Bröcken 7.00 2
1986 Awaken the guardian 12.50 2
1988 No exit 9.00 2
1989 Perfect Symmetry 12.00 3
1991 Parallels 8.50 4
1994 Inside Out 6.00 3
1997 A Pleasant Shade of Gray 11.67 6
1998 Still Life 11.33 3
2000 Disconnected 10.00 4
2004 X 10.40 5
2005 Live In Athens (DVD) 11.50 2
2013 Darkness In A Different Light 10.67 3
2016 Theories Of Flight 10.50 4

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum