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Esperanto

Danse Macabre

(Archiv-Tipp 11/2007)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: A&M
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Keith Christmas lead vocal
Tony Harris viola
Timothy Kraemer cello
Bruno Libert piano, organ, arp odissey, vibes, harpsichord, arranger, backing vocals
Gino Malisan bass
Tony Malisan drums
Godfrey Salmon 2nd violin, tenor voice
Raymond Vincent 1st violin and chief arranger

Gastmusiker

Glenn Shorrock lyricist, backing vocals, ideas
Brian Holloway featured guitarist on "The Decision", "The Duel" and "The Cloister"
Brigette Du Doit vocal on "The Duel"

Tracklist

Disc 1
1. The Journey 10:15
2. The Castle 3:31
3. The Duel 7:05
4. The Cloister 5:28
5. The Decision 5:56
6. The Prisoner 7:20
7. Danse Macabre 2:03
8. The Duel   (Bonustrack CD-Reissue Si-Wan) 7:00
9. The Decision   (Bonustrack CD-Reissue) 7:19
10. The Cloister   (Bonustrack CD-Reissue) 5:10
Gesamtlaufzeit61:07


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


Irgendwann im Lauf der Prog-Geschichte sind Esperanto verschütt gegangen. Sie gehören zu den Bands, die weit weniger bekannt sind, als es musikalich gerechtfertigt ist. Das mag teils daran liegen, dass Esperanto nicht so sehr die grossräumigen, visionären Gesten kultivierten wie die Stars der Szene. Der größere Anteil dürfte aber wie so oft das Verfügbarkeitsproblem haben: die Esperanto-LPs sind auf CD nur in Japan (momentan wohl vergriffen) und Korea erschienen und dementsprechend nicht überall zu bekommen und obendrein nicht wirklich preiswert.

Musikalisch sind Esperanto ein sehr spannendes Projekt. Es stellt so etwas wie das fehlende Glied zwischem dem klassischen symphonischen Prog britischer Prägung und dem europäischen Kammerrock aus der frühene Art Zoyd- und Univers Zero-Schule dar. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das Esperanto (auch dem Bandnamen entsprechend) ein multinationales Projekt waren: initiert von Belgiern (vergleiche Univers Zero und Present), mit einer italienischen Rhythmus-Gruppe, übergesiedelt nach Grossbrittannien und dort um weitere Musiker ergänzt.

Der Sound, der dabei rauskam, ist relativ einzigartig. Am ehesten kann man noch das erste Electric Light Orchestra-Album heranziehen. Das Konzept der bezeichnenderweise ursprünglich "Esperanto Rock Orchestra" benannten Projekts war die Verbindung einer Streichergruppe mit Rockinstrumentarium. Dabei wurde aber kein mit pseudo-klassischem Streicherzuckerguss zugekleisterter Rock produziert, sondern die Streicher werden als führende Instrumente eingesetzt, die genau so hart rocken wie die Rock-Rest-Band. E-Gitarre, Orgel und ganz wenig Synthesizer kommen zwar vor, aber die klassischen Instrumente dominieren das Klangbild eindeutig. Das ist kratzig, knarzig, ansatzweise schräg, agressiv und nur selten verträumt und nie wirklich schmalzig. Die kraftvollen Streicher und das häufig präsente Klavier geben Esperanto einen sehr akustischen Sound, der dennoch fett und mitreissend ist. Die Kompositionen haben zwar gelegentlich klassizistische Ansätze, aber in der Regel ist nicht viel Platz für ungehemmten Schönklang. Auch z.B. bei der durchgängig ruhigen Nummer "The Castle" stehen die impressionistischen Islands-King Crimson näher (dies ist wohl kein Zufall, schliesslich wurde "Danse Macabre" von Peter Sinfield produziert!) als etwa Renaissance. An diese erinnert am ehesten noch "The Duel".

Ihre Stärke haben Esperanto eindeutig in den instrumentalen Passagen. Gesungen wird zwar auch, aber der Gesang wirkt mehr wie eine Beigabe. Das ist wohl auch gut, da er nicht sonderlich aufregend, wenn auch nicht wirklich störend daherkommt (was sich leider teilweise beim Folgealbum "Last Tango" ändern sollte). Esperanto sind daher auf jeden Fall einen Tipp wert für alle, die sich nicht scheuen, angesichts einer Korea-CD (immerhin im schnieken, stabilen Mini-LP-Sleeve) etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Anspieltipp(s): The Journey, The Prisoner
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.9.2004
Letzte Änderung: 28.9.2004
Wertung: 10/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 2)


Tiefer in die Tasche greifen muss man in der Tat, um diese CD besitzen zu dürfen. Aber das lohnt sich auch, insbesondere für den Sammler, der auch mal das besondere sucht. Die auf Hochglanz polierte Außenhülle der CD kommt als schickes Papp-Klappcover, wie man das noch aus seligen LP Zeiten gewohnt war, daher. Die CD selbst wird nochmal in ein edles Paper-Sleeve eingepackt, damit beim Aus- und Einpacken nix zerkratzt. Das Booklet stellt zudem eine umfassende Bandhistorie zur Verfügung und wartet auch mit recht netten Fotografien auf. Insgesamt eine gelungene Verpackung.

Zur Musik. Das Erste was mir in den Sinn kam, als ich Esperanto hörte, war das Musical Hair. Ein ums andere Mal fallen mir besonders bei den Gesangslinien so Stücke wie Aquarius oder Let The Sunshine In ein. Von daher widerspreche ich Udo, dass der Gesang nur als freundliche Beigabe zu verbuchen ist, denn ein Wiedererkennungswert entsteht durch die prägnanten Melodien schon (vor allem in The Duell). Dennoch halte ich den Gesang trotzdem nicht für so essentiell. Denn die Instrumentierung mit Violinen und Cello sorgt doch für einen ordentlich orchestralen Druck. Die Ergänzung mit klassischen Art-Rock Ingredienzen der 70er wie Gitarren, analogem Rumgeorgel und einer fetten Rhythmusgruppe schaffen die Schnittstelle zu eben jenen frühen 70er Klängen.

Ein sehr schönes Werk, welches als freundliche Dreingabe noch drei Tracks enthält, die in etwas anderer Form abgemischt auch schon auf dem Album vertreten sind. Die Investition lohnt allemal. Und Charly hat bestimmt noch die ein oder andere CD von Esperanto rumfliegen.

Anspieltipp(s): The Journey, The Duel
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.2.2006
Letzte Änderung: 11.2.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Esperanto

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1973 Esperanto Rock Orchestra 6.00 1
1975 Last Tango 11.00 1

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