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Space Debris

Krautrock-Sessions 1994-2001

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; live; Blues; Funk; HardRock; Krautrock; Spacerock
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tom Kunkel Hammond-Orgel, Gesang (9)
Christian Jäger Schlagzeug, Congas
Tommy Gorny Gitarre (1, 2, 4, 5, 6, 7, 8, 12), Gesang (5, 7), Wahwah-Gitarre (12)
Uwe Moldryzk Bassgitarre (1, 2, 3, 12), Wahwah-Gitarre (1)

Gastmusiker

Jochen Meister Gitarre (3, 10)
Eric Bläss Gitarre (9, 11)
Rainer Kühnel Bassgitarre (9)
Thomas Schütz Bassgitarre (10)
Sven Köthe Gesang (12)

Tracklist

Disc 1
1. Long Distance Voyager (1998) 9:22
2. Green Skies (1998) 8:25
3. Mo-jo-me (2001)   (Ende LP-Seite 1) 2:58
4. We we’re at the Moon before you were at the Moon (1999) 16:12
5. Lorna’s Vibrator (short version) (1999) 1:07
6. Nuff & Nunner (1999)   (Ende LP-Seite 2) 3:11
7. Lorna’s Vibrator (long version) (1999) 2:48
8. Phobos was here (1999) 11:14
9. Big Babys Birthday (1996)   (Ende LP-Seite 3) 6:54
10. Gaspra 951 (1994) 8:25
11. Daydream (1996) 10:40
12. Miranda (1998)   (Ende LP-Seite 4) 2:28
Gesamtlaufzeit83:44


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Jam-Sessions haben so etwas Fließendes, Ausuferndes und doch Relaxtes. Bei Jams spielen die Musiker ja "nur" miteinander, lassen ihren Ideen in entspannter Stimmung mit viel Gespür für die anderen Musiker freien Lauf, haben Spaß an der Improvisation und am sich davon treiben lassen, denn sie müssen anders als beim Konzert kein Publikum anheizen oder befriedigen. Als "zufälliger" Hörer klinkt man sich einfach ein und lässt sich mittreiben. Dieses Feeling bestimmt auch den Sound der nur als Doppel-LP (Vinyl) erhältlichen KRAUTROCK-SESSIONS von Space Debris. Bewusst wurde laut Schlagzeuger Christian Jäger dieser Bandname gewählt: space debris = Weltraum-Trümmer/Meteoriten = zufällig entstandene im Raum schwebende Stücke. Space Debris ist übrigens auch ein offenes Projekt, d.h. interessierte, fähige Musiker sind immer gerne gesehen.

KRAUTROCKSESSIONS heißt das Album; dabei klingt es gar nicht mal so besonders krautrockig, was die drei bis vier Musiker an Gitarre, Bass, Hammond-Orgel und Schlagzeug bieten. Ich höre eher so einen allgemeinen 70er-Jahre-Rock, stark von Blues-Rock, aber auch Funk-Elementen durchtränkt. Am ehesten fallen mir zum Vergleich Deep Purple, aber auch die Allman Brothers mit ihrem lockeren Drive ein. Vielleicht ist es aber auch die Kombination von Hammond-Orgel und Gitarre, die diese Assoziationen weckt. Außerdem machen die Musiker auch Ausflüge Richtung Latin-Rock (Green Skies) oder Pink Floyd (We were at the Moon before you were at the Moon ;O).

Naturgemäß liegt die Stärke von Jam-Sessions bei längeren Instrumentalstücken. Und die Doppel-LP ist auch erfreulicherweise voll davon. Denn kürzere Stücke lassen den Jam-Charakter nicht so aufkommen, besonders wenn Gesang nicht als Instrument (wie bei "Lorna's Vibrator Long Version"), sondern tatsächlich als Strophengesang benutzt wird. So klingt die Scheibe etwa bei "Big Babys Birthday" mit am gewöhnlichsten, wenngleich nicht schlecht. Aber es ist da eben nichts weiter als ein schlichter Blues-Rock-Song.

Dass die Aufnahmen, die immerhin aus den Jahren 1994-2001 stammen, einen relativ homogenen Sound aufweisen, liegt sicher auch daran, dass der ganz überwiegende Teil der Stücke aus Sessions der Jahre 1998/99 stammt. Entstehungsort aller Aufnahmen ist ein ehemaliger Hühnerstall im Odenwald (Mr. Seltsams Weschnitzmühle...), der auch auf dem Cover der Do-LP in spacig verfremdeter Umgebung abgebildet ist.

Fazit: Man spürt, dass hier nichts gekünstelt ist, dass die Musiker viel Spaß am gemeinsamen, organischen Spiel hatten. Und dieser Spaß überträgt sich einfach auf den Hörer.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.3.2004
Letzte Änderung: 7.4.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Space Debris

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
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2006 Three 11.00 3
2007 Into the Sun. Live at Burg Herzberg Festival 2006 (DVD) 11.00 2
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2009 Live Ghosts 10.50 2
2011 Archive Volume 3: Deepest View 10.50 2
2011 Archive Volume 2: All Man 10.00 2
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2017 Behind the Gate 12.00 1
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