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Taylor's Universe

Taylor's Universe

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion
Label: Right Tone
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Robin Taylor guitars, basses, keys, percussion etc.
Jan Marsfeldt keys
Mads Hansen drums, percussion
Jakob Mygind saxophones
Hugh Steinmetz trumpet
Henning Plannthin guitar
Henrik Andersen guitar

Tracklist

Disc 1
1. Entering Universe 1:58
2. Emmadusa 3:12
3. Strange Meetings 6:44
4. Secret Wedding 3:49
5. Hearing Noises, Imagining Things 5:55
6. Pfiffer's Head (Pulling Iron) 1:52
7. Saturday Night 4:52
8. Trick Or Treat 6:05
9. Joie De Vivre 2:57
10. Flemming Junker / Junker's Slaughterhouse 2:53
11. Mr. Garlic 4:36
12. Jeff's Office 5:40
13. Meetings 5:22
14. Feel 1:16
Gesamtlaufzeit57:11


Rezensionen


Von: Ralf J. Günther @ (Rezension 1 von 2)


Die erste Platte aus Robin Taylor´s Universe erschien 1994. Damals handelte es sich noch nicht um ein Free Universe, sondern nur um ein "Universe", und das schlägt sich in der Musik deutlich nieder. Die kommt nämlich noch nicht allzu "free" daher. Die Band spielt hier im wesentlichen Fusion, die aber, wie ich finde, eine größere Rasanz vertragen könnte. Die Kombination von jazzigem swing und rockigem groove haut nicht richtig hin, die Rhythmus-Sektion, allen voran das Schlagzeug schleppt sich oft wenig anregend dahin. Damit werden viele gute Ansätze gestört: die Fingerfertigkeit der Instrumentalisten entfaltet nicht ihre volle Energie, die manchmal eigenartigen Akkordfortschreitungen bleiben blasser, als es sein müsste.

Zu dieser Platte fehlt der Film. Sie hört sich an wie ein Soundtrack, der ohne die zugehörigen Bilder nicht richtig funktioniert. Man kann es auch umgekehrt sehen: Filmregisseure fänden hier reiches, sogar überreiches Material, das sich zur Illustration unterschiedlichster Szenen - dramatischer und humoristischer - nutzen ließe: Nachdenklich-einsame Trompetensoli für melancholische Momente, Kirmesmusikanklänge für skurrile Storydetails, Tempoausbrüche für die Highwayfahrt, langsam-schwellende Synthesizersounds oder prägnant verharrende Bassfiguren zur Spannungssteigerung - all das wäre drin im Pott, und man brauchte nur zuzupacken, um sein Zelluloid wirkungsvoll zu vertonen. (Kein Wunder, dass Taylor kurz nach dieser Veröffentlichung wirklich für einen Film gearbeitet hat.) Aber am Audio-CD-Player rauscht die Sache eher an einem vorbei. Es fehlt der Moment, der einen in die Musik hineinziehen und den Film im Kopf entstehen lassen könnte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.3.2004
Letzte Änderung: 19.3.2004
Wertung: 8/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Robin Taylor spielt gerne auf E-Gitarren und mit Klängen. Seit den späten 70er Jahren hält er seine Soundschöpfungen auf Tonband fest (siehe "The Båndbix Tapes"). Nach zwei eher durchwachsenen Soloalben ("Essay" von 1991 - nur auf LP - und "Cloze test terror" von 1992) war Taylor's Universe ein neuer Anlauf Taylors, um dem Hörer sein musikalisches Universum näher zu bringen. Produziert und aufgenommen hat Taylor die Musik weitestgehend selbst. Eingespielt wurde das Ganze vom Trio Marsfeldt-Taylor-Hansen, unterstützt von verschiedenen Gästen, zwischen August 1993 und Mai 1994 in Kopenhagen.

Eine Art von Jazzrock ist die Basis dieser Musik, wie Ralf weiter oben schon festgestellt hat. Aber, mehr noch als auf den nächsten beiden TU-Alben ("Pork" und "Experimental Health"), ist hier noch Anderes als Fusion zu finden. Fast symphonische Tastenabschnitte, kleine Klangcollagen, Kirmesmusik, verhaltene E-Gitarren-Freak-Outs, schräge Rocker, bizarre Jazznummern, komplexere Stücke mit leichtem RIO-Anstrich, wüstes Gefrickel und ambientartige Momente gibt es hier auch zu hören. Damit ist das Album um einiges abwechslungsreicher ausgefallen als die späteren Werke von Taylor's Universe (und vermutlich ist es diese Vielfalt, die für Ralf dieses Album zu einer Fundgrube für Filmmusik werden lässt). Bei mir funktioniert der Film allerdings auch ohne Bilder recht gut. So gemächlich ist die Rhythmusfraktion meiner Ansicht nach auch nicht immer zu Gange. Man höre z.B. das wilde "Meetings" oder "Hearing Noises, Imagining Things" oder die zweite Hälfte von "Trick Or Treat". Gut, der Charakter der Musik ist eher getragen, baut auf eine melancholisch-neblige Atmosphäre, ist etwas kalt, düster, lethargisch und unnahbar, doch sorgt das durchaus für ein eigenes Flair (die Musiker kommen ja nun mal aus Skandinavien). "Groove" oder "Swing" vermisse ich da nicht unbedingt.

Ganz perfekt ist das Ganze nicht. Diverse Tastensounds klingen arg nach Plastik und einige Nummern wirken ab und an doch etwas simpel oder zu gefällig ("Emmadusa" z.B.). Alles in allem ist dies eins der besten und interessantesten Album von Taylor's Universe. Erst mit dem Soloalbum "Edge Of Darkness" und den TFU-Scheiben hat Taylor Besseres nachgelegt!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.8.2006
Letzte Änderung: 20.9.2007
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Taylor's Universe

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 Pork 10.00 1
1998 Experimental Health (with Karsten Vogel) 9.00 1
2004 Once again 8.00 1
2005 Oyster's apprentice 10.00 1
2006 Certain Undiscoveries 10.00 1
2007 Terra Nova 8.50 2
2008 Soundwall 9.50 2
2009 Artificial Joy 11.00 1
2009 Return to Whatever 10.00 1
2012 Kind Of Red 11.00 1
2013 Worn Out 10.50 2
2013 Evidence 11.00 2
2015 From Scratch 11.00 1
2015 Across the Universe 10.00 1
2017 Almost Perfected 11.50 2

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