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Circles End

In Dialogue With The Moon

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2001
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; RetroProg
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Karl Riis Jacobsen Vocals
Omar Emanuel Johnsen Guitar, bottleneck, ebow, vocals
Trond Lunden Electric and spanish guitars, ebow, vocals
Gøran Kristiansen Bass
Jarle Pettersen Drums, percussion

Gastmusiker

Kristian Landmark Synth
Lars Chr. Folkvord Violin

Tracklist

Disc 1
1. The Fine Line 5.24
2. Startled Eye 5.58
3. Long Gone 8.07
4. Sleepless pt.1 'Driving beneath the moon...' 3.33
5. Sleepless pt.2 '...into the sun' 4.05
6. Soliloquy 5.59
7. This Day 5.15
8. El Mar / La Mar 4.59
9. The Dead is Me 2.45
Gesamtlaufzeit46:05


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 1 von 2)


Circles End sind eine junge Band aus dem schönen Kristiansand an der südlichsten Spitze Norwegens. Ihr Debut veröffentlichten sie 2001 in Eigenregie, was eine Schande ist. Also nicht das Debut, sondern daß sich keine Plattenfirma dieser tollen Nachwuchsband angenommen hat.

Als grober Vergleich kann man das neueste Anekdoten-Werk "Gravity" heranziehen. Zum einen, was den Sound betrifft, irgendwo zwischen klassischem Prog und Alternative Rock, zum anderen herrscht auch hier eine melancholische Stimmung vor, die aber nie ins Depressive abrutscht. Im Gegenteil: wenn wenn man die beiden Gitarristen so vor sich hinfrickeln hört, kann einem vor Freude das Herz aufgehen. Denn hier liegt die große Stärke von Circles End: ihre originellen Gitarrensoli, die zum Teil schon etwas fusionhaftes bis psychedelisches an sich haben und dauernd Haken in völlig unerwartete Richtungen schlagen. Und um damit nicht zu langweilen, holt man sich sogar noch ab und an Gäste an Synths und Geige mit ins Boot.

Ein tolles Debut dieser jungen, norwegischen Formation, das gekonnt klassischen Gitarren-Prog und Alternative Rock mischt. Übrigens eine der wenigen Scheiben, die sogar bei den Nicht-Proggern in meinem Bekanntenkreis Anerkennung fand!

Anspieltipp(s): Long gone, Startled eye
Vergleichbar mit: Anekdotens "Gravity"
Veröffentlicht am: 2.4.2004
Letzte Änderung: 2.4.2004
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Hoppla, da legt aber eine Band gleich richtig vielversprechend los! Heftig, düster, kraftvoll - typisch skandinavisch eben. Doch diese mal kommt die Mucke nicht aus Schweden, ausnahmsweise ist mal der westliche Nachbar, sprich Norwegen, an der Reihe. Aus der Stadt mit meinem Vornamen und dem Produkt, dass das Meer aus jahrelanger Arbeit an Muscheln und Steinen entstehen lässt (Rätsels Lösung, es geht hier um Kristiansand) kommt eine hoffnungsvolle, junge Band, die ihren Stil ganz schlicht und ohne Umschweife als Progressive Rock tituliert.

Gut, ganz so einfach ist es dann doch nicht, denn Circles End schaffen es komplexes, stimmungsvolles aus den 70er mit zeitgemäßen Alternative Rock zu vereinen, verfeinert durch eine kleine Spur Jazz Rock. Die Grundstimmung ist traurig, melancholisch, aber nicht depressiv, die Themen werden vor allem von den beiden Gitarristen in verschiedenster Spielweise vorangetrieben. Ob Bottleneck, Ebow, Spanische Gitarre oder als Gast auch eine Violinist, es sind die Saiten, die der Musik sowohl Druck, als auch Ruhe verleihen. Dazu der zwar etwas zurückhaltende, nicht überragende, aber dennoch ins Gesamtkonzept passende Gesang von Karl Riis Jacobsen ergänzt um sparsam, aber effektiv akzentuierten Rhythmus.

Immer in jenen Momenten, wo die Band in scheinbar ruhigen Gewässer angekommen ist, sich dem Rock zuwendet, nimmt sie noch schnell eine Stromschnelle, einen Umweg in Kauf, um dennoch wohlbehalten am Ziel anzukommen. Der Reiz von "In dialogue with the moon" steckt in den Widersprüchen, den Emotionen, der stillen Traurigkeit.

Zwar erreichen die Norweger nicht die Klasse der vom Konzept her ähnlich agierender Bands wie z.B. Anekdoten oder White Willow, ein gutes Album ist ihnen aber mit ihrem zweiten offiziellen Release zweifellos gelungen, auch wenn ihnen im Verlauf des Longplayers leicht die Luft ausgeht. Alles in allem aber ein prima Album für die skandinavischen Momente des Lebens.

Anspieltipp(s): The fine line, Long gone
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.6.2004
Letzte Änderung: 18.6.2004
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circles End

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Hang On To That Kite 11.50 2

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