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Zinkl

Plexus Andromeda

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1997
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: BSC Music/Prudence
Durchschnittswertung: 8.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Anton Zinkl keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Watcher From The Skies 4:48
2. The Terrestrian 0:44
3. Mission : Possible 7:23
4. Lost In Hyperspace 2:51
5. Nutbottlerobot 3:41
6. Digestor Of The Universe 5:13
7. Transformation 6:14
8. Miles Is Back! 1:42
9. Plexus Andromeda 6:20
10. The Leap In The Dark 10:45
11. Revelation Day 0:36
12. Miles Attacks! 5:33
Gesamtlaufzeit55:50


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


"Plexus Andromeda", das dritte Album von Anton Zinkl, ist als Konzeptalbum gedacht, als eine Science Fiction-Geschichte zu einem Film, der nie gedreht wurde. Bei derart erstaunlicher Klangreise durch selten oder gar nicht betretene Welten wären Bilder auch gar nicht nötig gewesen.

Die meistens rastlos und unruhig wirkenden, für diverse Sounds ausgeschriebenen Keyboardthemen werden von klassisch-modernen, symphonisch angehauchten Momenten durchbrochen. E-Piano, Vibraphon, gesampelte Bassgitarre, Piano und sehr lebendig wirkende Trommeleinsätze, das wären nur einige Beispiele aus der breiten, aber nie überladenen Klangpalette. Einige launische Melodieandeutungen tauchen auf, einige lautmalerische Effekte werden eingesetzt, um in Zinkls durchkomponierten Stücken, die viel mehr mit Cluster als mit Tangerine Dream oder Klaus Schulze gemein haben, für zusätzliche Abwechslung zu sorgen. Die genreüblichen Sequencermotive tauchen nur sehr selten auf. Die kreativen, sparsam und bruchstückhaft eingesetzten, für elektronische Musik sehr unüblichen Rhythmen untermalen Zinkls aussergewöhnliche, meistens als avantgardistisch einzustufende Werke.

"Plexus Andromeda" ist wie eine hastige, ohne Höhepunkte und Ruhepausen, ohne übliches, eindeutiges Ende auskommende Erzählung, alles Eigenschaften, die nicht jedermanns Sache sind.

Etwas dunkel und kaum vorhersehbar kommt diese Musik rüber, eine Musik, die New Age-Freunde und Romantiker abschreckend, und experimentfreudige Hörer faszinierend finden werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.4.2004
Letzte Änderung: 9.4.2004
Wertung: 12/15

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 2 von 3)


Es muss ja nicht immer Gefrickel sein: Elektronische Musik kann, entgegen der landläufigen Meinung, sehr wohl spannend sein; elektronische Musik kann ganz gewiss auch langweilig, öde, monoton sein; sie kann aber auch, wie im vorliegendem Fall, den leidgeprüften Rezensenten ratlos machen.

Keyboard-Wizard Zinkl, im bürgerlichen Leben Anton Zinkl-Singer, ist ein Tausendsassa. Er spielte dieses Album im Alleingang ein, er produzierte es, nahm es selbst auf; die Story und Cover-Konzept stammten ebenfalls von ihm. Und gerade Letzteres ist ihm durchaus gelungen, ohne Zweifel: Das Booklet zu "Plexus Andromeda" ist wirklich ein echtes Kleinod; die Story jedoch ...ähm... also die Story ist zumindest für Progger-Kreise nicht wirklich originell: "Plexus Andromeda" erzählt die Geschichte vom Erdling David C. Miles, der von Außerirdischen entführt wird. Ja, aber Hallo! So eine Idee haben wir ja noch nie in Proggerkreisen vernommen!

Nein, es liegt nicht am breitgetretenem Sci-Fi-Klischee, dass euer ergebener Rezensent sich so gar nicht für diese Scheibe erwärmen kann. Was mir fehlt? Nun, die Antwort ist ebenso subjektiv (man beachte die entgegengesetzte Einschätzung meines Vorredners), wie eindeutig: Der Musik Zinkls fehlt es aus meinem Blickwinkel an Seele, an Esprit, an Wärme und an Individualität. Vielleicht ist dies so, weil es ihm nicht gelingt das naturgemäße Sterile in der elektronischen Musik zu überwinden. Für mich klingt das alles wie Midi-Geblubber der gewöhnlichen Sorte, zugegebenermaßen professionell produziert und hübsch aufgemacht, doch dann auch wieder so nichtssagend, so sinnentleert, dass man verzweifeln möchte. Vielleicht wäre ein Musiker wie Zinkl in einer Band mit anderen Musikern besser aufgehoben, in der er seine Kreativität auch mit der Klangsprache anderer ausdrücken könnte (aber ich sollte nicht so borniert sein, Musikern ihren Weg vorzuschreiben).

Kurzum: "Plexus Andromeda" ist für mich Musik ohne Wert, Musik, die ich nicht wahrnehmen kann, Musik, die mich nicht berührt, Musik, die nicht einmal Energie genug besitzt um mich zu nerven (obwohl...) und somit wohl eher etwas für eingefleischte Elektronik-Freaks, als eine Entdeckungsreise für Grenzgänger wie mich.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.6.2004
Letzte Änderung: 5.6.2004
Wertung: 4/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 3)


Dass ich mittlerweile zum Zinkl Fan mutiert bin, dürfte man unschwer an den vielen Reviews sehen. Was Zinkl auf Plexus Andromeda jedoch fabriziert hat, da mußte selbst ich erstmal kräftig schlucken. So komplex wie dieses ist kein anderes Zinkl Album.

Plexus Andromeda ist ein Konzeptalbum. Es handelt sich dabei um eine Science-Fiction Story. Und was würde zu Science-Fiction wohl besser passen als abgefahrene Computersounds? Eben! Gibt man dem Album Zeit sich zu entwickeln, so kommt man irgendwan hinter die komPLEXen Arrangements. Erschwert wird der Zugang durch die geradezu schwermütige Stimmung, die das Album verbreitet. Wie gesagt, man muß dem Teil einfach Zeit geben. Und am Besten sollte man es sehr laut hören. Erst dann entpuppen sich die vielfältigen Spielereien.

Ist man aber erstmal drin, so erfährt man bald eine Art Trance. Schaut man plötzlich aus dem Fenster sieht man förmlich die Mondlandschaften vor dem Auge. Plötzlich landet eine Mondfähre. Satelliten kreisen um den Planeten. Und das alles bewegt sich in einer atemberaubenden Stille. Atemberaubend, ja, das ist überhaupt eine Vokabel, die Plexus Andromeda verdient.

Denn auch die Story kann glänzen. 'Miles' wird von Außerirdischen entführt und in eine 200 jährigen Tiefschlaf versetzt. Dabei wird er "umgepolt" - selbst zu einem Sternenmenschen gemacht. Er erwacht und führt sein Leben im Sternbild von Andromeda. Als die Menschheit dort eindringen will, wird Miles in zahlreiche Einheiten "gespalten" und als Waffe auf die Erde zurückgeschickt...

Wer sich das Album kauft, sollte alle Extreme einkalkulieren. Hier erwartet einen nichts herkömmliches. Abgedreht und voll abgefahren erstellt Zinkl hier Klangdimensionen der besonderen Art. Tragische, schleppende und überhaupt nicht eingängige Rhythmen, verbunden mit abgespaceten Klangelementen, Samples usw. verleihen diesem Album eine besondere Stimmung. Wer dieses Album ausgiebig hört wird in neue Klangdimensionen vordringen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.7.2004
Letzte Änderung: 1.7.2004
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Zinkl

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 No snaildance, please 10.50 2
1995 Lovely Night Creatures 10.00 2
1999 Circus Maximus 8.67 3
2002 Dance music for insects 11.00 3
2004 The Temptations of St.Anthony 11.00 1
2014 Cockaigne 10.00 1

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