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Tiles

Presents Of Mind

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999 ("Special Edition" Wiederveröffentlichung 2004)
Besonderheiten/Stil: HardRock; Melodic Rock / AOR; Progmetal
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Chris Herin guitar, mandolin, banjo, keyboards
Paul Rarick lead vocals
Jeff Whittle bass
Pat DeLeon drums, percussion, backing vocals

Gastmusiker

Kevin Chown bass (on 10 & 12)
Matthew Parmenter violin (on 10)
Sonya Mastick additional percussion
Mark Evans additional drums

Tracklist

Disc 1
1. Static 5:43
2. Modification 3:42
3. Crossing Swords 1:06
4. No Failure 5:41
5. The Learning Curve 4:40
6. Ballad Of The Sacred Cows 6:55
7. The Sandtrap Jig 0:48
8. Taking Control 5:12
9. Safe Procedures 7:04
10. Reasonable Doubt 11:22
11. In The Corner   (Bonus-Track) 2:31
12. Ambition   (Bonus-Track) 3:40
Gesamtlaufzeit58:24


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


2004 ist anscheinend das Jahr der Wiederveröffentlichungen: Neben den neuaufgelegten Spock's Beard-Alben gibt es auch die komplette Diskografie der Detroiter Prog-Rocker Tiles neu bei InsideOut. Dabei kommen alle "Special Editions" labeltypisch im Pappschuber ums Jewel Case und mit einigen Bonustracks. Tiles waren mir bis dato unbekannt, auch wenn "Presents Of Mind" bereits das dritte Album der Band ist. Aber einige hoffnungsvolle Reviews im Internet (und unter anderem Lob aus dem Munde von Ian Anderson und Mike Portnoy) sowie das abgefahrene Cover mit dem Gehirn verpackt mit Geschenkschleifchen, liesen mich 'blind' zugreifen.

Tiles haben ihren Mastermind in Gitarrist & Multiinstrumentalist Chris Herin, der nicht nur die meisten Songs schreibt, sondern auch noch die Lyrics verfasst. Tiles spielen dabei einen sehr melodischen Hard Rock mit starkem progressiven Einschlag. Die 'Grenze' zum Prog-Metal wird immer wieder gestreift, aber nur manchmal und nicht dauerhaft überschritten. Damit ist für dieses Mal nicht Dream Theater die Referenz (lediglich der Beginn von "Safe Procedures" und "Taking Control" haben leichte Anklänge an die New Yorker Progmetaller), sondern Tiles beziehen ihre Inspiration ganz klar aus der "mittleren" Phase von Rush (etwa von "Moving Pictures" bis "Presto"). Dazu trägt sicherlich auch die Beteiligung von Terry Brown (Engineering, Mixing) und Hugh Syme (Artwork) einiges bei.

"Static", "Modification" und "No Failure" (welches in der ursprünglichen Veröffentlichung noch "Facing Failure" hiess) sind allesamt flotte Rocker, die sich im Grenzbereich zwischen Melodic Rock, Hard Rock und Prog-Rock bewegen. Auf das erste Hören sind alle Titel leicht zugänglich und offenbaren ihre versteckten Qualitäten erst nach öfterem Hören. Alle Titel haben zudem Ohrwurm-Qualitäten und insbesondere der Opener "Static" gräbt sich mit seinem Zucker-Refrain in die Gehörgänge. Zum melodischen Gesamteindruck trägt sicherlich auch der sehr gute Sänger Paul Rarick bei, der eine Rockröhre in bester amerikanischer Tradition ist. Das kurze, aber gelungene Instrumental "Crossing Swords" (im wesentlichen eine Fingerübung von Chris Herin) fällt hier noch nicht weiter auf, ist aber schon ein Fingerzeig für kommende Ereignisse.

Mit "The Learning Curve" ist noch eine sehr schöne Halb-Ballade am Start, bevor die Band mit dem vertrackten Instrumental "Ballad Of The Sacred Crows" dann alle Register zieht. Hier wird sozusagen in bester Weise, aber immer moderat und nachvollziehbar, gefrickelt, so dass man sich zu Zeiten von "La Villa Strangiato" zurückversetzt fühlt. Wieder zeigt insbesondere Chris Herin, dass er nicht nur die elektrische Gitarre beherrscht, sondern auch akustische Instrumente wie Mandoline und Banjo. Nach atemberaubenden knapp 7 Minuten setzt Chris Herin dann mit dem kurzen Einsprengsel "The Sandtrap Jig" noch einen Kontrapunkt auf der akustischen Gitarre in bester Steve Howe-Marnier. Die Rhythmusarbeit bleibt erstaunlich zurückhaltend, ist jedoch präzise und voller kleiner Gimmicks. Ob nun mehrheitlich Pat DeLeon (der anscheinend mit diesem Album neu in die Band eingestiegen ist) oder der frühere Drummer Mark Evans das Schlagzeug bedient, bleibt unklar, einige Andeutungen im Booklet schaffen auch keine Erkenntnisse. Die Keyboards spielen keine grosse Rolle und werden eher für ergänzende "Füllungen" eingesetzt.

Mit "Taking Control" beginnt dann der Prog-Metal-Abschnitt des Albums. Hier bewegen sich Tiles vielleicht tatsächlich ein Stückchen in Richtung Dream Theater, bleiben aber im wesentlichen ihrem Stil treu. Aber hier und auch in "Safe Procedures" gibt es die härtesten Gitarren des Albums, aber auch sehr schöne Einlagen mit der Mandoline als Kontrapunkte. Die Drums grooven mit voller Power und treiben die Songs voran. Dazu kommt noch das straighte, aber groovige Bassspiel von Jeff Whittle.

Zum Abschluss der regulären CD gibt es dann mit "Reasonable Doubt" noch einen Longtrack, der alle Passagen des Albums sozusagen in einer Art Zusammenfassung wiederspiegelt und nochmals alle Stufen durchläuft. Sehr schön hier insbesondere die Violin-Einlagen des Gastes Matthew Parmenter (von Discipline), die fast für ein bisschen Van der Graaf Generator-Feeling sorgen.

Als Bonustracks gibt es dann noch ein sehr gelungenes akustisches Instrumental von Chris Herin sowie den Track "Ambition", der noch aus den Aufnahmesessions des Debutalbums stammt und gegen die anderen Songs ein bisschen abfällt.

Ein sehr gelungenes Album in der Schnittmenge zwischen melodischem Rock, Hard Rock und Progmetal. Macht Lust auf die beiden ältern Scheiben von Tiles und ein neues Werk (erwartet für Mai 2004) steht auch schon in den Startlöchern.

Anspieltipp(s): Static, Ballad Of The Sacred Cows
Vergleichbar mit: Rush, Balance Of Power, Fates Warning
Veröffentlicht am: 12.4.2004
Letzte Änderung: 14.4.2004
Wertung: 11/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Mit ihrem dritten Longplayer ist Tiles ein weiterer Schritt Richtung Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit gelungen. Zwar klingt hier und da immer noch die unüberhörbare Verwandtschaft zu Rush (Arrangements, Sound) durch, auch fehlt es nicht an progressiver Härte - von den unzähligen ProgMetal-Combos, die zum großen Teil eine langweiliger als die andere klingen, heben sich die Amerikaner jedoch sehr wohltuend ab. Das liegt zum einen daran, dass "Presents of mind" zwar wesentlich kantiger und härter als die Vorgänger wirkt, jedoch geht beim Quartett aus Michigan nie das Gefühl für gute Hooklines verloren.

Akustische, ruhigere Parts wechseln sich mit kernigem Rock ab, ohne dabei nur platt und nach "tausendmal gehört" zu klingen. Bei dieser Art progressiven Hard Rocks steht nicht instrumentales Geprotze im Vordergrund (Ausnahme: das wirklich gute und druckvolle Instrumental "Ballad of the sacred cows"), es sind vielmehr die klaren, dennoch immer wieder verspielten Ideen, die diese CD hörenswert machen - und dies nicht nur beim ersten Mal. Als Gast fiedelt übrigens Disciplines Matthew Parmenter beim epischen elfminütigen Longtrack "Reasonable doubt" mit.

Sicherlich haben Tiles die Rockmusik nicht neu erfunden und sind mit ihren Einfällen keineswegs so herausragend, dass es einem ständig die Kinnlade herunterschlägt. Wer jedoch auf intelligente, härtere Rockmusik mit anspruchsvollen und interessanten Arrangements steht, für den sind Tiles mehr als eine lohnenswerte Alternative.

Anspieltipp(s): Modification, Ballad of the sacred cows
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.11.2004
Letzte Änderung: 13.11.2004
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Tiles

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Tiles 9.00 1
1997 Fence The Clear 7.00 1
2004 Window Dressing 9.00 2
2008 Fly Paper 9.00 1
2012 Off The Floor 8.00 2
2014 Off the Floor 02 10.00 1
2016 Pretending 2 run 11.50 4

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