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Psychotic Waltz

Bleeding

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Bullet Proof
Durchschnittswertung: 11/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Phil ? Bass
Dan Rock Gitarre
Norman Leggio Schlagzeug
Brian McAlpin Gitarre
Buddy Lackey Gesang, Flöte

Tracklist

Disc 1
1. Faded 3:46
2. Locust 3:30
3. Morbid 3:40
4. Bleeding 3:56
5. Need 4:49
6. Drift 3:35
7. Northern lights 3:19
8. Sleep 3:25
9. My grave 3:28
10. Skeleton 3:25
11. Freedom? 4:47
Gesamtlaufzeit41:40


Rezensionen


Von: Georg Heep (Rezension 1 von 3)


1996 tauchten Psychotic Waltz noch einmal auf, nur um das Beste aus den drei bisher abgelieferten Platten zu nehmen und in Form von "Bleeding" zu vereinen. Wie auf dem Erstling sind die Songs recht metallisch geworden, wenn auch nicht so technisch (Fates Warning -mäßig) wie damals. Deathmetal-Produzent Scott Burns hat hier in meinen Augen einen besseren Job gemacht als auf dem Vorgänger. Vom 1992er Meisterwerk "Into the everflow" wurde die Tiefe und Intensität übernommen und in die von "Mosquito " bekannten kurzen und überschaubaren Songstrukturen gegossen. Herausgekommen sind 11 Gänsehautmacher, die alle sowohl einzeln als auch zusammen als Platte funktionieren und die für Psychotic Waltz typische hypnotische Ausstrahlung haben.

Ausfälle sind keine zu verzeichnen, besonders sei aber auf "Nothern lights" hingewiesen, das wohl die guten Erinnerungen der Musiker an Aufenthalte in Amsterdam beschreibt. Der Refrain ist fast schon flehend traurig ("wir wollen wieder hin ..."), die Strophen dagegen bestehen aus aggressivem Gesang und passendem Riffing ("... obwohl es da so schrecklich ist").

"My grave" ist ebenfalls wunderschön, allerdings viel ruhiger ausgefallen. Buddy Lackeys Querflöte läßt hier mehr als sonst bei ihren Auftritten an Jethro Tull denken. Text und Hintergrundbild aus dem Booklet befassen sich mit der eigenen Beerdigung ... hier muß Buddy wirklich sehr depressiv gewesen sein.

Besonders gelungen sind Cover und Booklet, beide von Travis Smith gestaltet. Zu jedem Lied wird ein Bild geboten, das so von Einzelheiten und übereinandergelegten Ebenen angefüllt ist, daß man immer wieder etwas neues entdeckt. Ähnliches verwirrte uns 2000 wieder im Booklet des "Pain of Salvation" Albums "The perfect element - part 1".

Ingesamt ist die letzte CD von Psychotic Waltz eines der dichtesten Alben, die ich kenne. Das ist vielleicht auch das einzige, was man "Bleeding" vorwerfen kann: Einige der vielen Ideen des Albums kämen vielleicht noch besser zur Geltung, wenn sich die Musiker in den Liedern etwas mehr Zeit genommen hätten. Außerdem wäre dann das gesamte Album auch etwas länger geworden. Aus diesem Grund kann sich auch keines der auf "Bleeding" vertretenen Stücke mit dem über 8 Minuten langen Titelsong von "Into the everflow" messen.

Anspieltipp(s): Northern Lights, Skeleton
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.4.2002
Letzte Änderung: 26.4.2002
Wertung: 11/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 3)


Nach dem etwas schwächeren Mosquito Album sind Psychotic Waltz nun definitiv wieder da! Bleeding ist hart, abgefahren, prägnant und weniger verspielt als die Vorgänger, aber die Klasse ist unheimlich hoch. Zudem hat man einen Monstersound aufgefahren und ein vollkommen geniales Arwork, das wirklich keine Wünsche mehr offen läßt.

Los gehts mit "Faded". Wie der Bass abfetzt, genial. Hart und vollkommen abgedreht. Die Gitarren setzen ein und peitschen den Song nach vorne, bevor er durch Buddy's Gesang wieder in ruhigere Bahnen gelenkt wird - geil. "Locust" das totale Gegenteil. Langsam und zäh kriecht der Song aus den Boxen. Uah. Und dazu wieder diese Stimme. Gänsehaut. Und dieser Refrain: Shadow Of The World .... A field of locust swarming down unterlegt mit tollen Keyboardsamples. Man erwartet jeden Moment den Schwarm Heuschrecken aus den Boxen. Absolut top. "Morbid" kommt dann total krank daher. Diese Pianountermalung und die Keyboardteppiche zu den harten Gitarren. Boah ey. Straight gehts weiter mit harten Gitarren und tollen Gesangsharmonien. Saugeil. "Bleeding" kommt dann wieder total zäh daher. Erinnert ein wenig an "A Psychotic Waltz" vom Erstling. Spacig dann der Anfang von "Need". Und diese Gitarrenriffs fräsen sich bestimmt irgendwann mal durchs Gehör. "Drift" beginnt dann sehr verhalten balladesk. Akkustikklampfe und toller Gesang - dann der Refrain - voller messerscharfer Gitarrenriffs. Ein Wechselspiel zwischen Gut und Böse. Erst bei "Northern Lights" setzt meine Begeisterung etwas aus. Nichts Besonderes für Psychotic Waltz. Eher ein stinknormaler Metal Song. "Sleep" läßt einen nicht zu Schlaf kommen. Sowas lautes hätte ich hinter einem solchen Titel nicht vermutet. "My Grave" ist dann die traurigste Ballade die ich kenne. Hier kommt erstmals Buddy's Flöte zur Geltung. gepaart mit Akkusstikgitarren kommt der Song wunderschön melancholisch daher. E-Gitarren setzen lediglich leichte Hintergrundfüllungen. Toll. Typisch Psychotic Waltz dann bei "Skeleton". Psychedelisch gehts los. Sperrig, schwergängig und ehrlich gesagt auf Dauer nicht ganz so gut. Dafür setzt "Freedom?" dann nochmal Akzente. Herrlich wie diese abgedrehten Gitarrentöne das Gesamtbild verzerren. Dazu wieder und wieder dieser Gesang. Wer Buddy's Stimme liebt wird mir sicher zustimmen, daß er einer der genialsten und charismatischsten Sänger der Szene ist und wer ihn schonmal kennenlernen durfte wird mir zustimmen, daß er zudem auch noch ein prima Typ ist.

Alles in allem bin ich von dem Album ziemlich begeistert. Einsteiger sollten zuerst mit Bleeding anfangen und sich erst dann das wesentlich verspielte und schwergängigere "A Social Grace"-Album zulegen. Für mich steht fest, daß dieses Album 90 Punkte wert ist und somit den Vorgänger um Längen schlägt!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.4.2002
Letzte Änderung: 16.2.2004
Wertung: 11/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 3)


Anmerkung:
Metal Blade hat die Studioalben der Band im Frühjahr 2004 wiederveröffentlicht. "Bleeding" erscheint dabei in einem Doppelpack gemeinsam mit "Into The Everflow". Das Paket wurde grafisch aufgearbeitet, remastered und mit einer Bonus Disc ergänzt. "Bleeding" selbst kommt dabei wie die Original CD daher. Den Kauf rechtfertigt aber das Bonus-Material auf der dritten CD, die neben der Demo Aufnahme des Into The Everflow Albums auch das Demo des Psychotic Waltz Vorläufers ASLAN beinhaltet.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2004
Letzte Änderung: 4.8.2004
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Psychotic Waltz

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 A social grace 13.50 2
1992 Into the everflow 14.50 3
1994 Mosquito 7.50 2
1998 Live & Archives - 1
1999 Dark Millenium - 1

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