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Trigon

Progparade 4 - Live

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004 (Mitschnitt des Progparade 4 Auftritts vom 31.10.2003)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; live; Psychedelic
Label: Selbstvertrieb
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Rainer Lange Gitarre
Stefan Lange Bass
Tihomir Lozanovski Drums (außer 1-3)

Gastmusiker

Daniel Beckmann Drums (2, 3)
Udo Gerhards Keyboards (4 - 11)
Gerd Weyhing Gitarre (11)

Tracklist

Disc 1
1. Sals Ansage 0:36
2. HeiZEN 4:14
3. Archaische Extasetechniken 6:02
4. Dekadenz und Korruption 6:37
5. TanZEN 5:01
6. Blue Time 5:08
7. You do fräsend 5:15
8. Peitscht das Kamel 7:40
9. Verbiegt die Kontrollen zum Herz der Sonne 6:57
10. Kleines brachiales Machwerk 5:18
11. Wunder werden billigend in Kauf genommen 5:56
Gesamtlaufzeit58:44


Rezensionen


Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 1 von 2)


Die HeavyZenJazzer (so die Eigenbeschreibung... was auch immer das heißen mag...) von Trigon traten zur ProgParade 4 als Lokalmatadoren, Organisatoren und, last but not least, als Opener an und wer die Karlsruher Truppe um den stets unter Strom stehenden Gitarristen Rainer Lange kennt, der weiß, mit wie viel Energie sie dieses bestritten (nun, dieses und noch ca. fünftausendachthundertzweiundvierzig weitere Sachen gleichzeitig).

Das Album selbst bietet einen repräsentativen Querschnitt aus dem aktuellen Repertoire, der Stand der Dinge Oktober 2003, sozusagen. Wer Trigon kennt, der ahnt, was ihn auch hier erwartet: Gitarren-Gejamme ohne Ende von Rainer Lange - dazu jetzt endlich mit Tihomir Lozanovski einen Drummer, der der Band neue Impulse jenseits des 4/4-Taktes geben kann. Davon profitiert nun auch Stefan Lange am Bass (wenn man es doch nur besser hören könnte, doch mehr dazu weiter unten). Zu den großen Pluspunkten des Progparade-Auftritts von Trigon gehörte mit Sicherheit die Einbindung des Keyboarders Udo Gerhards (Nekropolis 23, Ex-Scythe), weil er Trigons Musik durch seine Keyboards wirklich bereichert (um eine düstere, progressive Komponente, nachzuhören etwa bei "Dekadenz und Korruption") und damit den Sound insgesamt variabler macht. Das verändert ihren Sound nicht wirklich revolutionär (niemand erwarte jetzt hier eine radiotaugliche Melodic-Rock-Scheibe), aber, wie gesagt, es ergänzt und erweitert den Sound der Karlsruher.

Ein paar warme Worte zum Sound der CD: Ich kenne das Ausgangsmaterial und es klang wirklich erbärmlich flach: Gar keine Bässe, eigentlich nichts anderes als Höhen, dazu kalt und steril klingend und klirrend, zweidimensional, ein typisches Soundboard. Rainer Lange hat mit viel Geduld (und noch mehr Technik) aus den Aufnahmen das Maximale rausgeholt, so dass die Scheibe ordentlich klingt. Freilich kann man Stefan Langes Bass immer noch nur erahnen, doch insgesamt ist das Album für Trigonsche Verhältnisse OK (etwa im Vergleich zur wirklich schlechter klingenden "2. Artrock-Festival - Live 2003"). Beachtet man dann noch die Historizität der Aufnahme (immerhin spielen sie auf dem [progrock-dt] und damit Babyblauen-Seiten-nahen Festival ProgParade), dann kann man das Album den Fans draußen im Land ruhigen Gewissens ans Herz legen.

Anspieltipp(s): HeiZEN, Dekadenz und Korruption, Peitscht das Kamel, Kleines brachiales Machwerk
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.6.2004
Letzte Änderung: 9.6.2004
Wertung: 9/15
10 Punkte minus 1 Punkt für den nur zu erahnenden Bass

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Wenn der Rezensent zum "Fanboy" mutiert ist, soll er dann wirklich noch eine Rezension schreiben? Hilft das noch jemandem oder wird das blose sinnentleerte Lobhudelei? Diese mahnenden Gedanken vor Augen, will ich mich trotzdem zu der hier vorliegenden Live-Scheibe der leicht ausgeflippten ;-)) Karlsruher Trigon äussern.

In diesem Fall kommt sogar noch erschwerend hinzu, dass es nicht nur um den Live-Auftritt einer liebgewonnenen Band geht, sondern auch um ein Festival einer Gruppe von Menschen - der [progrock-dt]-Internet-Community -, die mir in den letzten Jahren auch ganz schön ans Herz gewachsen ist.

Zum Sound des Albums hat der werte Rezensentenkollege und "Grosswesir" der [progrock-dt] Sal schon einiges wahres geschrieben... der arme Stefan Lange muss seine zuweilen geniale Bassarbeit leider fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit verrichten. Das ist natürlich schon ein Verlust. Umso besser zu hören ist dafür die Tastenarbeit von Udo Gerhards (Erfinder, ehemaliger Webmaster und guter Geist dieser Seiten). Dies ist für mich umso verblüffender, weil dieses live vor Ort nun ganz und gar nicht so war, oder ich habe damals 'was auf den Ohren gehabt. Aber es ist gut so, denn die Ergänzung um die Keyboards tut dem Gesamtsound von Trigon sehr gut und die Akzente, die Udo Gerhards zu setzen vermag, tragen zu einer Weiterentwicklung der einzelnen Titel bei. Besonders gut gefällt mir das mit den bluesigen, orgelhaften Klängen bei "You Do Fräsend" oder auch bei den abgedrehten Space-Sounds in "Verbiegt die Kontrollen zum Herz der Sonne".

Leider gelingt die Integration des zweiten Gastes des Abends, Gerd Weyhing, im letzten Titel nicht so gut. Irgendwie scheinen mir die soundscape-artigen Beiträge des Gitarristen nicht so richtig mit dem doch eher mal brachialen Sound der Trigonauten zu harmonieren.

Der Neue an den Drums - Tihomir Lozanovski - spielt in der Tat etwas feingliedriger, percussiver als sein Vorgänger (der auf diesem Album bei den ersten beiden Titeln seine Abschiedsvorstellung gibt). Dies fand ich zunächst eher störend (ich bin durchaus ein Fan von Daniel Beckmanns' treibenden, groovenden straight-forward Drumming (besonders gelungen in "Archaische Extasetechnik", denn die Musik von Trigon lebt von den Ausflügen der Gitarre, die sich auf ein solides Rhythmus-Fundament stützt. Aber mit der Zeit gewinnt das Spiel von Trigon durch den neuen Drumstil insgesamt deutlich noch an interessanten Aspekten, wird aber auch noch ein bisschen frickeliger und ein Stück schwieriger zugänglich.

Ansonsten bleiben Trigon sich auch auf ihrem 24. Album (!!) treu: Rainer Lange liefert mit seiner Gitarre ausladende Soli, die derart melodisch-interessant-singend daherkommen, dass man zu keiner Zeit einen Sänger vermisst. Darunter liefern Bass und Drums ein solides Fundament auf der die Gitarre sich austoben kann. Von Langeweile keine Spur...

Da sich auf diesem Album einige der Band-Highlights ("Dekadenz und Korruption", "Blue Time", "You Do Fräsend", "Verbiegt die Kontrollen zum Herz der Sonne".... fast ein bisschen 'Best of') in akzeptabler Soundqualität wiederfinden kann man dieses Album durchaus dem Trigon-Novizen zum Einstieg empfehlen.... für alle, die an diesem Abend dabei waren, gilt ohnehin: KauFEN!

Noch ein Wort zum Artwork: Trigon-CDs zeichnen sich, neben den wüsten Songtiteln, meist auch durch gelungene Covers aus. Dies dürfte eines der Schönsten sein...

Anspieltipp(s): Natürlich Alles! Oder aber: "You Do Fräsend", "Verbiegt die Kontrollen zum Herz der Sonne"
Vergleichbar mit: Trigon entziehen sich Vergleichen irgendwie, aber um zumindest einen Anhaltspunkt zu geben: Bozzio Levin Stevens, Jimi Hendrix Experience, Cream (minus Gesang)
Veröffentlicht am: 7.7.2004
Letzte Änderung: 21.4.2013
Wertung: 10/15
okay, vielleicht ein Euphorie-Punkt dabei, aber lasst Euch einfach mitreissen!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Trigon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 Beschränkte Haftung 10.00 1
2002 HeiZEN 8.50 2
2002 Burg Herzberg Festival 2002 9.00 1
2003 Das UMO-Mandat 11.00 1
2003 2. Artrock-Festival - Live 2003 10.00 1
2004 Live im Schlachthof Lahr, 16.10.2004 10.00 1
2004 Herzberg 2004 12.00 3
2004 Continuum 11.00 1
2005 Emergent 11.67 3
2007 Live 2007 (DVD) 12.50 2
2011 2011 12.00 1

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