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24777 Rezensionen zu 16964 Alben von 6608 Bands.
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Psychotic Waltz

Mosquito

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Bullet Proof Records
Durchschnittswertung: 7.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Brian McAlpin Gitarre
Dan Rock Gitarre, Keyboards
Ward Evans Bass
Norman Leggio Schlagzeug
Buddy Lackey Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Mosquito 3:16
2. Lovestone blind 4:15
3. Haze one 4:37
4. Shattered sky 4:49
5. Cold 4:26
6. All the voices 3:04
7. Dancing in the ashes 2:32
8. Only time 4:37
9. Locked down 3:26
10. Mindsong   (eigentlich nur 6:04, ab 8:20 dann ein versteckter Track) 10:09
Gesamtlaufzeit45:11


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 2)


Der Nachfolger der legendären "A Social Grace" und "Into The Everflow" Alben kommt wesentlich glatter daher. Grund dafür scheint die Produktion von Scott Burns zu sein, der in seinen Morrissound Studios zu dem Zeitpunkt ja hauptsächlich Death Metal Alben produziert hat.

So ist der Sound zwar bei weitem nicht schlecht, aber unpassend für PSYCHOTIC WALTZ. Die Band lebt nunmal wesentlich durch die Gitarren und den Gesang. Und da kann ein fetter Bass und eine drückende Bassdrum ziemlich viel kaputtmachen. Und dazu kommt auch, dass das Songmaterial nicht zum Stärksten der Band gehört. Man geht auf diesem Album einen anderen Weg. Weit weniger psychedelische Momente werden eingesetzt und auch die Gitarren sind sehr riffbetont. Kaum noch kommen doppelläufige Harmonien zum Einsatz. Der Gesang von Buddey ist auch nicht gerade vordergründig produziert, so dass wesentliches Charisma auf der Strecke bleibt. Schon der eröffnende Titelsong kann nicht so ganz begeistern. Mit "Lovestone Blind" hat die Band meines Erachtens einen musikalischen Tiefpunkt erreicht. Dieser wird mit "Haze One" glücklicherweise ausgeglichen - endlich eine Nummer, die an alte Stärken anknüpft; der Mittelpart beinhaltet Trademarks, wie doppelläufige Harmonien und abgedrehte Melodielinien. "Shattered Sky" besitzt zwar charismatisches Flötenspiel, kann allerdings auch nicht zu Hochform auflaufen. Da fehlt die Frische, da mangelt es an Ideenreichtum. "Cold" hat dann zumindest ansatzweise gute Ideen, allerdings (oh je, ich dachte ich würde niemals so was von dieser Band sagen) wirkt der Song recht eintönig und recht langweilig. "All The Voices" ist ein gesampletes Stück, wieder mit Flöten und diesmal mit Keyboards als führendes Melodieinstrument. Das erinnert an das gigantische "Ashes" vom Vorgängeralbum und macht auch Spaß, weil endlich der Gesang auch mal aus den wummernden Bässen hervorsticht. "All The Ashes" ist eine kurze Uptempo Nummer. Sehr ungewöhnlich für PSYCHOTIC WALTZ. Sowas erwartet man eher von ARMORED SAINT, trägt aber auch bei diesem Album zur Auflockerung bei. "Only Time" ist wohl das für die Band typischste Stück auf diesem Album. Besonders die Gitarrenarbeit kann an alte Zeiten anknüpfen. Ansonsten auch nicht das innovativste Stück. Mit "Locked Down" erreicht man den zweiten wirklichen Tiefpunkt des Albums. Da passiert wirklich wenig - *gähn*. Mit "Mindsong" bewegt man sich dann zumindest die ersten zwei Minuten mal wieder in anderen Sphären. Leider ist der Gesang wieder viel zu sehr im Hintergrund. Dann wird das Niveau abgesenkt und man versucht irgendwie psychedelisch zu klingen. Zumindest bemüht man sich. nach kurzer Pause von zwei Minuten macht sich dann ein Hidden Track bemerkbar. Immerhin hat dieses gesamplete Stück noch seine Reize.

Traurig aber wahr. Die Band ist an einem Tiefpunkt angelangt und kann nicht annähernd an die beiden ersten Meisterwerke heranreichen. Akzente setzen noch "Haze One" und "All The Voices". Das ist aber lange nicht genug für eine Band dieses Kalibers. Ich denke, man hört sehr deutlich, dass zu diesem Zeitpunkt die Bandchemie nicht mehr stimmig war. Dazu kommt dann auch noch die unpassende Produktion, die insbesondere den Gesang nicht zu Geltung kommen läßt. Schade.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.3.2002
Letzte Änderung: 16.2.2004
Wertung: 7/15
drittes Werk der Amis - leider kann man seine Klasse nicht erneut beweisen

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Von: Georg Heep (Rezension 2 von 2)


Was sich die Band mit dieser Platte gedacht hat, werde ich wohl nie verstehen ...

Nach "Into the everflow " hatte ich Psychotic Waltz nach oben hin alles zugetraut, aber sie hielten inne und schalteten einen Gang zurück. Herausgekommen ist das nach herrschender Meinung schlechteste Album der Amerikaner. Bevor das jetzt zum Verriß ausartet: "Mosquito" ist immer noch ein gutes Album, sonst würde ich nicht die vielen Punkte zücken. Aber es ist nur in wenigen Momenten in einer der anderen Alben vergleichbaren Art überirdisch.

Die Songs sind alle bedeutend kürzer (zwischen nur knapp 3 und 4 1/2 Minuten), die Strukturen einfacher, anders ausgedrückt: Man bleibt auf seinen für eine weitere Reise gepackten Koffern sitzen. Der entscheidende Unterschied zu "Into the everflow" ist einfach zu formulieren. Um mit "Mosquito" denselben Effekt wie mit dem Vorgänger zu erzielen, darf man auf das nicht verzichten, was "Into the everflow" so genial überflüssig gemacht hat. Verstanden? Wenn nicht, hilft vielleicht ein kurzes Hineinlauschen in "All the voices" oder den Hiddentrack am Ende der CD.

Die Musiker verhehlten damals auch nicht, daß sie mit diesem Album auf größere Märkte schielten. Ob es ihnen zumindest zum Teil gelungen ist? Ich weiß es nicht, halte es aber für äußerst unwahrscheinlich.

Dabei beginnt die Platte fast auf dem Niveau, das man von "Into the everflow" her kennt. Die ersten beiden Lieder ("Mosquito" und "Lovestone blind") könnten genausogut auf jener CD gelandet sein. Auch die Querflöte hat wieder einen Auftitt ("Shattered sky"). Es folgen dann auch keine richtig schlechten Lieder, nur überwiegt der psychedelische Anteil diesmal viel stärker als noch auf "Into the Everflow" und dies zu Lasten vor allem des progressiven Teils der Musik. Die Lieder sind daher weniger vielseitig, erinnern eher an einen guten Soundtrack zu einem Kifferfilm. Als ganz, ganz grobe Richtschnur kann vielleicht King's X dienen, an die ich bei "Only time" denken muß. Die Musik ist also noch immer gut, aber nicht mehr ganz so einzigartig. Wem aber die psychedelischen Anteile an Psychotic Waltz schon immer am meisten zusagten, der wird dieses Album vielleicht sogar besonders lieben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: zusätzlich eine Prise King's X
Veröffentlicht am: 26.4.2002
Letzte Änderung: 29.4.2002
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Psychotic Waltz

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 A social grace 13.50 2
1992 Into the everflow 14.50 3
1996 Bleeding 11.00 3
1998 Live & Archives - 1
1999 Dark Millenium - 1

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