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Grobschnitt

The History of Solar Music Vol. 5

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004 (Aufnahmen von 1975 und 1983)
Besonderheiten/Stil: live; Klassischer Prog; Krautrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Wolkenreise
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Joachim Ehrig Schlagzeug
Gerd Kühn Gitarre
Stefan Danielak Gitarre, Gesang
Bernhard Uhlemann Bass (1975)
Volker Kahrs Keyboards (1975)
Milla Kapolke Bass, Gesang (1983)
Jürgen Cramer Keyboards (1983)
Rainer Loskand Gesang (1983)

Tracklist

Disc 1
1. Solar Music Gevelsberg '75 42:49
2. Razzia Dortmund '83 10:15
3. Ansage Lupo 1:13
4. Poona Express 5:36
5. Ansage Milla 0:34
6. Mary Green 9:17
7. Illegal 10:04
Gesamtlaufzeit79:48
Disc 2
1. Ansage Lupo 0:43
2. Silent Movie 3:47
3. Ansage Lupo 0:18
4. Raintime 4:17
5. Ansage Eroc 2:00
6. 12 Jahre Grobschnitt 15:46
7. Ansage Eroc 3:29
8. Solar Music Dortmund '83 43:12
Gesamtlaufzeit73:32


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Der fünfte Teil der "History of Solar Music" enthält neben einer Aufnahme von 1975 ein komplettes Konzert vom Frühjahr 1983, kurz vor dem Ausstieg von Schlagzeuger Eroc. Im Mittelpunkt des mit zwei Stunden für Grobschnitt-Verhältnisse ungewöhnlich kurzen Auftritts stand natürlich auch wieder "Solar Music", das hier erstmals mit deutschem Text zu hören war.

Die '75er-Version, entstanden in einer Schulaula im westfälischen Gevelsberg, klingt noch stark nach der Studioversion auf dem ein Jahr zuvor erschienen Album "Ballermann": noch ziemlich krautig (vor allem der Gesang zu Anfang des Stücks) und psychedelisch. Die Klangqualität ist nicht ganz optimal, aber für eine fast dreißig Jahre alte Aufnahme durchaus in Ordnung; im übrigen war im Beiheft einer der früheren History-CDs zu lesen, dass von den Grobschnitt-Konzerten des Jahres 1975 keine "professionellen Mitschnitte" existieren.

Das '83er-Konzert fand im Rahmen des Festivals der Jugend im Dortmunder Westfalenpark statt. Grobschnitt konnten damals erst mit 6(!) Stunden Verspätung gegen 22 Uhr anfangen, und nach einem Streit mit dem Veranstalter war das Konzert um Mitternacht schon zu Ende.

Auch bei dieser Aufnahme muss man mit einer etwas bescheideneren Tonqualität zufrieden sein, es handelt sich nämlich ursprünglich um einen Bootleg. Zwar ist auch hier der Klang noch einigermaßen akzeptabel, auf Dauer strengt das Zuhören aber ganz schön an. Andererseits handelt es sich hier um einen besonderen Auftritt, nämlich einen der letzten mit Eroc am Schlagzeug - vier Wochen später kehrte er Grobschnitt den Rücken. Also für den Fan ein wahrhaft historisches Tondokument.

Zu Anfang gibt es ein paar Stücke aus "Razzia" und "Illegal". Gerade der Titelsong des "Illegal"-Albums wird hier in einer besonders furiosen Version dargeboten.

Nach den beiden Akustik-Stücken "Silent Movie" und "Raintime" folgt unter dem Titel "12 Jahre Grobschnitt" ein 15-minütiges Medley, in dem Songs aus der gesamten Grobschnitt-Historie angespielt werden, darunter auch selten zu hörende Sachen wie "Morning Song" und "Magic Train", beide aus "Ballermann" Den Abschluss des Medleys bildet das Finale aus "Rockpommel's Land".

Schließlich kommt die '83er Version von "Solar Music", und die klingt schon wieder über weite Strecken wie ein völlig neues Stück. Das liegt natürlich auch an der veränderten Besetzung - der neue Keyboarder Jürgen Cramer erzeugt mit seinem digitalen Equipment ganz andere Klänge als sein Vorgänger Volker Kahrs. Aber auch im Aufbau hat sich das Stück verändert: gegenüber den kompakt-rockigen "Powerplay"-Versionen der Jahren 1979-1981 ist "Solar Music" hier wieder ausladender und in Teilen auch sphärischer geworden. Der Text ist jetzt komplett in Deutsch, mit lyrischen Ergüssen wie "Unser Herzschlag ist der Rhythmus / Sieben Lahme werden geh'n", und nimmt mehr Raum ein als in früheren Versionen. Insgesamt klingt "Solar Music" hier schon sehr ähnlich der 1985er "Sonnentanz"-Version. Leider machen sich hier immer wieder Gleichlaufschwankungen und andere Störungen bemerkbar - wie gesagt, die Aufnahme geht auf einen Bootleg zurück.

Dieser Teil der "History" wendet sich vor allem an eingefleischte Fans, die bereits sind, für ein wichtiges Dokument der Bandgeschichte eine reduzierte Klangqualität in Kauf zu nehmen. Von der musikalischen Qualität ist Vol. 5 nicht zu beanstanden - die '75er Aufnahme sowieso nicht, und auch die '83er Aufnahme braucht sich vor anderen Versionen von "Solar Music" nicht zu verstecken, auch wenn ich Grobschnitts 80er-Phase sonst reichlich skeptisch gegenüber stehe.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.6.2004
Letzte Änderung: 30.6.2004
Wertung: 10/15
Musik: 12, Klang: 7-8

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 2)


Der bisher letzte Teil ist auch der schwächste. Die Klangqualität ist wirklich bootlegmäßig, besonders Dortmund klingt einfach nicht gut anhörbar.

Die 1975-Version ist eine recht krautig-symphonische Ausgabe. Leider klingt sie an manchen Stellen etwas verzerrt. Da es auf dem 3. Teil dieser Serie noch eine recht ähnliche Ausgabe aus dem gleichen Jahr gibt, braucht man diese hier also nicht unbedingt.

Dortmund hat natürlich historischen Wert - die enthaltenen Gags sind recht unterhaltsam. Ansonsten spielt die Band ziemlich rockig und gradlinig. Das Medley aus 12 Jahren Bandgeschichte klingt solide, leider bin ich nicht der große Kenner der Band und habe daher wenig Vergleichsmöglichkeiten. Aber das Ende dieses Medleys ist wirklich schön und hätte eine bessere Soundqualität verdient.

Ebenso ergeht es dem titelgebenden Stück "Solar music". Starke Gleichlaufschwankungen gerade am Beginn trüben meine Freude erheblich. Auch die Eindeutschung halte ich für nicht so gelungen, die Texte sind nun nicht gerade das Gelbe vom Ei und im Englischen kann man das besser wegblenden. Positiv fällt dagegen der Keyboarderwechsel auf. Der Neue macht seine Sache gut und erinnert mich soundmäßig oft an Patrick Moraz bei YES' "Relayer". Besonders sein Spiel im "Silent ride" bzw. "Finale"-Teil von SOLAR MUSIC ist gut. Davon würde ich gern einmal eine besserklingende Version haben.

So bleibt für mich nur zu sagen. Diese Version, obwohl musikalisch gelungen, ist soundmäßig doch zu schlecht, um öfter im Player zu landen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.3.2005
Letzte Änderung: 4.3.2005
Wertung: 9/15
Sound der 1983-Stücke 5-6

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Grobschnitt

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Grobschnitt 10.33 3
1974 Ballermann 11.33 4
1975 Jumbo 10.50 2
1977 Rockpommel's Land 10.50 4
1978 Solar Music Live 13.50 2
1979 Merry-Go-Round 9.00 1
1980 Volle Molle 8.00 1
1981 Illegal 8.00 2
1982 Razzia 6.00 3
1984 Kinder und Narren 1.00 1
1985 Sonnentanz 10.00 1
1987 Fantasten 1.50 2
1990 Last Party - Live 5.00 1
1994 Die Grobschnitt Story 11.00 1
1998 Die Grobschnitt Story 2 10.00 1
2002 The History of Solar Music Vol. 2 12.33 3
2002 The History of Solar Music Vol. 1 12.00 3
2002 The History of Solar Music Vol. 3 11.67 3
2003 Illegal Tour 1981 Complete 12.00 2
2003 The History of Solar Music Vol. 4 12.67 3
2004 Die Grobschnitt-Story 5 12.00 2
2006 Die Grobschnitt Story 6 - Rockpommel's Land And Elsewhere 12.00 2
2006 The International Story 12.00 1
2007 Grobschnitt Live (2/2007) 10.00 1
2007 Grobschnitt Live (1/2007) 11.00 1
2008 Grobschnitt Live (1/2008) 12.00 1
2008 2008 Live 9.00 1
2010 Die Grobschnitt Story 0 10.00 1
2010 2010 Live 11.00 1
2013 Symphony Live 2012 10.00 1
2015 79:10 14.00 1
2016 Solar Movie 13.00 1

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