9 Eleven
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Marvel Of Beauty |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Robin Taylor |
guitars; electronics |
| Pierre Tassone |
violin; electronics |
| Karsten Vogel |
saxophones |
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| Johan Segerberg |
basses; electronics |
| Kalle Mathiesen |
drums; electronics |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Phantom Power
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9:15
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| 2. |
A Serious Offer
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7:27
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| 3. |
Free-Bop
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10:13
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| 4. |
Marion Crane
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9:17
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| 5. |
Sindal Mornings
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9:00
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| Gesamtlaufzeit | 45:12 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Boom!
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6:56
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| 2. |
Texas Flangers
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10:16
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| 3. |
Sub-Language
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6:26
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| 4. |
Peacock
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6:15
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| 5. |
In Spirit Of...
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17:10
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| Gesamtlaufzeit | 47:03 |
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Rezensionen

Nach On-Plugged In Elsinore folgt mit "9 Eleven" nach kurzer Zeit das nächste Live-Album von Robin Taylors improvisatorischen Projekt, diesmal gleich mehr als 90 Minuten auf einer Doppel-CD.
Diese Breite gibt des Band ausreichend Zeit, all die typischen Elemente ihrer freien, assoziativen Improvisationen, wie sie schon File Under Extreme und On-Plugged In Elsinore prägten, auszuleben. Jazzige, virtuos perlende Solo-Ausflüge von Saxophonist Karsten Vogel, teils fett-bratzelige, teils effekt-verhangen begleitende, teils frippig schwebende Gitarren-Arbeit von Bandleader Robin Taylor, elastischen Bass von Johan Segerberg und flirrende Violinen-Kaskaden von Pierre Tassone. Und auf "9 Eleven" ist auch der grösste Kritikpunkt ausgebügelt, den ich bei "On-plugged in Elsinore" noch sah: Schlagzeuger Kalle Mathiesen wirkt diesmal nicht so verloren, sondern kann mit seinem mal jazzig-swingenden, mal agressiven und mal lautmalerischen Schlagzeugspiel Akzente setzen und auch die Improvisationen selbst führen.
Wesentliches Element von "Taylor's Free Universe" sind die tief integrierten Samples, Loops und Effekte, die von allen Bandmitgliedern ausser Vogel beigesteuert werden. Diese werden offensiv in die Improvisationen eingebaut, dabei nicht nur zum Aufbau von Atmosphäre verwendet, sondern auch als rhytmische Anker. Die Stimmungen der Musik reichen dabei von bizarr und surreal (siehe die Musik-Samples in "Sub-Language") über elegisch (Phantom-Power und seine Kamera-Geräusche) hin zu rhythmisch. Insbesondere auf CD1 scheint Schlagzeuger Mathiesen einen halben Zoo in seinen Sampler geladen zu haben: immer wieder bellt, miaut, wiehert es rhythmisch.
Der Albumtitel rührt wohl daher, dass die Aufnahme aus dem Copenhagen Jazzouse vom 11.9.2002 stammt. Wieweit dieses Datum und damit der Auftritt und die CD eine direkte Verbindung mit den New Yorker Terror-Anschlägen vom 11.9.2001 hat, weiss ich nicht. Einige der ruhigeren Nummern, die in der Regel eine recht düstere Stimmung haben, könnte man durchaus als Wehklagen zu diesem Thema deuten, aber möglichweise wäre das auch eine Überinterpretation.
Was aber sicher ist: zusammen mit File Under Extreme bietet "9 Eleven" einen hervorragenden Einstieg in die TFU'sche Klangwelt zwischem freiem Jazz und Elektronik, die jeder, der mit improvisatorischer Musik etwas anfangen kann, auf jeden Fall antesten sollte.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
7.7.2004 |
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TFU machen frei improvisierte Musik, die am ehesten noch dem Jazz nahesteht (was sich insbesondere in den Soli von Vogel zeigt), die aber durch die klangflächige E-Gitarrenarbeit von Taylor, die elektrisch verstärkte Violine von Tassone und die diversen Samples sich deutlich von “reinem” Jazz abhebt. Eine Mischung aus Jazz und Avantprog ist das Ganze, das sich aber mitunter auch in schräg-bizarre Ambientgefilde hineinbewegt.
Geiger Tassone hat mir übrigens verraten, wie die Live-TFU-Improvisationen entstehen. Robin Taylor verteilt vor dem Konzert ein Setlist, bestehend aus jedesmal neuen, kurzen Phrasen, die einen Anfangspunkt für die Stücke bieten sollen. Dann geht es los, was daraus wird und wie lange die Stücke dauern, ergibt sich dann “von selbst”. Dabei bleibt aber eine gewisse musikalisch-rhythmische Struktur bewahrt, so dass die Musik nie in reines Klangdurcheinander ausartet.
“9 Eleven” ist ein tolles Live-Dokument, das alle jazzverträgliche Progger begeistern sollte, die etwas mit freiem “Geplinge” anfangen können. Wer z.B: “MIND Volume 3” von Isuldurs Bane interessant fand, der sollte mit TFU keine Probleme haben.
| Anspieltipp(s): |
egal |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
7.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
24.8.2004 |
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