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Glass Hammer

Live at NEARfest

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004 (aufgenommen 2003)
Besonderheiten/Stil: live; RetroProg
Label: NEARfest Records
Durchschnittswertung: 11.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Steve Babb bass guitar, keyboards, bass pedals, vocals
Fred Schendel keyboards, lap steel guitar, vocals
Matt Mendians drums
Walter Moore electric guitar, keyboards, vocals
Eric Parker acoustic guitar, bass guitar
Flo Paris vocals
Bethany Warren vocals
Susie Bogdanowicz vocals

Gastmusiker

Rich Williams guitar on "Portrait (he knew)"
The Glass Hammer Choir

Tracklist

Disc 1
1. Greetings Ladies and Gentlemen 1:34
2. Chronotheme 5:09
3. Tales of the Great Wars 10:27
4. One King 6:12
5. Further Up, Further In 14:29
6. Cowboys and Mendians 2:43
7. A Cup of Trembling 8:03
8. Portrait (He Knew) 6:28
9. Chronos Deliverer 5:16
10. When We Were Young 8:14
11. Heaven 4:08
Gesamtlaufzeit72:43


Rezensionen


Von: Henning Mangold @ (Rezension 1 von 4)


Kaum zu glauben: dies ist das erste Glass-Hammer-Album, das mich restlos überzeugt; und dabei ist der Grund dafür so einfach.

Kurz etwas zur Entstehungsgeschichte der CD: Die Band hatte den Vorsatz gefasst, ihr "Lex Rex" nicht Live aufzuführen, es sei denn, sie bekämen eine Einladung zum NEARfest. Damit rechnete aber keiner, und die "Lex Rex" wurde schon so produziert, dass es immer ruhig noch etwas mehr sein durfte – es musste ja nie Live gespielt werden! Dann kam das Angebot zum NEARfest – ausgerechnet das Angebot, das man nicht ablehnen kann...

Nun wurde es ernst; verschiedene Maßnahmen wurden getroffen, um auf der Bühne so richtig was herzumachen. Dazu gehörten z.B. ein Gastauftritt von Kansas' Gitarristen Rich Williams zu dem Kansas-Klassiker "Portrait (he knew)", dann ein mächtig stimmgewaltiger Chor (in dem z.B. Mitglieder der Gruppe IZZ zu finden sind), Walter Moores Rolle wurde aufgewertet, und...ja, und jetzt kommt's: ein Drummer (Matt Mendians) wurde eingesetzt! Und was für einer! Der Mann bringt's total – er gibt der Band genau das, was ihr m.E. immer gefehlt hat.

Natürlich muss man das in Verbindung mit der Produktion sehen: bisher klangen Glass Hammer für meinen Geschmack immer etwas zu schrill, zu "glass-zerbrechlich", zu strahlend, zu sehr in den höchsten Tönen schwelgend (im Wortsinne) und überzüchtet – aufgrund seiner Keyboard-Dominanz kam der Sound bisweilen wie Leierkasten-Musik auf höchstem Niveau in meinen Gehörgängen an.

Wenn ich nun diese Aufnahme höre, kann ich das kaum noch glauben: man muss sich nur mal die "Lex Rex" im Original und diese Live-Aufnahme nacheinander anhören, um den Unterschied sofort wahrzunehmen: das Klangbild fällt ausgeglichener aus als je zuvor, den Bässen fällt endlich mal das ihnen zustehende Gewicht zu, und der Drummer gibt dem Ganzen eine standfeste Struktur, die ich in dieser Band immer vermisst habe; vor allem seine Virtuosität und die Abmischung seines Beitrags (die sicherlich bewusst seinem Können Rechenschaft tragen sollte) sorgen dafür, dass die Musik weiter ins Ohr geht als von sämtlichen Glass Hammer-Studioalben. Wenn ich mir allein anhöre, wie er mit einer Snare und zugleich zwei Cymbals dem Refrain des Songs "Tales of the great wars" eine Struktur gibt, die es endlich möglich macht, hier die Teile des Ganzen voneinander zu unterscheiden, anstatt den bösen Verdacht aufkommen zu lassen, das alles könnte doch nur gehaltarmer Klangschwall sein. – Oder der Schlusssong "Heaven": Auf der "Perelandra" klang der wenig anders als eine Alan-Parsons-Schnulze, und auf einmal zeigt der Schlagzeuger ausgerechnet darin den Sound der unbegrenzten Möglichkeiten. Ach, warum war der nur nicht von Anfang an dabei?!

Seiner Technik nach vermute ich, dass er wahrscheinlich der Progmetal-Fraktion zuzuordnen ist (Thomas hatte das in seiner "Lex Live"-DVD-Rezension ebenfalls angenommen; leider haben meine Recherchen über diesen Super-Trommler bisher nichts Weiterführendes ergeben).

Jedenfalls wird auf dieser CD alles, was je an Glass Hammer gut war, in einer dermaßen kraftstrotzenden Fülle abgefeiert, dass es mich nicht wundern würde, wenn die Band jetzt vor einem ganz großen Durchbruch stehen könnte – aber: Nicht ohne diesen Drummer!

Anspieltipp(s): Alles
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.7.2004
Letzte Änderung: 10.5.2013
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 4)


Mir ging es so, dass ich nach dem musikalisch wie von der Story her witzigen Album CHRONOMETREE von dem Nachfolger LEX REX, der auf die ganze Distanz auf mich einen langatmig bis sterilen Eindruck machte, ziemlich enttäuscht war und Glass Hammer eigentlich als Langeweiler schon abgeschrieben hatte. Die Reaktionen auf SHADOWLANDS schienen mein Urteil zu bestätigen.

Was Glass Hammer nun als Live-Album abgeliefert haben, offenbart aber eine gewaltige Spielfreude der Live-Band. Die Scheibe hat insgesamt einen tollen, rockigen Drive, einen beißenden Hammond-Sound und treibende Drums. Auch gelegentlich jubilierende Mini-Chöre (z.B. beim wuchtigen Chronos Deliverer) passen gut ins Bild. Vielleicht hilft der Scheibe auch, dass LEX REX nicht in der vollen Distanz ausgespielt wird, sondern nur die Highlights plus einige Perlen vorangegangener Alben.

Glass Hammer erscheinen auf LIVE AT NEARFEST als eine Studio-Band, deren Potential sich erst live entfaltet... Ob das jetzt tatsächlich allein oder vorwiegend am Drummer liegt, der dem Sound mächtig Druck verleiht oder nicht auch ein wenig daran, dass hier erstmalig eine Band ALS Band musiziert, möchte ich am Ende gar nicht mal entscheiden.

Sollte es der Band gelingen, diesen Sound auch im Studio ähnlich rüberzubringen, so könnten sich Glass Hammer tatsächlich als eine der führenden Retroprog-Bands in der unmittelbaren Nachfolge zu Yes (aber auch anderer klassischer Progbands wie Genesis und Kansas) weiter profilieren.

Anspieltipp(s): Tales of the Great Wars
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.7.2004
Letzte Änderung: 14.3.2012
Wertung: 12/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 3 von 4)


Glass Hammer live? Das kann eigentlich nur ein Witz sein. Mich hatten die Studiowerke "Chronometree" und "Lex Rex" weggeblasen und begeistert, dies aber live zu spielen erschien mir doch schwierig, schon weil Glass Hammer nun keine Band im eigentlichen Sinn sind. Aber, dass es funktionieren kann, hat ja schon die DVD "Lex Live" bewiesen. Auch wenn es einige Mühen bereitete, was man in den amüsanten Liner Notes nachlesen kann. Als Nachfolger zur DVD liegt nun also mit diesem Album der Soundtrack zu dieser DVD vor, mit kleinen Unterschieden in der Setlist.

Die Kollegen Christian und Henning haben zur Musik eigentlich schon alles gesagt - und wahrscheinlich klingt das aus Ihrer Feder glaubwürdiger, als wenn ich als bekennender Glass Hammer-Fan gelobhudelt hätte ;-) Aber es stimmt: Die komplexen, sehr keyboardlastigen Arrangements von "Chronometree" und "Lex Rex" klingen im Livegewand erdiger, rockiger, treibender, ehrlicher. Allen, denen Glass Hammer bisher zu aufgeblasen und zu "schöngeistig" dahergekommen ist, sollen hier mal reinhören. Die Band rockt! Und das liegt sicherlich an dem superben Drummer, aber eben auch daran, dass hier EINE BAND auf der Bühne steht, in der jeder das tut, was er am besten kann.

Ohne die störenden Bilder der DVD (siehe meine Rezi dortselbst) kann man die Musik viel besser geniessen und darf das eine oder andere Mal den virtuellen Hut vor den Künsten von Fred Schendel an seinen diversen Tasten ziehen. Für Keyboard-Freaks ist Glass Hammer immer eine der besten Adressen.

Glass Hammer live - ein Erlebnis "on the rocks", das dem Fan Spass macht und vielleicht dem einen oder anderen den Einstieg in die Klangwelt der Band ebnen könnte. Da macht es nichts, dass das beste Gitarrensolo auf dem Album von Gast Rich Williams im Rahmen des Kansas-Covers (welches nicht auf der DVD enthalten ist) gespielt wird. Und das der hervorgehobene "Glass Hammer-Choir" eigentlich gar nicht (nur ein bisschen zu Beginn von "Chronos Deliverer") zu hören ist, ist auch nicht so schlimm.

Fragt sich nur noch, warum der Gastauftritt von Rich Williams auf der DVD unterschlagen wurde und wo auf der DVD der dort ebenfalls nicht vorkommende "Glass Hammer-Choir" versteckt wurde...

Die gute Nachricht zum Schluss: Glass Hammer sind schon wieder dabei neues Material aufzunehmen... und Matt Mendians ist mit an Bord!

Anspieltipp(s): Tales Of The Great Wars, Portrait (He Knew)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.8.2004
Letzte Änderung: 30.8.2004
Wertung: 12/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 4 von 4)


Bis jetzt war der Hammer stets aus Glas. Live ist er aus Hickory. Matt Mendians gibt dem Schlagzeug endlich den Platz, der diesem gebührt und hebt es somit auf eine Ebene mit dem knackigen Bass. Dadurch gewinnt die gesamte Musik: an Druck, an Tiefe und an Standfestigkeit. Netterweise wird Herr Mendians auch gleich mit einem Solo inmitten des Konzerts hervorgehoben und gewürdigt. Mit solchen Einlagen kann man zumindest mich immer erfreuen.

Auch die anderen Musiker/Instrumente gewinnen live deutlich an Farbe und Kraft dazu. Die Stücke wirken live verspielter, lebhafter und wärmer. Ein Album, dass nicht zuletzt den Herren Babb und Schendel selbst gezeigt hat, wie sehr ihre Musik durch einen toughen Schlagzeug-Sound gewinnt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.2.2011
Letzte Änderung: 28.2.2011
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Glass Hammer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Journey of the Dunadan 5.00 2
1995 Perelandra 7.67 3
1997 Live And Revived 5.50 2
1998 On To Evermore - The Story Of Ariana And The Sculptor 8.33 3
2000 Chronometree 12.00 4
2001 The Middle Earth Album - 3
2002 Lex Rex 11.67 3
2004 Shadowlands 9.75 4
2004 Lex Live (DVD) 7.00 1
2005 The Inconsolable Secret 8.50 4
2006 Live At Belmont (DVD) 7.00 2
2007 The Compilations 1996 - 2004 10.50 2
2007 Culture of Ascent 8.80 5
2008 Live At The Tivoli (DVD) 8.00 1
2009 Three Cheers For The Broken Hearted 4.00 2
2010 IF 8.33 6
2011 Cor Cordium 7.67 3
2012 Perilous 10.50 2
2014 Ode To Echo 11.00 2
2015 The Breaking Of The World 11.50 2
2015 Double Live 10.00 1
2016 Valkyrie 10.50 2
2017 Untold Tales 12.00 1

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