Cruising with Ruben & the Jets
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Barking Pumpkin Records |
| Durchschnittswertung: |
6/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Ray Collins |
lead vocals |
| Frank Zappa |
low grumbles, oo-wah, lead guitar |
| Roy Estrada |
high weazlings, dwaedy-doop, electric bass |
| Jimmy Carl Black |
lewd pulsating rhythm |
| Arthur Dyer Tripp III |
lewd pulsating rhythm |
| Ian Underwood |
redundant piano triplets, tenor and alto saxs |
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| Don Preston |
redundant piano triplets |
| Motörhead Sherwood |
baritone sax, tambourine |
| Bunk Gardner |
tenor and alto saxs |
| Jay Anderson |
Remix: string bass tracks |
| Arthur Barrow |
Remix: bass tracks |
| Chad Wackerman |
Remix: drums tracks |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Cheap Thrills
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2:39
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| 2. |
Love Of My Life
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3:08
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| 3. |
How Could I Be Such A Fool
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3:34
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| 4. |
Deseri
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2:09
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| 5. |
I'm Not Satisfied
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4:08
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| 6. |
Jelly Roll Gum Drop
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2:24
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| 7. |
Anything
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3:06
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| 8. |
Later That Night
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3:00
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| 9. |
You Didn't Try To Call Me
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3:58
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| 10. |
Fountain Of Love
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3:23
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| 11. |
"No. No. No."
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2:16
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| 12. |
Anyway The Wind Blows
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3:02
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| 13. |
Stuff Up The Cracks
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4:38
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| Gesamtlaufzeit | 41:25 |
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Rezensionen

Die edle Kunst des Doo Wop ? des rock´n´rolligen Schubiduaaa-Harmonie-Gesangs der 50er Jahre ? hat auf vielen Zappa-Stücken ihre Spuren hinterlassen. Insbesondere, wenn der Meister mal wieder zur Parodie schritt, was er ja ziemlich oft tat, setzte er im Gesang gern Doo Wop-Elemente ein.
Einmal ? und zwar zu einem ziemlich frühen Zeitpunkt seiner Karriere ? spielte Zappa mit den Mothers of Invention sogar ein komplettes Doo Wop-Album ein: ?Cruising with Ruben and the Jets? von 1968. Wobei ?Ruben Sano? die erfundene Figur eines Sangeskünstlers ist, dessen Band erst den Durchbruch erlebt, als er selbst sie schon wieder verlassen hat. Ach, ja. Und trotzdem blieben sie Freunde...
Die Fiktion wird auf dem Albumcover mit einer ?Story of Ruben and the Jets? untermauert und durch ein Foto illustriert, das Zappa im Schmalzlocken-Putz zeigt (sein Highschool-Abschlussbild von 1958). Natürlich bleibt der Käufer nicht im Unklaren darüber, dass es sich bei den Musikern in Wirklichkeit um die Mothers of Invention handelt. Und weil sich dieser Käufer zugleich wohl auch fragen mag, warum ihn die Mothers hier mit einer ganzen LP voll von ?greasy love songs? und ?cretin simplicity? zu beglücken versuchen, so findet sich auf dem Cover auch dazu die Erklärung: Die schmierigen Liebeslieder und das kretinhafte Simpeltum habe die Band allein deshalb eingespielt, weil sie die Art von Musik eben möge, bei der man ein bisschen in Rock ´n´Roll-Klamotten herumsitze und von den guten alten Tagen sabbele.
Klingt nach Satire, oder? Und die Lyrics sind teilweise auch nicht ohne. In Zappa-Biographien wird aber immer wieder betont, dass Zappa den Doo Wop, mit dem er groß geworden war, wirklich mochte, dass ?Ruben and the Jets? also keineswegs eine bitterböse Satire sei, eher eine liebevolle Parodie. Okay, aber eine Parodie ist´s schon. Wie sollte es darüber auch ein Missverständnis geben, wenn dem geneigten Hörer per Zeichnung nicht nur die Maßregeln zur Herstellung einer 1a-Geleerollenfrisur, sondern auch noch die notwendigen Tanzschritte zum Erlernen des ?Bops? vermittelt werden (denn dem Tanzdrang könne man beim Anhören der Platte einfach nicht Herr werden, wie uns zugleich versichert wird)?
Was die Musik angeht, so sind es nicht etwa Doo Wop-Oldies, die Zappa auf dem Album aufwärmte, er hat vielmehr fast alle Nummern selbst geschrieben. Manches klingt dabei so authentisch, als müsse es einfach schon in den Fifties existiert haben. Manchmal werden aber die Harmonien auch verdächtig schräg und zeigen, dass Zappa doch nicht nur in Nostalgie schwelgte. Vier Tracks sind Coverversionen von Stücken, die sich bereits auf ?Freak out!? befanden, teilweise ziemlich zur Unkenntlichkeit umarrangiert.
All das hört sich wahrscheinlich an, als sei dieses Album äußerst unterhaltsam. Aber da muss man doch große Abstriche machen. Denn die meisten Nummern sind tatsächlich bloß tranig-schmalzig und gar nicht flott genug, um volle Tanzpartystimmung aufkommen zu lassen. Außerdem ist die CD-Version des Albums von einem schweren Verhängnis gezeichnet: 1985 hat Zappa die Platte als Remix veröffentlicht, bei dem schreckliche, seelenlose Dosen- und Plastiksounds als Rhythmen unterlegt wurden. Es sind dabei einige üble musikalische Bastarde entstanden. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass hier teilweise 60er-Jahre-Beatnummern (von ?Freak Out?) zuerst ins 50er-Jahre-Gewand rückarrangiert, zugleich leicht angeschrägt wurden, um das Ganze später mit 80er-Jahre-Billig-Rhythmen zu kombinieren, dann könnte man unter der Trademark "Zappa" zwar vielleicht auf etwas besonders Geniales hoffen. Aber das bliebe leider vergeblich.
Es ist viel unterhaltsamer über ?Cruising with Ruben and the Jets? zu erzählen, als die Platte zu hören. Sie schleppt sich manchmal wirklich müde dahin (es gibt jedenfalls weitaus flotteren Doo Wop). Für Zappa-Einsteiger ist das Album ungeeignet, da es einen über das musikalische Spektrum des Maestros völlig in die Irre führen könnte. Wohl lässt sich an ihm studieren, wie sehr Zappa an einem Ausdrucksmittel hing, das er auch später immer wieder benutzte ? eben dem Doo Wop.
Übrigens: Ein paar Jahre nach Veröffentlichung des Albums fand sich (in Zusammenarbeit mit Zappa) auch eine reale "Ruben and the Jets"-Band zusammen, deren Leader Rubén Guevara war und deren erste Platte konsequenterweise "For Real" hieß.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
27.7.2004 |
| Letzte Änderung: |
31.7.2004 |
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