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Frank Zappa

Joe's Garage

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1979
Besonderheiten/Stil: Zappaeskes
Label: EMI
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Frank Zappa lead guitar,vocals
Warren Cucurullo rhythm guitar,vocals
Denny Walley slide guitar,vocals
Ike Willis lead vocals
Peter Wolf keyboards
Tommy Mars keyboards
Arthur Barrow bass,vocals
Ed Mann percussion
Vinnie Colaiuta drums
Marginal Chagrin baritone sax
Stumuk bass sax
Dale Bozzio vocals
Al Malkin vocals
Craig Steward harmonica
Patrick O'Hearn bass on Outside now

Tracklist

Disc 1
1. The central scrutinizer 3.29
2. Joe's Garage 6.12
3. Catholic girls 4.24
4. Crew slut 6.36
5. Wet t-shirt nite 4.43
6. Toad o-line 4.19
7. Why does it hurt when I pee? 2.36
8. Lucille has messed my mind up 7.17
9. A token of his extreme 5.29
10. Stick it out 4.34
11. Sy Borg 8.56
Gesamtlaufzeit58:35
Disc 2
1. Doing work for yuda 5.04
2. Keep it greasy 8.21
3. Outside now 5.50
4. He used to cut the grass 8.35
5. Packard goose 11.36
6. Watermelon in ester hay 9.09
7. A little green rosetta 8.17
Gesamtlaufzeit56:52


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @


"Joe's Garage" wird von vielen als ein spätes Meisterwerk von Zappa angesehen, eine Art Rock-Hörspiel mit vielen Erzählfäden und abwechslungreicher Musik. (Es war immer wieder die Rede davon, "Joe's Garage" als Musical aufzuführen, was erst neulich in Österreich verwirklicht werden konnte).

Zappa verwurstet in den drei Acts zalhreiche Musikgenres wie Country, Pop, Rock, Soul, Reggae, Disco und Fusion, und drückt diesen textlich und musikalisch seinen Stempel des Berufszynikers auf. Die bei ihm übliche Kritik am Gesellschaftssystem der Vereinigten Staaten von Amerika wird mit einer, wie Zappa schreibt, "stupiden" Teenage-Geschichte über Joe und seine Garagenband transportiert.

Der erste Akt der Geschichte, der im September 1979 auf den Markt kam (der Rest von "Joe's Garage" folgte im November '79), wird vom sog. "Central Scrutinizer" eröffnet. Der von Zappa gesprochene und im Booklet minutiös beschriebene (welche Liebe zum sinnlosen Detail!), maschinenartige "Zentrale Prüfer" verkörpert das Manipulative in Zappas Bild der USA-Gesellschaft. Am Anfang greift der Scrutinizer Zappas These auf, die Amerikaner seien an Musik gar nicht wirklich interessiert, und würden diese sofort aufgeben und verdammen, wenn ihnen ein Politiker dies mit treuherzigem Blick und Nationalflagge im Hintergrund abverlangen würde. So gesehen ist Joe mit seiner Garagenband wahrscheinlich als Beispiel einer aussichtslosen Auflehnung gegen "das System" zu verstehen.

Das Stück "The central scrutinizer" besteht im Wesentlichen nur aus Zappas verfremdeter Stimme, funkiger Rhythmustruppe und - weit im Hintergrund - einer rockenden Gitarre. Hinzu kommen einige humorvoll angelegte perkussive Effekte und vereinzelte, kaum hörbare Keyboardeinwürfe. Der Titelsong ist eine zappaeske Pop-Rock-Nummer mit 50-er Jahre-Gesängen und einer einprägsamen Melodie. "Joe's Garage", der Song, schildert den ersten Konflikt Joes mit den Gesetzen seines Landes und entlarvt Central Scrutinizer's Verbindungen zur Staatsanwaltschaft. Joe werden von der Staatsmacht kirchennahe Aktivitäten als Wiedergutmachung nahegelegt, was als Überleitung zu dem comedyhaften Popsong "Catholic Girls" dient. An dessen Ende enthüllt Central Scrutinizer schockierende Details über Hobbies einiger der Catholic Girls. Weiter geht's mit dem bluesigen, und textlich nicht ganz jugendfreien "Crew Sluts", das man mit den sog. Groupies im Besonderen und Musikerleben auf Tour im Allgemeinen asoziieren kann. Bei "Catholic girls" und "Crew sluts" handelt es sind inhaltlich um eine ziemlich oberflächliche, radiotaugliche Musik, so dass man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, Zappa verbindet mit american way of life eine Art Haßliebe.

"Wet T-Shirt nite", ein musikalisch teilweise raffinierter, fröhlicher Funky-Song, klingt teilweise wie heutige MTV-Unterhaltungssendungen (ein Mädchen, verkörpert von Dale Bozzio, sagt, es würde für $50 alles tun). Bevor es doch zu flach wird, folgt mit "Toad O-Line" ein Gitarrensolo von Zappa. Währenddessen holt sich Joe irgendwo eine "unaussprechliche Krankheit" (tss..., warum erzähle ich das alles eigentlich?....hmm, der Leser sollte halt gut informiert werden...oder sollte ich doch aus pädagogischen Gründen an dieser Stelle etwas über Geschmacklosigkeiten schreiben?), was ihn zu dem melodisch überzeugenden Klagelied "Why does it hurt when I pee?" veranlaßt. "Lucille has messed my mind up" ist ein ausgezeichneter, souliger Song (von dem Bassisten Jeff Simmons bereits 1969 geschrieben), hier im Reggae-Rhythmus.

Mit der neunten Szene dieses Zappa-Werkes, dem funkigen Popsong "A Token of his extreme" (damit ist der Hörer bei Joe's Garage Act II angekommen) landet unser Joe bei der "First Church of Appliantology" eines L.Ron Hoover, womit die wahren Vorbilder für diese Institution jedem klar sein dürften. Bei den auf Deutsch gesungenen (!), pornografischen Texten des Discosongs "Stick it out" (in der "First Church of Appliantology" wird nämlich Sex mit Maschinen propagiert) wird mir die Sache textlich doch noch zu heiß, so dass ich auf Einzelheiten und Beispiele verzichten möchte. Kontrastreicher geht es wohl kaum: Mit "Sy Borg" erklingt schon wieder ein stilvoller Reggae-Soul-Fusion-Song. Na ja, "stilvoll" vielleicht, solange man die Texte außer Acht läßt...Es geht nämlich weiterhin um Sex mit Staubsaugern und ähnliches...

Dafür dass Joe laut "Libretto" inzwischen im Knast zusammen mit anderen "Musikverbrechern" einsitzt, ist "Doing work for yuda" doch eine allzu schwache, langweilige Gospel/Soul-Nummer, die obendrein noch zu lang geraten ist. (Vielleicht enstpricht das Stück damit aber der Gefängnisstrafe...). Etwas besser wird es bei dem funkigen "Keep it greasy", das mit angenehm stolperndem, aber dennoch treibendem Rhythmus ausgestattet ist, und dazu noch mit einem Gitarrensolo aufgewertet wird. Aus dem Gefängnis entlassen, stimmt Joe (gesungen von Ike Willis) den traurigen und verwinkelten Song "Outside now" an, wobei er von Zappas Gitarreneinwürfen begleitet wird. Im ebenso melancholischen "He used to cut the grass" bedauert Joe sein Schicksal in einer Welt, in der Musik inzwischen verboten ist. Unser Held ist innerlich so kaputt, dass er nicht mehr, wie früher, den Rasen von Mrs. Borg (wahrscheinlich eine Nachbarin) pflegen möchte. Stattdessen träumt er von verbotenen Noten und unfertigen Songs...Logischerweise müsste die Musik hier eigentlich verstummen...Aber nichts dergleichen geschieht: Um diesen Zuständen irgendwie entgegenzutreten, soliert Zappa anschließend ausgiebig auf seiner Gitarre. (Frank machte sich ja nie was aus irgendwelchen Vorschriften, er darf seine Klampfe offenbar weiter bearbeiten...)

In dem funkig-rockigen (um nicht zu sagen "proggigen"), mit einigen zappaesken Schnörkeln versehenen "Packard Goose" hat Zappa scharfe Kritik an den Journalisten jener Zeit und an der Punkbewegung neben einigen ernsthaft gemeinten Weisheiten platziert. Diese Weisheiten kursieren seitdem unter den Fans als Worte des schnauzbärtigen Propheten: "Knowledge is not wisdom, wisdom is not truth, truth is not beauty, beauty is not love, love is not music, music is THE BEST...." Immerhin bietet "Packard Goose" gewohnt hochkarätige Gitarrensolos des Meisters, und, gegen Ende des Stückes mal wieder Reminiszenzen an Pop der 50-er, oder wie die Fachleute sagen würden, doo-wop. "Watermelon in easter hay" ist vielleicht das sentimentalste Instrumental von Zappa, mit entsprechenden Gitarrensolos und abschließend sogar mit einem Schuß Bombast. Das musikalisch wenig erbauliche "A little green rosetta" erinnert stellenweise an einen lockeren Hippie-Jam.

Wie ich bereits anzudeuten versuchte, bietet "Joe's Garage" vom "proggigen" Standpunkt aus (oder ist es nur mein persönlicher Geschmack?) betrachtet nicht immer Anlass zur Freude. Etwas vorteilhafter wirkt diese subjektive, überzeichnete Momentaufnahme der amerikanischen Gesellschaft wenn man sie als eine Art Rock-Musical über USA der ausgehenden 70-er (mit beinahe allen Genres der populären Musik) sieht, und sie textlich als Dokument ihrer Zeit betrachtet.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.8.2004
Letzte Änderung: 18.9.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Frank Zappa

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1970 Weasels Ripped My Flesh 11.00 1
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1974 Apostrophe' 9.00 1
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1978 Studio Tan 12.00 1
1978 Zappa In New York 13.00 1
1979 Sleep Dirt 10.00 1
1979 Sheik Yerbouti 12.50 2
1979 Orchestral Favorites 11.00 1
1981 Tinseltown Rebellion 6.50 2
1981 Shut Up 'N Play Yer Guitar 9.00 1
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1982 Ship arriving too late to save a drowning witch 9.50 2
1983 The Man From Utopia 10.00 1
1984 Them or us 11.00 1
1984 Francesco Zappa 1.00 1
1984 Thing-Fish - 1
1984 Boulez Conducts Zappa: The Perfect Stranger 13.00 1
1986 Jazz from Hell 12.00 1
1988 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.1 10.00 1
1988 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.2 (The Helsinki Concert) 11.00 1
1988 Guitar 9.00 1
1989 Broadway The Hard Way 10.00 1
1991 Make A Jazz Noise Here 11.00 1
1991 The Best Band You Never Heard In Your Life 7.00 1
1992 You Can't Do That On Stage Anymore, Vol.6 10.00 1
1993 The Yellow Shark 13.00 1
1994 Civilization Phaze III 13.00 1
1995 London Symphony Orchestra, Vol. I & II 13.00 1
1995 Strictly Commercial - 1
1995 Does humor belong in music? 11.00 1
1996 Läther 14.00 2
1996 The Lost Episodes 10.00 1
1999 Everything Is Healing Nicely 13.00 1
1999 Son of Cheep Thrills 11.00 1
2003 Does Humor Belong in Music? (DVD) 7.00 1
2003 Ensemble Modern Play Frank Zappa - Greggery Peccary & Other Persuasions 11.50 2
2004 Baby Snakes (DVD) 11.00 1
2005 The Dub-Room Special (DVD) 11.00 1
2006 Trance-Fusion 9.00 1
2006 Imaginary Diseases 9.00 1
2007 Classic Albums: Apostrophe ('), Over-Nite Sensation (DVD) 10.00 1

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