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The Research Institute

Universum

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998 (Re-Issue 2003)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Jazzrock / Fusion; RIO / Avant; Zappaeskes
Label: PeePee Records (Eigenverlag)
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michael Pabst bass, keyboards, bass synthesizer, programming
Marcus Prüßmeier guitars, keyboards

Gastmusiker

Florian Altenhein percussion, drums
Jana Bergsiek violin
Matthias Bornemann organ, synthesizer
Anatol Gomersall saxophone
Wolfgang Horst acoustic guitars
Jost Hübner drums
Udo Karasch keyboards, double bass
Rüdiger Konrad trombone
Andreas Riechers woodwinds
Hartmut Schardt woodwinds
Michael Pappagallo woodwinds

Tracklist

Disc 1
1. Visual Check At The Viper Room 3:33
2. Bad Neighborhood 3:22
3. The Blimp 3:13
4. He healed his perspiring feet at Mono Lake 5:46
5. Breaking up the band 3:59
6. End of tunnels 0:49
7. Sunday versus Saturday 3:47
8. Thinman 3:05
9. Where's our gear? 0:20
10. Universum 3:15
11. The factory 1:20
12. Lost march 2:11
13. Michel Piccoli 4:36
14. Hot chicks 2:35
15. 4 12 93 2:50
16. Oceans 2:31
Gesamtlaufzeit47:12


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


The Research Institute ist eine deutsche Band, die vom Bassisten Michael Pabst und dem Gitarristen Marcus Prüßmeier um 1993 herum gegründet wurde. Mit "Universum" liegt die erste Veröffentlichung der Band vor, die 1998 erschien. Das ist schon ein bisschen her, aber die Band ist leider anscheinend ein großes Geheimnis und deswegen habe ich das Album auch erst 2007 anlässlich der Freakshow an Charly Heidenreichs wohlsortiertem CD-Stand erworben (und Charly ist wohl im Moment auch die einzige Quelle, wo dieses Album erhältlich ist).

"Universum" ist ein ungewöhnliches Debütalbum. Zum einen hinsichtlich der völligen Unkommerzialität, welche das Album auszeichnet. Es ist zwar nicht unbedingt schräg und wüst, aber mit seiner eigenwilligen Mischung aus Jazz-Rock, avantangehauchtem Kammerprog und schrägem Rock schon keine leichte Kost. Mitunter wird es hier schon mal melodiös, aber überwiegend wird vertrackt instrumental gerockt. Daneben wirkt das Album aber schon sehr ausgereift, professionell und glänzt mit hervorragenden musikalischen Leistungen, so dass man niemals ein Debüt hier vermuten würde. Allerdings gehe ich davon aus, dass dies nicht die ersten musikalischen Gehversuche von Pabst und Prüßmeier (und ihren Gästen) sind, allerdings schweigt sich die Homepage (bis auf die Nennung eines vorangegangenen Soloalbums von Pabst) darüber aus.

Anscheinend eint Pabst und Prüßmeier die Bewunderung für Frank Zappa. Der Song "4 12 93" (Untertitel "In memory of a maestro") bezieht sich auf Zappas Todestag (Da liege ich doch richtig, oder?). Aber auch die Musik macht dies deutlich: Schon der erste Song erinnert an Zappa in den 70ern mit seiner Jazz-Rock-Attitüde, aber vor allem mit dem allgegenwärtigen klimpernden Marimba. Diese gelungene Percussionarbeit begegnet uns dann immer wieder auf dem Album. Daneben lässt Prüßmeier die Gitarre fliegen und bewegt sich dabei stilistisch irgendwo zwischen Zappa und Steve Vai. Immer wieder sorgen beeindruckende Soli für wohlige Schauer. Das geschäftige Schlagzeug, welches diese typische nervös-hibbelige Fusion-Atmosphäre schafft, und die zahlreichen Bläser unterstützen die jazz-rockige Seite des Albums zudem.

Aber schon im zweiten Song wird eine ganz andere Seite des Research Institute deutlich. Knarzende Streicherklänge leiten eine Kammer-Prog-Suite ein, die vor allem an die Belgier Univers Zero gemahnt. Schräge, avantgardistische Klänge treffen auf ebenso schräge Gitarrenläufe und einen knurrigen Bass (wie überhaupt der Bass einige Gänsehautstellen auf dem Album hat), der in den Eingeweiden des Hörers wühlt. Immer wieder kehren The Research Institute im Laufe des Albums zu solchen Klängen zurück, bis sie im Titeltrack sozusagen den Höhepunkt mit einer fast schon freien Klangcollage erreichen (Zitat aus dem Booklet: "A carefully assembled example of amateur musique concrete").

Im spannenden Wechsel aus zappaeskem Jazz-Rock, kammermusikalischem Prog, avantgardistischen Klangeinsprengseln und flottem Abrocken ("Hot Chicks") entsteht ein tolles, mitreißendes, gut unterhaltendes Album. Schade, dass es so unbekannt geblieben ist... was sich ja vielleicht nun ändert!

Anspieltipp(s): hmmm... "The Blimp" gibt es auf der Homepage zu hören, das sollte einen guten Eindruck vermitteln
Vergleichbar mit: Eigenständige Musik mit Inspirationen von Zappa und Univers Zero
Veröffentlicht am: 29.4.2007
Letzte Änderung: 29.4.2007
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Research Institute

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Flies 8.00 1

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