Thing-Fish
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
EMI |
| Durchschnittswertung: |
keine Wertung (1 Rezension) |
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Besetzung
| Ike Willis |
vocals (Thing-Fish) |
| Terry Bozzio |
vocals (Harry) |
| Dale Bozzio |
vocals (Rhonda) |
| Napoleon Murphy Brock |
vocals (Evil Prince) |
| Bob Harris |
vocals (Harry-as-a-boy) |
| Johnny 'Guitar' Watson |
vocals (Brown Moses) |
| Ray White |
guitar,vocals (Owl-Gonkwin-Jane Cowhoon) |
| Frank Zappa |
guitar,synclavier |
| Steve Vai |
guitar |
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| Tommy Mars |
keyboards |
| Chuck Wild |
Broadway piano |
| Arthur Barrow |
bass |
| Scott Thunes |
bass |
| Jay Anderson |
string bass |
| Ed Mann |
percussion |
| Chad Wackerman |
drums |
| Steve de Furia |
synclavier programmer |
| David Ocker |
synclavier programmer |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Prologue
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2:57
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| 2. |
The Mammy Nuns
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3:31
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| 3. |
Harry & Rhonda
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3:37
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| 4. |
Galoot Up-Date
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5:31
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| 5. |
The 'Torchum' Never Stops
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10:33
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| 6. |
That Evil Prince
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1:18
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| 7. |
You Are What You Is
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4:31
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| 8. |
The Mudd Club
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3:17
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| 9. |
The Meek Shall Inherit Nothing
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3:15
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| 10. |
Clowns On Velvet
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1:52
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| 11. |
Harry-As-A-Boy
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2:38
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| 12. |
He's So Gay
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2:46
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| Gesamtlaufzeit | 45:46 |
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| Disc 2 |
| 1. |
The Massive Improve'lence
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5:07
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| 2. |
Artificial Rhonda
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3:32
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| 3. |
The Crabb-Grass Baby
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3:48
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| 4. |
The White Boy Troubles
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3:34
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| 5. |
No Not Now
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5:49
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| 6. |
Briefcase Boogie
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4:10
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| 7. |
Brown Moses
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3:01
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| 8. |
Wistful Wit A Fist-Full
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4:00
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| 9. |
Drop Dead
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7:56
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| 10. |
Won Ton On
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4:19
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| Gesamtlaufzeit | 45:16 |
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Rezensionen

"Thing-Fish" war als ein Broadway-Musical angelegt, wobei die üblichen zappaesken Sexmotive im Libretto daraus ein Untergrund-Stück machten, und eine Broadway-Aufführung verhinderten. (Vielleicht wäre das die nächste Herausforderung für die "Sex without nails Bros." aus Wien, die bereits "Joe's Garage" und "Roxy & elsewhere" in ihr Programm aufgenommen haben?).
Zappa tat zumindest das, was man in unserer Zeit mit einem pornografisch durchtränkten Libretto machen konnte: er ließ eine bebilderte "Thing-Fish"-Story in dem Sex-Magazin "Hustler" veröffentlichen, womit die kommerziellen Verbreitungsmöglichkeiten der visuellen Ebene von "Thing-Fish" bis auf weiteres ausgeschöpft wären.
Die Deklarierung von "Thing-Fish" als Broadway-Musical ist am ehesten noch als eine Provokation, oder als ein Scherz zu verstehen, wo es doch klar sein dürfte, dass dieses Musical kaum Chancen haben wird, in den USA öffentlich aufgeführt zu werden. Es ging da vielmehr um eine Broadway-Parodie: Es gibt hier vereinzelt parodierte Broadway-Gesänge zu hören, und die Hauptfigur Thing-Fish (gesprochen vom Zappa-Sänger Ike Willis) bekam einen übertriebenen, von der schwarzen Südstaatenbevölkerung gesprochenen Akzent verpasst und sollte damit so klingen, als würde ihn ein weißer Broadway-Schauspieler nachahmen wollen.
Für die Musik von "Thing-Fish" verwendete Zappa neben neuen Nummern bereits bekannte Stücke aus seiner Feder, für die er neue Texte schrieb und die teilweise leicht abgeänderte Gesangsmelodien aufweisen. Ein Beispiel: Aus "Torture never stops" wurde "The "torchum" never stops". Im Mittelteil dieses Stückes gibt es eine vorher ungehörte, "herzzerreißende Arie" vom Evil Prince, gesungen von Napoleon Murphy Brock, die sich mit dem wenig erbaulichen Zustand von Broadway auseinandersetzt. Die vom Titelhelden dargebrachten Monologe im dem obengenannten Südstaatendialekt sind übrigens phonetisch (oder eher zappesk) aufgeschrieben, so dass ich diese abgedruckten Texte erst beim Hören der CD's verstehen kann. (Als Beispiel: "Gubbnint" heißt ausgesprochen "government", "wattuh" bedeutet "water" und so weiter).
Ich will gar nicht erst damit anfangen, die auf 43 CD-Heft-Seiten in Sprechgesang-Texten und Bühnenanweisungen enthaltene "Thing-Fish"-Geschichte zusammenzufassen. Vielleicht nur einige Beispiele für Zappas Einfälle: Zu einer häßlichen, wie "catholic girl" angezogenen, "Thing-Fish" genannten Kreuzung aus Kartoffel und Donald Duck wird man laut Zappa erst dann, wenn man von der Regierung in den geheimen unterirdischen Labors vorbereitete Mixtur zu sich genommen hat. Die einzige Voraussetzung: man muss vorher bereits gemein und häßlich gewesen sein, sonst ich diese Metamorphose nicht möglich.
"Thing-Fish" entpuppt sich als ein Bühnenstück über ein Bühnenstück. Anfangs geht es da um Inkontinenz auf der Bühne, zwei Theaterbesucher Rhonda und Harry werden "zu ihrem eigenen Schutz" in Ketten gelegt, also kann die Geschichte losgehen.... Dabei ließ sich Zappa teilweise von "Amos and Andy", einer TV-Show aus den 50-ern, inspirieren. Es werden natürlich Zappa-typisch viele Erscheinungen der amerikanischen Gesellschaft durch den Kakao gezogen. Unter anderem auch Women's Liberation Movement (die männerhassende Rhonda treibt es vorzugsweise mit einer Ledertasche) und das Yuppietum (Harry wird "gay for business purposes").
Wenn man nicht gerade Spaß bei seltsamen Sprachscherzen und bizarren Geschichten empfindet, kann "Thing-Fish" musikalisch gesehen als sehr schwerverdaulich und mit Längen behaftet rüberkommen, zumal die meiste Zeit mit gesprochenen Texten zu Schlagzeug und Bassgitarre gefüllt wird. Musikalisch bizarr wird es auch einige wenige Male (leider viel zu selten): Auf "The crab-grass baby" und "Drop dead" erklingt streckenweise eine elektronische Stimme zu Synclavier-Begleitung, auf "Wistful wit a fist-full" wird der Musicalgesang veralbert und auf "Won ton on" der Song "No not now" rückwärts abgespielt. Wie gesagt, wenn nicht gerade gesprochen wird, gibt es auf "Thing-Fish" auch ein wenig Musik. Diese erinnert größtenteils an die pop-rockigen Zappa-Alben wie "Ship arriving too late to save a drowning witch" und "You are what you is" (dessen Titelstück hier auch wiederverwertet wird).
Vielleicht würde die Sache als Bühnenstück funktionieren, als Audio-CD ist das für meine Begriffe nur sehr eingeschränkt der Fall. Diesmal hat Zappas verbale Vorstellungskraft leider über die Musik gesiegt. Wie auch immer: Man mag von "Thing-Fish" halten, was man will: das ist Zappa als Texter in extremster unkommerzieller Ausführung.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
29.8.2004 |
| Letzte Änderung: |
1.9.2004 |
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