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Pink Floyd

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969
Besonderheiten/Stil: Folk; Psychedelic
Label: EMI
Durchschnittswertung: 9.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

David Gilmour Guitar, Vocals
Roger Waters Bass, Vocals
Nick Mason Drums
Rick Wright Keyboards

Tracklist

Disc 1
1. Cirrus Minor 5:15
2. The Nile Song 3:25
3. Crying Song 3:32
4. Up the Khyber 2:11
5. Green Is the Colour 2:57
6. Cymbaline 4:48
7. Party Sequence 1:07
8. Main Theme 5:28
9. Ibiza Bar 3:17
10. More Blues 2:13
11. Quicksilver 7:13
12. A Spanish Piece 1:05
13. Dramatic Theme 2:15
Gesamtlaufzeit44:46


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 4)


Den geneigten Hörer erwartet hier eine farbenfrohe, abwechslungsreiche, in acht Tagen geschriebene Trackmischung, die man von dieser Band wohl kaum erwartet hätte. Als da wären: melancholisch-hypnotische Balladen, ob folkig ("Cirrus Minor", "Green is the colour") oder jazzig ("Crying song",mit Vibraphon) angehaucht, wilde Rocker ("The Nile Song", "Ibiza Bar"), Instrumentals, wie "Up the Khyber" (mit Nick Mason auf dem temperamentvollen Ginger Baker-Trip mit seinem treibenden Rhythmus, dazu mutige Piano- und Orgelimprovisationen von Wright), "Party Sequence" (Getrommel plus Flöte muten hier sehr orientalisch an), "Main Theme" (psychedelisch, geheimnisvoll angelegt, an die Barrett-Era anknüpfend), "Quicksilver" (eine Improvisation, die sich wie Tangerine Dream einige Jahre später anhört), "A Spanish Piece" (Gilmour gibt sich Flamenco-like) und "Dramatic Theme" (eigentlich Fortsetzung von "Main Theme", nur mit erkennbarer Gitarrenmelodie). Außerdem gibt's hier noch eine Probe prägnanten Pops ("Cymbaline") und einen ziemlich uninspirierten Blues-Track "More Blues".

Ich finde diesen Soundtrack sehr sympathisch, auch wenn Pink Floyds Musik es im dazugehörigen Film nur über das Autoradio oder vom Cassettenrecorder zu hören gibt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.4.2002
Letzte Änderung: 16.4.2002
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 4)


Von den alten Floyd-Platten ist More die einzige, mit der ich nicht so viel anfangen kann. Zwar sind eine Reihe netter Stücke enthalten, darunter einige ziemlich Floyd-untypische wie der Jazz-orientierte Crying Song oder der rockige Nile Song, aber als Ganzes wirkt dieses Sammelsurium unterschiedlichster Stilarten doch etwas zusammengeschustert. Von den Floyd-Soundtracks ziehe ich Obscured By Clouds vor, auch wenn dies ebenfalls nicht gerade ein Höhepunkt der Floyd-Diskographie ist!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.6.2006
Letzte Änderung: 16.9.2006
Wertung: 8/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 3 von 4)


More ist die Musik für den gleichnamigen Film von Barbet Schroeder mit 13 Songs, davon 7 rein instrumental. Da ich den Film kenne, beurteile ich die Musik mit den Bildern im Kopf. Alles andere macht keinen Sinn, denn die Musik wurde ja geschrieben um den Film zu untermalen. Und nur im Zusammenhang mit dem Film kann man beurteilen, ob diese musikalische Umsetzung gelungen ist.

Ich habe PF 1970 mit „Atom Heart Mother“ kennen gelernt (ja ich weiß, da war ich erst 12, ich war eben ein Frühstarter in Sachen Prog und brachte meine Eltern damit fast um). More entstand 1969, also vor meinem ersten Kontakt mit PF (und Prog). Sonderlich interessiert hat mich die LP damals nicht. Das lag aber hauptsächlich an meinem Taschengeld, denn um 1970 erschienen so etwa 5-6 LP's die prioritär gekauft wurden (ELP mit dem Debut z. Bsp.). Weil ich den Weg zu „More“ nie mehr zurück gefunden habe, besitze ich nun die Remastered-Fassung von 2011. Es dauerte also 42 Jahre bis ich dieses Album das erste Mal komplett hörte.

Der erste Eindruck war: Mann, hier wurde viel getestet, was dann auf späteren Alben von PF erschien. So gesehen war More ein einziges Labor für PF. Vor allem die instrumentalen Stücke waren experimentell. Die Qualität schwankte zwischen sehr gut (UP THE KHYBER mit nervösen Drums und einer abgefahrenen Orgel, MAIN THEME sehr sphärisch und hippieesk, erinnert an Set the controls, QUICKSILVER ist sehr lang und experimentell, wäre gut auf Umma Gumma Studio LP gewesen) und mäßig (MORE BLUES, A SPANISH PIECE, Gilmour goes Flamenco, Ibiza halt).

DRAMATIC THEME ist schwer zu beurteilen und PARTY SEQUENCE etwas zu kurz.

Die Songs mit Text sind aller Ehren wert, aber für PF Verhältnisse nicht bis zum Schluss ausgearbeitet. Das lag vielleicht an der Einspielzeit von nur 1 Woche, vielleicht aber auch an dem Umstand, dass die Songs wegen des Films kurz sein mussten. Trotzdem ist CIRRUS MINOR ein absolut toller Song mit schöner Orgel, THE NILE SONG total hippiemässig und abgefahren im Gesang. PF ist hier allerdings nicht erkennbar.

CRYING SONG ist eine wunderschöne Ballade und wäre auf der ersten LP Seite von „Meddle“ ein toller Song gewesen (viel besser als SEAMUS). Und mit CYMBALINE spielen sie einen eher untypischen Song für PF, der mir aber wegen seiner abenteuerlichen Gesangslinie sehr gut gefällt.

Leider gibt es auch 2 Totalausfälle. GREEN IS THE COLOUR ist naiv und mit einer unmöglichen Flöte gespielt. Und IBIZA BAR wirkt zusammen geschustert, ohne Idee.

PS: der Film ist nicht besonders gelungen. Trotzdem: siehe meinen Anfang. Ich habs ausgehalten dieses Werk ganz zu gucken, nur wegen der Musik.

Anspieltipp(s): Cymbaline, Crying song
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.11.2015
Letzte Änderung: 17.11.2015
Wertung: 9/15
OST, somit nicht mit normalen Massstäben zu bewerten

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Von: Christian Rode @ (Rezension 4 von 4)


„More“ ist Filmmusik von Pink Floyd und von daher mit Zugeständnissen an den Film versehen, d.h. teilweise mit Stücken, die einfach nur Szenen untermalen sollen. Dennoch erzeugt „More“ eine prägnante Gesamtstimmung. Die Geschichte, die der Film „More“ erzählt, ist eine Hippie-Geschichte, und die Musik ist dufte Hippie-Musik der Woodstock-Generation vom Feinsten.

Einige Songs des Albums weisen relativ wenig Volumen auf. Vieles ist akustisch, die Percussions sind oft mehr getupft als geschlagen. Drogengeschwängerte Songs mit schönen, hypnotischen Melodien. Im Hintergrund wabert sanft die Orgel oder zwitschern Vögel; ab und an geht es auf eine psychedelische Reise. „Cirrus Minor“ beginnt mit besagtem Vogelgezwitscher. Es mündet in eine monotone und zugleich entrückend schöne Melodie ohne Refrain. Augen zu und du liegst völlig entspannt in der heißen Mittagssonne irgendwo auf Ibiza und hängst wirren Träumen nach. Die Melodie geht schließlich in ein sattes Georgel über, um irgendwo zu versanden. Der anschließende „Nile Song“ reißt einen mit heftigem Hardrock aus den schönsten Träumen und wirkt auf mich an dieser Stelle immer wieder ernüchternd. Ähnliches leistet auf der zweiten Seite das „Ibiza Theme“. Von den träge in der Mittagssonne dahinschleichenden Songs gibt es erfreulicherweise auf diesem Album aber ein paar mehr. Und alle sind vom guten, alten Roger Waters komponiert. „Crying Song“ mit coolem Bass und Vibraphon, „Green is the Colour“ zu Klavier und Flöte sowie „Cymbaline" mit einnehmenden, melancholischen Melodien. Alles Songs, die man am besten im Sommer bei heruntergelassenem Autofenster in angemessener Lautstärke bei einer gemütlichen Fahrt über die Landstraße hört - oder zu Hause auf dem Sofa oder der Gartenbank.

Hörenswert sind auch die Titel eher experimentell-psychedelischen Gehalts wie „Up the Khyber“ mit wildem, schrägem Klavier- und Orgelpart zu rasenden Percussion, „Main Theme“, das rhythmisch in die Richtung „Set the Controls“ geht und doch irgendwie eine Art entspannter Hippie-Prototyp von „Popcorn“ sein könnte, sowie „Dramatic Theme“ in etwa gleichem Stil nur ruhiger. Und „More Blues“ bringt genau das, was der Titel verspricht. Gilmour hat hier eine prima Gelegenheit, seine Gitarre meisterlich zum Klingen zu bringen. Auf späteren Floyd-Alben ist davon reichlich zu hören, hier bleibt es bei der Andeutung. Und etwas psychedelische Spinnerei ist mit „Quicksilver“ natürlich auch dabei.

Die neue LP-Ausgabe vom 3. Juni 2016 auf schwerem, schwarzem 180 Gramm Vinyl ist dem Original-Release getreu nachempfunden. Dies bedeutet, dass die Ausstattung äußerst spartanisch ausfällt. Es gibt weder Bonustracks, noch irgendwelche weiteren Fotos, Texte, Lyrics, Linernotes etc., die sich in den Booklets von CD-Veröffentlichungen finden. Die Columbia-LP steckt in einem schlichten anthrazitfarbenen Sleeve, das wiederum in einer einfachen, aber stabilen und glänzenden LP-Hülle steckt. Lediglich ein rechteckiger Aufkleber u.a. mit dem Schriftzug „Original UK release date: July 1969“, sowie die Angabe „Remastered from the original analogue tapes by James Guthrie, Joel Plante and Bernie Grundman“ ziert die Plastikfolie, in die die LP eingeschweißt ist. Alle Floyd-Werke wurden für das Vinyl Re-Release 2015/16 neu remastered. Das Ergebnis lässt sich unbedingt hören und erzielt gegenüber den CD-Veröffentlichungen wieder einen feinen, wärmeren, gleichwohl transparenten Klang, ganz im Stil des Original-Releases, das ja möglichst originalgetreu reproduziert werden sollte. Wer nicht das Glück hat, eine Original-Ausgabe von 1969 sein eigen nennen zu können, hat nun die Gelegenheit eine LP zu erwerben, die bis auf das tatsächliche Alter nichts gegenüber dem Original vermissen lässt.

„More“ gilt vielen Fans nicht gerade als Meisterwerk der Floyd und das ist es sicher auch nicht. Aber es ist gute Filmmusik und verbreitet wie kein anderes Album der Band eine traumhafte, damals absolut zeitgeistige Hippie-Atmosphäre, die heute ganz viel Nostalgie weckt. Im direkten Vergleich zu den kurz darauf erschienenen, teilweise überambitionierten Studio-Versuchen auf „Ummagumma“ ziehe ich diese von sommerlicher Leichtigkeit getragene Floyd-Inkarnation unbedingt vor.

Anspieltipp(s): Cirrus Minor, Up the Khyber
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.5.2016
Letzte Änderung: 24.5.2016
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pink Floyd

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 The Piper at the Gates of Dawn 9.50 5
1968 A Saucerful Of Secrets 10.00 6
1969 Ummagumma 11.33 4
1970 Atom Heart Mother 11.33 4
1971 Relics 9.00 2
1971 Meddle 12.00 3
1972 Obscured By Clouds 9.67 4
1973 The Dark Side of the Moon 12.29 7
1974 Masters Of Rock - 1
1975 Wish You Were Here 11.00 8
1977 Animals 13.00 6
1979 The Wall 8.40 7
1980 Is there anybody out there? - The Wall live 1980/81 7.00 1
1983 The Final Cut 8.75 8
1987 A Momentary Lapse of Reason 6.75 4
1988 Delicate Sound of Thunder 9.00 2
1989 Delicate Sound of Thunder (Video) 4.00 1
1994 The Division Bell 5.40 5
1995 London '66-'67 - 1
1995 P.U.L.S.E. 9.00 3
2003 Live at Pompeii (DVD) 12.00 4
2003 The Pink Floyd & Syd Barrett Story (DVD) 7.00 1
2005 London 1966/1967 (DVD) - 1
2006 P.U.L.S.E. (DVD) 10.00 2
2011 Discovery - 1
2014 The Endless River 10.00 5

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