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Ole Lukkøye

Crystal crow-bar

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Moderne Electronica; Spacerock; Worldmusic / Ethno
Label: Klangbad
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Boris Bardash Programming, Keyboards, Voice, Guitar, Percussion
Andrey Lavirenko Bass, Djembe, Bayan, Percussion
Frol Basson, Snake Flute, Cow Horn, Trumpet, Block Flute Soprano
Tanja Svaha Vocals, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Bonfires are burning upon the river 6:55
2. Charms 3:15
3. Melting 8:10
4. Crystal crow-bar 8:24
5. Pre 12:28
6. Uloog hem 11:21
7. Pussy-Willow 10:58
8. White stone 11:09
Gesamtlaufzeit72:40


Rezensionen


Von: Kristian Selm


Lange Zeit sorgte der eiserne Vorhang gezwungenermaßen dafür, dass man vor der Musikszene ist Osteuropa nur ganz selten etwas zu hören bekam. Doch nach ideologischer Öffnung kleckert jetzt langsam aber stetig, eine ansprechende Anzahl von Bands auch in unsere Breiten herein. Die aus St.Petersburg stammenden Ole Lukkøye wurden bereits 1989 von Boris Bardash und Andrej Lavrinenko gegründet und "Crysal crow-bar" ist deren viertes Album. Die beiden stammen aus der Art Rock / Improvisationsszene, ihre Alben sind aber ebenfalls von psychedelischen, sowie Ambient und Trance Elementen durchzogen, wie auch traditionelle Klänge aus ihrer Heimat, der Musik einen ganz eigenen Charakter verleihen. Bei ihrem ersten Auftritt im Jahr 1999 auf dem Burg Herzberg Open Air (dem noch weitere Einladungen in den folgenden Jahren folgten) waren sie eine der großen Überraschungen und der äußerst rege Andrang an den Merchandise Ständen sorgte für einen unerwarteten Ausverkauf der mitgebrachten Tonträger.

"Crystal grow-bar" (übrigens produziert von Hans Joachim Irmler von Faust) klingt ungeheuer vital, bezieht aber seinen Reiz vor allem daraus, dass die mal treibenden, mal schleichenden Rhythmen von vielerlei folkloristischen Abstechern in die verschiedenen Kulturen der ehemaligen Sowjetunion getragen werden. Die Bandbreite reicht von orientalischer Mystik, bis hin zu Weisen aus Sibirien. Doch harte Gitarrenriffs oder weitausladende spacige Synthie-Klanglandschafen geben dem ungewohnten Höreindruck wieder einigermaßen festen Boden unter den Füssen. Trotz hauptsächlich englisch-sprachiger Titel, ist der schamanenartige Gesang nicht eindeutig irgendeiner Sprache zuordenbar, ergänzt sich aber mit der Musik perfekt. Der Stammestanz dieser russischen Indianer ist World Music im wahrsten Sinne des Wortes, da hier der Brückenschlag zwischen den Kulturen und Jahrhunderten geschafft wird. Abtauchen und Mitfließen.

Anspieltipp(s): Bonfires are burning upon the river, Pre
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.9.2004
Letzte Änderung: 8.10.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Ole Lukkøye

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 Toomze 8.00 1
1996 Zapara 10.00 1
1997 Doo-Doo-Doo (or Remedy for a dwarf) 11.50 2
2000 Relax in your dream 10.00 2
2002 Horse-Tiger 11.00 2
2003 Dream of the wind 8.00 1
2010 Petroglyphs 10.00 1
2015 Dyatly 10.00 1

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