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Nick Magnus

Hexameron

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Magick Nuns Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nick Magnus keyboards, devices, hardware and software contraptions, engineering, production
Debi Doss voice (Titel 3)
Siobhan McCarthy voice (Titel 4)
Ninian Boyle violin (Titel 4, 5)
Pete Hicks voice (Titel 6)
Melvyn Hiscock slide guitar (Titel 6)
The Bears´ Chorus choir (Titel 8)
Steve Hackett guitar (Titel 1, 7, 8)
John Hackett flute (Titel 1, 5, 8)
Clare Brigstocke voice (Titel 1, 2, 8)
Geoff Whitehorn guitar (Titel 2, 3)
Tony Patterson voice (Titel 3)

Tracklist

Disc 1
1. Singularity 7:46
2. Dancing On The Waters 8:42
3. Marduk 9:00
4. Sophia´s Song 5:55
5. Double Helix 2:27
6. Brother Sun Sister Moon 4:50
7. Seven Hands Of Time 5:25
8. The Power Of Reason 5:28
Gesamtlaufzeit49:33


Rezensionen


Von: Horst Straske @


Mit "Hexameron" liegt das bislang dritte Soloalbum des britischen Keyboarders Nick Magnus vor, der auf eine langjährige Zusammenarbeit mit niemand geringerem als Ex-Genesis Gitarrist Steve Hackett zurückblicken kann. Unter einem Hexameron versteht man eine Sammlung von an sechs Tagen erzählten Novellen. Dieser Titel ist dem Decamerone (Dekameron) von Giovanni Boccacio nachgebildet, die folglich an zehn Tagen erzählt wurden. 

Der musikalische Inhalt von "Hexamaron" wird von einem opulenten Breitwandsound dominiert, der mit hochmelodischen Instrumentalpassagen aufwarten kann. Breitflächige Keyboardteppiche sorgen zusammen mit jubilierend-filigraner Saitenbearbeitung für einen eleganten Schönklang, der von einer pompösen Melodieführung geprägt ist. Schon der instrumentale Opener "Singularity" entwickelt nach dezenter Klaviereinleitung ein romantisch-bombastisches Eigenleben in Form von neoklassisch eingefärbten Melodielinien, die mit symphonischem Wohlklang erfüllt sind. Die prunkvollen Synthieflächen werden ganz behutsam von der majestätischen Lead-Gitarre von Steve Hackett umschlungen, der seinem Instrument die unnachahmliche melodische Ästhetik entlockt. Bisweilen fühlt sich der Hörer regelrecht in den melancholischen Prunk des Hackett-Debüts "Voyage Of The Acolyte" zurückversetzt. Es ist einfach unverkennbar, wie seine Gitarre voller Anmut und Verklärtheit über allem regelrecht thront. Anmutiges Flötenspiel von seinem Bruder John Hackett unterstreicht den verträumten Charakter der Musik. Voller Ergriffenheit beginnen sich bei dem Liebhaber solcher "Zauberklänge" die ersten Freudentränen zu bilden. Irgendwie scheint dieser fabelhafte Einstieg nicht von dieser Welt zu sein und lädt zum Schwelgen ein. Einfach wunderschön!

Nach diesem tollen Auftakt setzt auch der nachfolgende Titel "Dancing On The Waters" ganz auf die Fortführung der entstandenen wehmütigen Atmosphäre. Lautmalerischer weiblicher Gesang unterstreicht den orchestralen Charakter und lässt zusammen mit dem voluminösen Keyboardprunk einen elegischen Charakter entstehen. Ganz gemächlich wird hier Spannung aufgebaut, die im dynamischen Finale kulminiert. Nick Magnus erzeugt dabei einen modernen Synthiesound, der sich auf atmosphärische Klangfläche konzentriert und dabei orchestrale Elemente einfließen lässt, aber zum gebotenen Zeitpunkt auch mal die Melodieführung übernimmt.

Mit "Marduk" wird der instrumentale Charakter erst einmal verlassen und eine Orientierung in griffigere Melodien vollzogen. Hier herrschen eingängige Gesangsmelodien vor, die von mehreren Sängern vorgetragen werden. Teilweise blitzen auch dezente Popelemente hervor, die aber auch in Pathos gehüllt sind.

Mit "Sophia´s Song" gibt es sogar eine zuckersüße Schmachtballade, wo der klare Gesang von Gastsängerin Siobhan McCarthy hervorsticht. Trotz der durchaus gefälligen Melodie wird hier ganz leicht die Grenze zum Edelkitsch gestreift. Der Song "Brother Sun Sister Moon" erinnert stilistisch an eine Mixtur aus den Moody Blues und dem Alan Parsons Project.

Nach dem von melodischen Gesangstiteln dominierten Mittelteil wird mit "Seven Hands Of Time" der instrumentale Abschluss eingeleitet, wo auch Steve Hacketts Gitarre wieder zum atmosphärischen Einsatz kommt. "The Power Of Reason" schließt ein wirklich schönes Album mit mystischem Chorgesang ab, der von einer Sopranstimme veredelt wird. Hier taucht auch wieder die majestätische Eröffnungsmelodie auf.

Sicherlich gibt sich "Hexameron" hoffnungslos schöngeistig und voll von verklärtem Romantiksound erfüllt, was aber einer stimmungsvollen Reise keinen Abbruch tut. Auch die Tatsache, dass die Drums offensichtlich aus der Dose stammen, kann den positiven Gesamteindruck kaum trüben, da kein typischer "Dosensound" vorliegt. Im Booklet ist extra folgende ironische Anmerkung zu lesen: "No drums were harmed in the making of this album."  Gerade an einem schönen Herbsttag kann sich der Freund melodisch-symphonischer Rockmusik von solch entrückten Tönen umschlingen lassen und einfach in schönen Melodielinien schwelgen. Gerade für Hackett-Freunde kann eine eindeutige Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Anspieltipp(s): Singularity, Marduk
Vergleichbar mit: Steve Hackett, The Enid
Veröffentlicht am: 26.9.2004
Letzte Änderung: 27.9.2004
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nick Magnus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Inhaling green 7.00 1
2010 Children Of Another God 10.50 2

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