Far Corner
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| William Kopecky |
Bass |
| Dan Maske |
Grand Piano, Hammond Organ, Synthesizers, Percussion |
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| Angela Schmidt |
Cello |
| Craig Walker |
Drums, Percussion |
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Gastmusiker
| Frederick Schmidt |
Clarinet |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Silly Whim
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4:54
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| 2. |
Going Somewhere?
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5:01
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| 3. |
Something Out There
1. I 6:48 2. II 7:02 3. III 3:27
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17:17
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| 4. |
With One Swipe Of Its Mighty Paw
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7:40
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| 5. |
Outside
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5:25
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| 6. |
Tracking
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6:33
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| 7. |
The Turning
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7:39
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| 8. |
Fiction
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16:24
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| Gesamtlaufzeit | 70:53 |
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Rezensionen

"Silly Whim": Der Bass brummt zeuhlig zu komplex-schrägen Pianolinien, filigran-verspieltem Schlagzeug und einem getragenen Cello. Aha - mein erster Gedanke - ein Univers Zero-Klon. Wenn dann das Cello aber metallisch-heftig zu schrubben beginnt, jazzige Pianoläufe eingestreut werden und plötzlich eine Hammond-Orgel röhrt, bekommt die Musik doch einen sehr eigenen Charakter.
E-Bass, Piano, Orgel, Cello und Schlagzeug bestimmen die Musik auf dem Debut der Gruppe aus Milwaukee (Wisconsin), gelegentlich angereichert duch Synthesizerklänge und Gastbeiträge an Flöte und Klarinette. Far Corner versuchen sich - wie es auch auf der Internetseite der Band steht - an einer Verschmelzung von zeitgenössischer Kammermusik (oder besser neoklassischer Kammermusik im Stile von Stravinsky und Bartok) und Rock. Das Ergebnis ist ein höchst interessanter Kammerprog, in der Nähe der schon erwähnten Univers Zero oder Present, ein komplexer Neoklassikrock mit zeuhligem Einschlag also, aber auch mit metallischen und jazzigen Einflüssen. Vom Zeuhl kommen der brummige, manchmal wummernde Bass und die mitunter monoton-repetitiven Linien, insbesondere von den Keyboards. Für das metallische Element sorgt, die E-Gitarre ersetzend, Angela Schmidt am Cello. Ihr knarziges Spiel artet mitunter in recht heftiges, verzerrtes Sägen aus, das an das Cello von Marko Manninen von Höyry-Kone und Alamaailman Vasarat erinnert (man höre z.B. "With One Swipe Of Its Mighty Pain"). Es wird aber nicht nur gerockt auf dieser Scheibe. Die lange "Something Out There"-Suite bietet eher improvisierte Kammermusik, ein Quartett für Bass, Keyboards, Cello und Schlagzeug, kurz freies Zusammenspiel auf eher free-jazziger bzw. zeitgenössisch-klassischer Basis. Jazzig sind vor allem Dan Maskes flotte Pianoläufe und sein seltenes, gurgelndes Orgelspiel à la Rick Young (Tony William's Lifetime).
Kurzum, "Far Corner" ist eine sehr gelungene und abwechslungsreiche Debutscheibe, die gekonnt Klassik, Rock und Jazz miteinander verbindet. Wer die bisher erwähnten Bands schätzt (Univers Zero, Present und Höyry-Kone z.B.), der sollte auch an "Far Corner" seine Freude haben. Schöne Platte!
| Anspieltipp(s): |
Fiction |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.10.2004 |
| Letzte Änderung: |
10.11.2004 |
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"Schöne Platte!", das kann ich unterschreiben. Durch das knarzende Cello und gelegentliche Anflüge von verzerrtem Tango (nicht nur vom Sound, sondern auch von der musikalischen Substanz her) ist der Vergleich mit Höyry-Kone/Alamaailman Vasarat gegeben, vielleicht sogar ansatzweise ein Hauch von Apocalyptica vorhanden. Far Corner positionieren sich aber stärker innerhalb der RIO-Tradition mit einem kleinen Schuss Zeuhl und sind nicht ganz so spaßig wie die oben erwähnten Bands. Die Mischung ist gelungen und unterhaltsam, wenn auch vielleicht das Klang-Rezept über die gesamte Laufzeit der Platte etwas zu gleich ist. Trotzdem: Empfehlung!
| Anspieltipp(s): |
With One Swipe Of Its Mighty Paw |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
26.10.2004 |
| Letzte Änderung: |
10.11.2004 |
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Manchmal habe ich ja schon das Gefühl, das Konstrukt des "Kammerrock" dient dazu, Minderwertigkeitskomplexe von "Nur"-Rock-Hörern gegenüber Klassikliebhabern zu kaschieren. So nach dem Motto "Seht her, ich höre auch komplizierte Musik". Mag sein, aber seit mich Univers Zero mit dem Virus dieser musikalischen Spielart infiziert hat, finde ich zunehmend Gefallen daran.
Eine Band, die diesen Sound, diese Stilrichtung ein Stück weit perfektioniert, sind die Amerikaner Far Corner. Das Quartett besteht aus Dan Maske an den Tasten und Angela Schmidt am Cello, welche in einem anderen musikalischen Leben wohl eher der zeitgenössischen klassischen Musik verbunden sind, sowie William Kopecky und Craig Walkner, deren Wurzeln eher im progressive Rock liegen. Dan Maske hat die Musik im klassischen Sinne auch komponiert, was vielleicht die gelegentliche Strenge, die die Stücke ausstrahlen, erklärt und ein bisschen Gleichklang auf die lange Strecke eines Albums erzeugt.
Aber eigentlich sind Far Corner eine Rock-Combo. Hier wird mit ungeheuerer Energie ein musikalisches Feuerwerk abgebrannt. Grummelnder Bass und kratziges Cello raufen sich mit jazzigen oder auch schon mal klassischen Tastenklängen und wuselig-nervöser Percussion. In beeindruckender Weise bauen die Songs immer wieder Spannung auf, die sich dann desöfteren eruptiv entlädt. Gelegentlich schleichen sich auch mal andere Klänge ein, so darf die Orgel schon mal leicht psychedelisch röhren oder das Ganze mutiert in freieren Passagen schon ein bisschen in Richtung Free-Jazz (zumindest in meinen, in dieser Richtung nicht so geübten Ohren).
Die Musik von Far Corner ist durchweg aufwühlend, fesselnd und spannend. Eine Zeitlang habe ich mir Rockmusik ohne Gitarre nicht so richtig vorstellen können, aber hier wird sie nicht vermisst und die Musik rockt trotzdem wie Hölle. Kammerprog in spannender Vollendung... eine dicke Reinhör-Empfehlung, wenn man mit dieser Musikrichtung etwas anfangen kann (oder wenn man von ihr eingefangen werden möchte...).
| Anspieltipp(s): |
Silly Whim, With One Swipe Of Its Mighty Paw |
| Vergleichbar mit: |
Univers Zero, aber kratziger und rauher |
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| Veröffentlicht am: |
12.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
12.2.2006 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Far Corner
| Jahr |
Titel |
Ø-Wertung |
# Rezis |
| 2007 |
Endangered |
12.00 |
3 |
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