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Marillion

The singles '82-88'

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Neoprog
Label: EMI
Durchschnittswertung: 10/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Fish Vocals
Mark Kelly Keyboards
Pete Trewavas Bass, Backing Vocals
Steve Rothery Guitars
Mick Pointer Drums (CD 1-3)
Ian Mosley Drums (CD 5-12)
John Marter Drums (CD 4)

Tracklist

Disc 1
1. Market Square heroes 3:45
2. Three boats down from the Candy 4:33
3. Grendel 17:14
Gesamtlaufzeit25:32
Disc 2
1. He knows you know   (Edited 7" Version) 3:31
2. Charting the single 4:50
3. He knows you know   (Edited 12" Version) 5:07
Gesamtlaufzeit13:28
Disc 3
1. Garden party   (Edit) 4:32
2. Margaret   (Live Edit) 4:00
3. Garden party 7:16
4. Charting the single   (Live) 6:04
5. Margaret   (Live) 12:03
Gesamtlaufzeit33:55
Disc 4
1. Punch and Judy   (7" Version) 3:19
2. Market Square heroes   (Edited Re-Recorded Version) 3:59
3. Three boats down from the Candy   (Re-Recorded) 4:00
4. Market Square heroes   (Re-Recorded) 4:48
Gesamtlaufzeit16:06
Disc 5
1. Assassing   (7" Version) 3:38
2. Cinderella search   (7" Version) 4:22
3. Assassing 7:02
4. Cinderella search 5:29
Gesamtlaufzeit20:31
Disc 6
1. Kayleigh   (Single Edit) 3:36
2. Lady Nina   (Single Edit) 3:42
3. Kayleigh   (Alternative Mix) 4:06
4. Kayleigh   (Extended Version) 4:02
5. Lady Nina   (Extended Version) 5:47
Gesamtlaufzeit21:13
Disc 7
1. Lavender 3:41
2. Freaks 4:05
3. Lavender blue 4:21
Gesamtlaufzeit12:07
Disc 8
1. Heart of Lothian   (Edited Version) 3:37
2. Chelsea Monday   (Live) 7:01
3. Heart of Lothian   (Full Version) 5:42
Gesamtlaufzeit16:20
Disc 9
1. Incommunicado 3:57
2. Going under 2:44
3. Incommunicado   (Album Version) 5:15
4. Incommunicado   (Alternate Version) 5:57
Gesamtlaufzeit17:53
Disc 10
1. Sugar mice 5:47
2. Tux on 5:12
3. Sugar mice   (Radio Edit) 5:00
4. Sugar mice   (Extended Version) 6:11
Gesamtlaufzeit22:10
Disc 11
1. Warm wet circles   (7" Remix) 4:25
2. White russian   (Live at Loreley) 5:58
3. Incommunicado   (Live at Loreley) 5:17
Gesamtlaufzeit15:40
Disc 12
1. Freaks   (Live) 3:59
2. Kayleigh   (Live) 4:06
3. Childhood's end?   (Live) 2:51
4. White feather   (Live) 4:08
Gesamtlaufzeit15:04


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 3)


Im Jahr 2000 hatte EMI endlich ein Einsehen mit den Fans (oder wohl eher das $ Zeichen im Gesicht?!), als sie die schon lange nicht mehr erhältlichen Vinyl-Maxis (für deren Originalausgaben man inzwischen zum Teil recht ordentliche Preise erzielen kann) aus der Fish-Ära in einer wirklich ansprechenden Box im Mini LP Cover Format veröffentlichten. Gerade wegen der Coverartworks im typischen Mark Wilkinson Stil auch optisch eine ansprechende Sache, wenn natürlich nur im wahrsten Sinne des Wortes ein "kleiner" Ersatz für die Originale.

Mitte der 80er wurde eine zeitlang neben den normalen 7" Singles, auch 12" Singles veröffentlicht, die entweder zusätzliches Material oder eben "verlängerte" Versionen bzw. neu abgemischte Alternativ-Versionen der Originalaufnahmen enthielten. Nicht immer waren diese Extended Versionen unbedingt eine glückliche Angelegenheit, da man zumeist nur einige Liedteile endlos wiederholte oder recht lieblos aneinandergeklebte, das Remixen noch eher in den Kinderschuhen steckte. Und gerade die Musik von Marillion in den 80ern eignet sich nicht unbedingt für diese künstlerische Verunstaltung, weswegen auch der Großteil der Maxiversionen in veränderter Form wenig überzeugt, wie z.B. der gedehnte Anfang bei "Sugar mice" oder die "Extended Version" von "Kayleigh", die um 1 Sekunde kürzer(!) als das Original ist.

Jedoch fingen Marillion schon früh damit an, Titel nur exklusiv auf Maxisingle zu veröffentlichen, wobei sich darunter einige wirklich interessante Songperlen befinden, wie z.B. "Cinderella search", die Fanhymne "Freaks" oder das von den vielen frühen Fans abgöttisch verehrte "Grendel", Marillions sehr offensichtliches Tribut an "Supper's ready". Natürlich gibt es ebenfalls unausgegorene, eher überflüssige Titel, denen man einfach anmerkt, dass sie nur schnell als Bonusmaterial zusammenschustert wurden, ihnen der Reifegrad des Albummaterials fehlt, wie z.B. "Lady Nina" oder "Tux on". Aber dafür sind etliche Details für den Sammler sehr interessant, wie z.B. das um die Textzeile "I'm fucking" veränderte Single-Version von "Garden party", welches durch diese Änderung auf Radiotauglichkeit getrimmt wurde. Zudem ist die Arbeit des kurzfristigen Aushilfsdrummers John Marter auf den Neuaufnahmen von "Three boats down from the Candy" und "Market Square heroes" auf den beiden B-Seiten von "Punch and Judy" verewigt.

Letztendlich ist diese Box natürlich vor allem etwas für den absoluten Marillion Fan. Immerhin wurde auf die ursprünglichen Maxis auch noch die zum Teil gekürzten Singleversionen raufgepackt, weswegen man letztendlich einen schönen Überblick über Marillions Musik abseits der regulären Alben erhält. Wenn man jedoch lediglich einen, wenn auch nicht vollständigen, Überblick über die B-Seiten von den nicht auf Alben erhältlichen Titel der frühen Jahre von Marillion haben möchte, so ist man mit "B-Sides themselves" wesentlich kostengünstiger bedient. Hier verweise ich auf die entsprechenden Kritiken zu diesem Album.

Ein kleiner Schönheitsfehler ist EMI bei der Zusammenstellung der Box jedoch unterlaufen: die Maxi "Welcome to the Garden party", die 1986 ausschließlich in Deutschland als unterstützende Promotion für die gemeinsame Festivalauftritte von Marillion zusammen mit Queen veröffentlicht wurde, ist in dieser Box nicht enthalten. Da aber die darauf enthaltenen Titel (Liveversionen von "Garden party", "Kayleigh", "Script for a jester's tear") von den Alben "Real to reel" und "Brief encounter" stammen, ist dieser kleine Makel durchaus zu verschmerzen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.10.2004
Letzte Änderung: 27.4.2012
Wertung: 10/15
Ausschließlich für Fans, für die aber eine lohnenswerte Sache

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 3)


Ich möchte zum einen kurz etwas zum untergegangenen Kulturgut "Maxisingle" loswerden und dann meine Einschätzung zur vorliegenden Collection abgeben. Ich habe in den 80ern Maxis gesammelt wie andere Leute Briefmarken. Dabei fand ich v.a. die Jahre 84 bis 88 recht interessant und innovativ. Natürlich gab es immer Nieten, sprich Maxis, die nicht über das von Kristian beschriebene Aneinanderkleben von immer gleichen Ausschnitten der Singleversion hinausgingen und es gab "falsche" Maxis, die schlicht die Single-Version, die B-Seite derselben und vielleicht noch die Instrumentalversion auf eine 12" pressten und das dann zum doppelten Preis verkauften. Es gab aber auch wirklich gute, abwechslungsreiche, zum Teil beinahe neu komponierte Versionen, die manchmal um den Faktor 3 länger waren, als die Single-Auskopplung. Es gab Bands, die diese "Veredelung" ernster nahmen oder besser beherrschten und Stücke, die sich besser dazu eigneten als andere. In der "Blütezeit" gab es schliesslich mehrstündige Radiosendungen mit Maxiwünschen. Für mich musste eine Maxisingle mindestens 7 Minuten lang sein und neue Elemente beinhalten. In gewisser Weise erfüllt eine Maxiversion ein Kriterium eines Progrocktitels, nämlich das des longtracks. Die hier als Box vorliegenden ehemaligen Maxisingles gehören eher in die Kategorie "falsche" Maxis. Meine Lieblingstitel sind "Heart of Lothian", "Grendel" und "Margaret". Die Box gibt einen guten Überblick über die erste Bandphase, ersetzt aber in keinster Weise die LP`s der Fish-Phase.

Abschliessend bemühe auch ich wieder die Floskel: "nur für den Hardcore-Fan zu empfehlen". Aber: sind wir nicht alle ein wenig hardcore?

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.2.2005
Letzte Änderung: 23.10.2012
Wertung: keine

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 3)


Bleibt mir als Softcore-Fan nur zu ergänzen, dass es diese Singles-Zusammenstellung mittlerweile auch als erschwingliche 3CD-Version gibt. Die Aufteilung:
CD1: Market Square Heroes - Punch and Judy
CD2: Market Square heroes - Chelsea Monday
CD3: Heart of Lothian - White feather
Damit wird die Compilation auch für Softcore-Fans interessant, weil billig.

Inhaltlich ist kaum etwas hinzuzufügen: Hier finden sich Perlen ("Freaks") neben teilweise recht seltsamem Füllmaterial ("Going under"), das despektierlich als "typische B-Seite" gewertet werden kann. Allerdings kann man eine pauschale Abwertung von B-Seiten, wie meine Vorredner schon mehrfach angedeutet haben, auf Marillion nun mal nicht anwenden.

Beim Durchhören mancher Version merkt man, welche Schwierigkeiten eine Band wie Marillion in den 80ern ihrer Plattenfirma bereiten konnte. Die seltsame Veröffentlichungspolitik rund um das Konzeptalbum "Misplaced Childhood" spricht da Bände: Dass man "Kayleigh" als Single veröffentlichen musste, ist klar, und es gibt auch gleich 36 Versionen davon, wohl weil man anderes als schwer verkäuflich erachtete. Zu Recht: Das kinderliedartige "Lavender", das im Zusammenhang mit dem Konzept des Albums sehr viel Sinn ergibt, wirkt als Single doch ziemlich deplatziert, die unbeholfenen verlängerten Versionen sprechen da eine deutliche Sprache. Die geradezu absurde Singleveröffentlichung von "Heart of Lothian", eigentlich kein Song, sondern vielmehr eine Versammlung verschiedener lediglich angerissener Themen und Melodieeinfälle, unterstreicht das ebenfalls. Warum man damals nicht "Childhood's end?" oder "White feather" zu Dreieinhalbminütern auskomponiert und als Singles veröffentlicht hat, wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.

Ein Wort noch zu "Grendel", dass für viele ja ein Hassobjekt zu sein scheint: Ehrlich gesagt, mir ist schleierhaft, warum das gar so grottenschlecht sein soll. Marillion sind eine der wenigen ernstzunehmenden Neoprogbands, und das nicht zuletzt wegen dieses Songs. Auch wenn er nicht ganz rund ist, auch wenn man an ihm einige typische kompositorische Schwächen der Band beispielhaft aufzeigen kann, so funktioniert er doch zumindest bis Minute 12 ganz hervorragend und übersteigt damit an Qualität so ziemlich jeden Longtrack, den ich von anderen Neoprogbands bislang gehört habe, zumindest was Text, Gesang und Komposition angeht. Der Song zeigt Sinn für Melodie, das ist ohnehin etwas, das den allermeisten Progband abgeht, und Fish trägt ihn hervorragend vor. Zugegeben, am Ende zeigen sich einige Probleme, die bei Marillion leider bis heute immer mal wieder aufscheinen: sie versuchen, zu viel neues Material reinzupacken, das wirkt dann reichlich unschlüssig, außerdem ist dieses neue Material alles andere als gut eingebunden, was schließlich sogar so weit geht, dass der Song irgendwo bei 12einhalb Minuten endet, nur um gleich darauf neu anzufangen. Das Material, dass danach kommt, ist für sich genommen so schlecht nicht, allerdings fehlt in der Folge nun jegliche kompositorische Geschlossenheit. Und das Finale, tja, das ist bei Marillion ja immer wieder mal ein Problem. Auch "Grendel" hat im Grunde keines, der Song hört einfach irgendwo auf. Diese kritischen Bemerkungen mache ich nur, um eines umso deutlicher herauszustellen: selbst in ihren schwachen Momenten sind Marillion den meisten ihrer Nachfolger (und allen ihrer Klone) weit überlegen. Was ihr Gespür für Singlehits angeht sowieso.

Anspieltipp(s): Incommunicado (die Singleversion), Kayleigh, Freaks, Grendel, Heart of Lothian, Margaret (Live)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.10.2010
Letzte Änderung: 13.9.2012
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Marillion

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Market Square Heroes 9.00 3
1983 Script for a jester's tear 10.80 5
1984 Real To Reel 11.00 2
1984 Fugazi 11.25 4
1985 Misplaced Childhood 10.33 6
1986 Brief encounter 7.00 1
1987 Clutching at Straws 9.00 4
1988 B-Sides Themselves 7.00 3
1988 The Thieving Magpie 11.67 3
1989 Live From Loreley (DVD) 9.50 2
1989 Seasons End 11.00 3
1991 Holidays in Eden 5.00 5
1992 Live At The Borderline 8.00 1
1993 Live In Caracas 6.00 1
1994 Brave 11.00 3
1995 Brave - The Film (DVD) 11.00 2
1995 Afraid of sunlight 10.00 3
1996 Made Again 9.00 1
1997 This Strange Engine 10.25 4
1997 Best of both worlds - 1
1998 Tales From The Engine Room 4.50 5
1998 Radiation 2.33 4
1999 Marillion.com 7.00 3
2001 Anoraknophobia 11.25 4
2002 Anorak In The UK Live (2CD Set) 10.00 1
2002 Brave Live 2002 8.00 1
2002 Anorak In The UK Live 12.00 1
2002 Singles Box Vol.2 '89-'95 9.00 1
2003 Recital Of The Script (DVD) - 1
2003 Best of - 1
2004 Marbles on the road (DVD) 12.33 3
2004 Marbles ("condensed version") 6.00 1
2004 Marbles 8.00 4
2005 Marbles Live 10.00 2
2007 Somewhere Else 8.67 3
2008 Happiness is the Road - Essence 8.50 2
2008 Happiness is the Road - The Hard Shoulder 6.50 2
2008 Early Stages - The Official Bootleg Box Set 1982 - 1987 12.00 1
2009 Less Is More 8.00 1
2010 Size Matters 10.00 1
2010 the official bootleg box set vol 2 - 1
2012 Sounds That Can't Be Made 9.50 2
2016 F*** Everyone And Run (F E A R) 11.33 3
2017 Marbles In The Park 12.00 1
2017 Living in F E A R - 1

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