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Roine Stolt

The lonely heartbeat

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989
Besonderheiten/Stil: Rock / Pop / Mainstream
Label: Foxtrot Records
Durchschnittswertung: 3/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Roine Stolt Vocals, Guitars, Keyboards, Bass, Contra Bass, Guitar Synthesizer

Gastmusiker

Mikael Grahn Vocals
Thomas Björklund Drums
Tomas Bodin Keyboards
Jonas Söderström Bass
Putte Wickman Clarinet
Roger Olsson Keyboards, Vocals
Andreas Kebbon Bass
Kjell Karin Drums
Marlon Tepedino Percussion
Karin Larsson Vocals
Cia Lindberg Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Early morning Manhattan 1:34
2. Mister Sunshine 4:19
3. Goodbye blue Monday 3:36
4. White men of N.Y.C. 4:19
5. Burning bridges 4:27
6. Crawl like an animal 5:24
7. Take a walk in the rain 4:15
8. Shine (Awakening) 5:07
9. I still believe 4:04
10. Ring of light 4:42
11. Big daddy 5:02
12. Stranger (In my own house) 4:13
13. The lonely heartbeat 5:56
14. Friends of freedom 5:41
15. The river (The end) 4:01
Gesamtlaufzeit66:40


Rezensionen


Von: Kristian Selm (Rezension 1 von 2)


Nach dem Ende von Fantasia wandelte Roine Stolt Ende der 80er komplett auf Solopfaden und brachte unter dem Namen Stolt das Album "The lonely heartbeat" heraus. Dieses präsentiert wiederum eine ganz andere Facette des umtriebigen Multi-Instrumentalisten, der sich hier zum ersten Mal auch verstärkt als Sänger in den Vordergrund drängt, zudem ausschließlich in englisch gesungene Tracks beisteuert.

Mit Kaipa bzw. The Flower Kings hat dieses Album nicht sehr viel zu tun, vielmehr wird der geradlinigere Einschlag, der bereits bei Fantasia Einzug erhielt, komplett in Mainstream-Gefilde gelenkt. Das ganze Album atmet den typischen Geist vieler Veröffentlichungen aus den 80ern, die Produktion klingt aalglatt auf Hochglanz poliert, käsige, sterile Keyboardsounds dröhnen im Hintergrund, die Songs sind auf radiotaugliches, rhythmisch sehr straightes Format zusammengedampft und mit viel Echos versehen. Da fehlt es nicht an schmalzigen Balladen, hin und wieder rockt sogar die Gitarre mal etwas härter, letztendlich bleibt jedoch alles - mit einem gewissen Maß an Anspruch - sehr straight verhaftet.

Immerhin offenbaren sich bei genauem Hinhören einige interessante Details, scheint zuweilen leicht jazziger, sogar funkiger Einschlag durch. Vor allem die Hinzunahme des Klarinettisten Putte Wickman setzt klangliche Farbtupfer, ganz so wie später Ulf Wallander auf den Flower Kings Alben. Zudem sind die recht kurzen Gitarrensoli durchaus energetisch und keineswegs nur glattgebügelt angelegt, wird in den Arrangements mit sehr vielen Details gearbeitet, die mitunter das erkennen lassen, was später bei den Flower Kings in einem ganz anderen Kontext Verwendung fand. Mit dem bluesigen "Stranger (In my own house)" und dem Instrumental "The river (The end)", welches am ehesten einen Flower Kings Bezug erkennen lässt, sind immerhin zwei Songs am Start, die sich wohltuend vom Rest abheben.

Letztendlich ist "The lonely heartbeat" jedoch trotz einiger netter Ideen nur etwas für diejenigen, die alles brauchen, wo Roine Stolt draufsteht. Aber ehrlich gesagt, selbst aus reiner Mainstream-Sichtweise, ist dieses Album relativ überflüssig.

Anspieltipp(s): Stranger (In my own house), The river (The end)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.11.2004
Letzte Änderung: 26.4.2012
Wertung: 3/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Ich habe mich schon oft gefragt, was Roine Stolt so gemacht hat, nachdem er sich Ende der 70er Jahre von Kaipa trennte. Da war zuerst einmal das ansprechende Fantasia, dann folgte Mitte der 80er Jahre ein weiteres Soloalbum mit dem Titel "Behind The Walls" und Ende des Jahrzehnts dann die vorliegende Langrille. Dazwischen wirkte er ausserdem in einer Band namens "Triangulus" mit, in der auch Hasse Bruniusson spielte und die 1988 das Album "Reliques" veröffentlichte. Des Weiteren war er an Bruniussons Soloprojekt "Mannaminne" aus dem Jahre 1983 wesentlich beteiligt.

Was erwartet einen auf "Lonely Heartbeat"? Etwas "lonely", will sagen aussergewöhnlich ist bzw. steht das Album im Vergleich zu allen anderen Werken des Mr. Stolt ja schon da, der Heartbeat setzt aber dann doch nicht aus.

Was hat Herr Stolt in den 80er-Jahren gemacht? Hört man sich dieses Album an, dann hat man das Gefühl, er habe 10 Jahre lang Radio und Schallplatten gehört und dann seine Eindrücke zu einem Megamix verquirllt.

Mit Progrock hat dieser output wirklich gar nichts zu tun. Nein, "Lonely Heartbeat" ist ein Popalbum der 80er, und so klingt es auch. Die 15 Kompositionen, von denen keine länger als 6 Minuten ist, erinnern mich an die verschiedensten Hits und Bands dieser Epoche. Mal Asia, dann Soulsister (remember: way to your heart), mal Black (wonderful life), dann Europe (final countdown). In "Crawl Like An Animal" schallen einem Riffs und Keyboardakkorde Marke Big Generator entgegen, mal wird herrlich abgerockt, mal gibts Gitarrensoli auf die Ohren, mal wirds aber auch etwas peinlich, wie zum Beispiel in "Mister Sunshine" mit Textzeilen wie "...it`s so pretty in SunCity".

Alles in allem ist "Lonely Heartbeat" ein gutes Popalbum geworden: ansprechende Kompositionen in sauberem, glassklarem Klang und in der damaligen Zeit entsprechendem Sound. Meine Bewertung als Progalbum liegt etwa im Bereiche derer von Kristian, als Popalbum wären wohl 8-10 Punkte drin.

Wer die 80er liebt, wer mit den straighteren Alben der FloKis schon immer mehr anfangen konnte, als mit Unfold the Future und wer jeden Schnippsel Musik von Stolt besitzen muss, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen erst mal reinhören.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.5.2005
Letzte Änderung: 22.5.2005
Wertung: keine 80er Pop

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Roine Stolt

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1980 Fantasia 8.00 2
1994 The Flower King 9.00 3
1998 Hydrophonia 9.00 1
2005 Wall Street Voodoo 8.83 6

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