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STATISTIK
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Xhol (Caravan)

Electrip

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969 (CD-Reissue 2000, Garden of Delights)
Besonderheiten/Stil: Krautrock
Label: Hansa
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Tim Belbe Elektro-Tenorsaxophon
Hansi Fischer Elektro-Flöte, Elektro-Sopransaxophon, Elektro-Altsaxophon
Gerhard "Öcki" Egmont von Brevern Orgel, Elektro-Piano, Plastikgesäuse, Tuba
Klaus Briest Elektro-Bass
Gilbert "Skip" van Wyck III. Drums
Peter Meisel Kloabzug
James Rhodes Gesang (Tracks 6, 7)

Tracklist

Disc 1
1. Electric Fun Fair 6:25
2. Pop Games 6:51
3. All Green 7:33
4. Raise Up High 17:42
5. Walla Mashalla 1:36
6. Planet Earth   (Bonustrack CD-Reissue) 2:44
7. So down   (Bonustrack CD-Reissue) 3:26
Gesamtlaufzeit46:17


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Xhol Caravan aus Wiesbaden entstanden 1967 als Soul Caravan um Tim Belbe und Hansi Fischer. Mit Ronnie Swinson und James Rhodes schlossen sich der Band zwei schwarzamerikanische Sänger an. Die Gruppe spielte ihren saxlastigen Mowtown-Soulrock offenbar so überzeugend und mitreißend, dass sie einen Plattenvertrag bei CBS erhielt, bei der noch 1967 die Debutscheibe "Get in high" erschien. Nach einem "legendären" Auftritt auf den Essener Songtagen von 1968, verließen Swinson und Rhodes die Gruppe (Rhodes schloss sich der Band allerdings Anfang 1969 für kurze Zeit noch einmal an), die daraufhin verstärkt psychedelische und jazzige Elemente in ihre Musik aufnahm und ihren Namen in Xhol Caravan änderte. Im Sommer 1969 erschien die erste LP unter dem neuen Namen - "Electrip".

"Electrip" (offenbar hatten die Bandmitglieder eine starke Zuneigung zu dem Begriff "Elektro" entwickelt - siehe die Besetzungsliste) gehört neben "Monster Movie" von Can, "Psychedelic Underground " von Amon Düül und "Phallus Dei" von Amon Düül II zu den ersten, eigenständigen Rockproduktionen aus Deutschland und somit zu den ersten Krautrockproduktionen.

Von dem dem frühen Krautrock oft anhängenden Dilettantismus ist hier allerdings wenig zu spüren. Allen Beteiligten, insbesondere den beiden Bläsern und "Öcki" an den Keyboards, kann man eine durchaus erstklassige Beherrschung der Instrumente bescheinigen und auch die Kompositionen sind auf hohem Niveau. Einen psychedelischen Jazzrock mit Jamcharakter und leichten Soul- und Bluesrudimenten gibt es auf "Electrip" zu hören, der mich recht stark an die Musik erinnert, die Soft Machine zur selben Zeit gemacht haben. Ausufernde Soli der beiden Saxophonisten (gelegentlich auch einmal eine Flöte) zur röhrenden Orgel, selten einem jazzigen E-Piano, diversen selsamen Klängen und Geräuschen (Plastikgesäuse - siehe wiederum die Besetzungsangaben) und dem exzessiv gespielten Schlagzeug. Einzig Klaus Briests Bassarbeit ist zahmer als das Spiel von Hugh Hopper, doch auch sein abwechslungsreiches, blubberndes Spiel kann gefallen. Auch über eine gute Portion Humor verfügt die Band, wie z.B. das einleitende Plätschern einer Klospülung (siehe noch einmal die Besetzungsangaben) oder das kurze "Walla Mashalla" beweisen.

Alles in allem ist "Electrip" eine flotte Scheibe, die vielleicht ein wenig angestaubt klingt (sie hat nun einmal 35 Jahre auf dem Buckel), die aber jedem Proghörer, der mit Soft Machine und dem frühen Canterbury-Jazzrock etwas anfangen und sich dazu einen guten Schuss krautige Psychedelik vorstellen kann, viel Spass machen sollte.

Auf dem CD-Reissue von Garden of Delights ist noch die erste und einzige Single von Xohl Caravan, vom Frühjahr 1969, als Bonus enthalten. Die beiden Nummern sind zwei blues- und soullastige Rocksongs die schon ein wenig schräg und eigenartig klingen, aber vor allem deshalb interessant sind, weil sie gut den stilistischen Übergang von Soul zu Xhol Caravan zeigen.

Anspieltipp(s): All Green
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.10.2004
Letzte Änderung: 14.11.2004
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Nachdem Achims Rezensionen mich bereits neugierig gemacht hatten, gab die Deutschrock-Nacht des WDR, bei der Xhol Caravan mit dem Stück All Green vertreten waren, den endgültigen Ausschlag, mich endlich mal mit dieser Band zu beschäftigen.

Die Wiesbadener Formation ist ein weiterer Beleg dafür, wie vielfältig die unter dem Etikett "Krautrock" zusammengefassten Bands sind. Wie Achim schon schrieb, kamen Xhol Caravan ursprünglich aus einer ganz anderen Richtung, dem Soul - die beiden Bonustitel zeigen noch deutliche Spuren davon.

Psychedelischer Jazzrock, damit ist die Musik auf Electrip passend beschrieben. Geboten werden einerseits treibende, jazzige Passagen, an denen insbesondere die beiden Saxofonisten erheblichen Anteil haben, als auch psychedelische Sequenzen, die vom kräftigen Einsatz der "Schweineorgel" bis zu völlig freien Sequenzen reichen. Erstaunlich, wie die Band es schafft, in ein und demselben Stück zwischen diesen beiden Polen zu wechseln und es trotzdem als organische Einheit erscheinen zu lassen. Da wirkt nichts gekünstelt oder aufgesetzt! Dazu kommen ein paar nette humoristische Einlagen in Form seltsamer Stimmeinlagen oder anderer merkwürdiger Geräusche.

Ein wenig angestaubt klingt die Musik schon, das lässt sich nicht bestreiten. Andererseits klingt Electrip aber auch frischer als manch' laues Fusion-Gesäusel, das andere Bands in späteren Jahren produzierten. Kleines Manko ist der Gesang am Anfang von Raise Up High, der mir etwas zu affektiert ist. Da die Musik ansonsten fast ausschließlich instrumental ist (abgesehen von den Bonustiteln, aber da singt jemand anderes), fällt das nicht ins Gewicht.

Insgesamt also eine schöne Platte, Canterbury/Jazzrock-Liebhabern ohne Kraut-Abneigung unbedingt zu empfehlen!

Anspieltipp(s): All Green
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.8.2006
Letzte Änderung: 23.8.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Xhol (Caravan)

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Hau-RUK 11.00 1
1972 Motherfuckers GMBH & CO KG 11.00 2
2006 Altena 1970 10.00 1
2006 Altena 1969 10.00 1
2009 Essen 1970 9.00 1

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