Saw Delight
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Spoon |
| Durchschnittswertung: |
10.67/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Holger Czukay |
Kurzwellenempfänger, Spezialeffekte, Gesang |
| Michael Karoli |
Gitarre, Violine, Gesang |
| Irmin Schmidt |
Keyboards, Gesang |
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| Jaki Liebezeit |
Schlagzeug, Gesang |
| Rosco Gee |
Bass, Gesang |
| Reebop Kwaku Baah |
Percussion, Gesang |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Don't Say No
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6:28
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| 2. |
Sunshine Day and Night
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6:02
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| 3. |
Call Me
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5:33
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| 4. |
Animal Waves
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15:19
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| 5. |
Fly by Night
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4:07
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| Gesamtlaufzeit | 37:29 |
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Rezensionen

Can verstärkten sich 1977 mit Rosco Gee (Bass) und dem ehemaligen Traffic-Musiker Reebop Kwakuh Baah (Perc.) zum Sextett. Der bisherige Bassist Holger Czukay war fortan für spezielle Klangeffekte zuständig, die er beispielsweise mittels eines Radioapparates erzeugte.
Die beiden neuen Musiker verleihen "Saw Delight" einen kräftigen Ethno Touch, die Stücke sind noch stärker als bei früheren Werken der Gruppe von durchgehend treibendem Rhythmus geprägt. Häufig wirken sie wie lange Jams und sind damit den Werken der erwähnten Traffic nciht unähnlich. Die Instrumente agieren meist gleichberechtigt, nur die Gitarre tritt manchmal etwas stärker hervor, so auf dem schönen instrumentalen "Sunshine Day and Night", das schon fast an Santana erinnert.
Insgesamt ist "Saw Delight" nicht so abgedreht wie frühere Can-Veröffentlichungen, beweist aber wieder einmal die Wandlungsfähigkeit dieser Band. Wer einen "leichteren" Zugang zu Can sucht, wird hier fündig.
| Anspieltipp(s): |
Sunshine Day and Night, Animal Waves |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.4.2002 |
| Letzte Änderung: |
25.3.2007 |
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Ich habe lange damit gezögert, die Neuausgaben der Can-Alben auf Hybrid-SACD anzuschaffen. Vor allem der hohe Preis (habe sie schon für 22 ? gesehen) wirkte abschreckend. Und die Tatsache, dass bei den ohnehin kurzen Spielzeiten keinerlei Bonusmaterial enthalten ist, wirkte auch nicht gerade als Anreiz.
Nun habe ich letztendlich doch zugegriffen, als ich die Neuausgabe dieses Albums zu einem halbwegs erträglichen, aber immer noch recht gesalzenen Preis gefunden habe, und ich muss sagen: die klangliche Verbesserung ist gewaltig! Auch auf meiner nicht gerade profimäßigen Anlage (zwar mit SACD-Spieler, aber ohne Dolby-Surround-Mätzchen) klingt die Musik jetzt wunderbar klar und transparent, kein Vergleich zur mumpfig-dumpfen alten CD-Ausgabe. Da kann ich das Fehlen von Bonusmaterial einigermaßen verschmerzen.
Trotz der hohen Investitionen: auch Besitzern der alten CD rate ich zum Umsteigen! Die Hybrid-SACD ist übrigens auch auf normalen CD-Spielern abspielbar.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.3.2007 |
| Letzte Änderung: |
25.9.2012 |
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1976 lernte Holger Czukay den ehemaligen Traffic-Bassisten Rosko Gee kennen und freundete sich mit ihm an. Czukay war es dann auch, der Gee in die Band brachte. Seit geraumer Zeit war Czukay unzufrieden mit seiner Rolle als Bassist. Er interessierte sich mehr und mehr für Klangmanipulationen, vermittels Tonbändern, Radioempfängern, Telefonen und sonstigen Ton- und Geräuschquellen. Can waren von da an wieder zu fünft, wobei Gee die Bassistenrolle übernahm und ab und zu auch sang. Czukay betätigte sich vornehmlich als Erzeuger von allerlei seltsamen Sounds und Klangeffekten.
"Saw Delight" wurde dann im Januar und Februar 1977 vom Quintett Karoli, Liebezeit, Schmidt, Czukay und Gee eingespielt. Dazu kam noch Gees Kumpel Reebop Kwaku Baah als Perkussionist und Sänger, der bei dieser Session erstmals zu Can stieß. Die beiden "Afrikaner" haben diesem zehnten Can-Album dann auch ihren Stempel aufgedrückt. Fast könnte man die auf dieser Scheibe zu findenden Klänge als Worldmusic bezeichnen, allerdings immer versehen mit den typischen, motorisch-seltsamen Can-Ingredienzien. Im Grunde setzt das Album eine mit "Soon Over Babaluma" begonnene Entwicklung der Band fort, weg vom krautigen Experimentalrock, hin zu leichtgewichtigeren und etwas eingänglicheren Nummern, die oft auf irgendeiner exotischen Tanzkomponente basiert zu sein scheinen und eine gewisse südliche Entspanntheit ausstrahlen. Gleichzeitig sind die Stücke aber immer noch so komplex und kantig, dass sie als Disco- oder Radionummer keine Chance haben. War "Landed" wegen der langen, freien Studioimprovisation "Unfinished" noch einigermaßen experimentell, aber in seiner Gesamtheit unausgewogen ausgefallen, und "Flow Motion" ein gutes Stück zu simpel geraten, bietet "Saw Delight" nun die richtige Mischung, Die Scheibe wirkt rund und stimmig, und macht von vorne bis fast ganz hinten Spaß!
Sehr rhythmisch schwebt die Musik dahin, vorangetrieben durch die verspielten Bassfiguren Rosko Gees und die umfangreiche Perkussionarbeit Liebzeits und Baahs. Die anderen Musiker geraten dabei fast ein wenig in den Hintergrund, werden zu Klangfüllern und verzieren eher die Stücke mit ihren komplizierten Beiträgen, als dass sie sie solistisch bestimmen. Das lange "Animal Waves" ist wohl das gelungenste Stück des Albums, ein sehr dichter Can-Jam, in den diverse Soundfetzten von Czukays Radio eingewoben sind. Sehr gut ist auch das hypnotische "Call me", das von eindringlichem, weinerlich-beschwörendem Gesang (vermutlich von Gee) geprägt ist. Das uninspiriert dahindudelnde, schlichte "Fly By Night" - welches bezeichnenderweise als Single ausgekoppelt wurde - ist allerdings ein ausgesprochen schwacher Ausklang.
"Saw Delight" ist wohl das letzte Album von Can aus den 70ern, welches man uneingeschränkt empfehlen kann. Danach, nach dem weitestgehenden Ausstieg von Holger Czukay, hat die Musik deutlich an Originalität und Kraft verloren.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
28.3.2007 |
| Letzte Änderung: |
11.8.2012 |
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