Lepidoptera
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Marc "rak" Grassi |
keyboards |
| Dave "zoz" Thwaites |
vocals |
| Sam Siegenthaler |
guitar |
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| Tobias Reber |
touch guitar |
| Mike Liechti |
drums |
| Silvana Trapp |
violin, vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
To The Refuge
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5:30
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| 2. |
Metamorphosis: one
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2:56
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| 3. |
Metamorphosis: two
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1:51
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| 4. |
Coming To Terms
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2:32
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| 5. |
Lepidoptera: Freefall
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1:01
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| 6. |
Lepidoptera: Beast
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1:41
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| 7. |
Lepidoptera: Savage
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1:55
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| 8. |
Dreams Like These
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5:59
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| 9. |
The Consequences
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3:26
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| 10. |
Metamorphosis: three
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4:45
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| 11. |
Those Bright Wings
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5:22
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| 12. |
Last Words
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2:23
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| 13. |
Requiem
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3:27
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| 14. |
Flashback
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1:45
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| 15. |
Bumblebee Chase
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1:38
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| 16. |
Play Possum
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1:45
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| 17. |
Preparation
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0:50
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| 18. |
Departure
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4:22
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| 19. |
Migration
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6:28
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| 20. |
Release
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3:01
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| Gesamtlaufzeit | 62:37 |
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Rezensionen

RAK ist eigentlich das Projekt des Schweizer Keyboarders Marc Grassi, dessen 'Künstlername' RAK letztlich auch Namenspate ist. Marc Grassi wurde in der Szene bekannt als Kopf der Formation Thonk. Nachdem Ende von Thonk wollte er ein Konzeptalbum realisieren, welches sich wohl mit dem ungewöhnlichen Lebensablauf des Monarch-Schmetterlings beschäftigt. In der endgültigen Fassung wurde diese Geschichte allerdings noch mit der Geschichte eines Mädchens, welches gezwungen ist Veränderungen auf sich zu nehmen, kombiniert. Für die musikalische Umsetzung suchte Grassi auf verschiedensten Wegen (Anzeigen, Flyer, persönliche Bekannte) geeignete Musiker, die sich schliesslich auch fanden, so dass sich RAK im Moment als Band präsentiert. Für das (vielleicht etwas schwülstige, aber durchaus zum Album passende) CD-Artwork zeigt sich der in der Szene ebenfalls nicht unbekannte Mark Wilkinson verantwortlich.
Das Debut von RAK ist ungewöhnlich: Zunächst mag einem die Anzahl von 20 Einzeltiteln auffallen, die zusammen etwas mehr als eine Stunde Musik ergeben. Die Titel sind also eher kürzerer Natur, aber Long-Track-Fetischisten aufgepasst: Das Album ist so angelegt, dass die einzelnen Titel nahtlos in einander übergehen, so dass fast der Eindruck eines gigantischen Longtracks entsteht. Mindestens haben wir aber eine Suite vor uns, deren Einzelteile wahrlich ein Ganzes ergeben, in deren Verlauf es RAK schaffen Spannungen und Atmosphäre aufzubauen, diese wieder aufzulösen und dabei den Hörer immer gespannt bei der Stange zu halten. Längen gibt es hier eigentlich keine.
Die Musik von RAK ist geprägt von der klassischen Prog-Geschichte. In virtuoser Weise wird mit vielen Dynamikwechseln, Laut-Leise-Gegensätzen auf der Basis durchaus komplexer Rhythmik gearbeitet. Oftmals wird bombastisch-melodiös im Midtempo gerockt, aber es folgen auch balladeske Momente. Nur um dann unvermittelt in aggressive Ausbrüche überzugehen, die den Hörer in Atem halten. Immer wieder klingen Anleihen an klassische Vorbilder wie King Crimson oder Genesis an, ohne das hier kopiert wird. Hier werden die Vorbilder als Inspiration genutzt, um neue, bewegende Musik zu schaffen.
Die Keyboards dominieren klar den Sound von RAK. Bombastische Zwischenspiele, dichte Flächen und wunderschöne E-Piano-Parts bestimmen immer wieder das Klangbild. Gerade im Opener und auch z.B. in einem Track wie "The Consequences" (quasi einer Art Reprise des Openers) kommen die Tasten auch schon mal düster-spacig daher. Immer wieder werden aufregende Akzente gesetzt, die den Hörer überraschen und mitreissen.
Aber auch die Mitmusiker tragen ihr Scherflein zur musikalischen Umsetzung bei: Gitarrist Siegenthaler weiss durch wenige, aber dann umso gefühlvoller integrierte (manchmal mit leichtem Blues-Touch), Soli zu überzeugen. Dazu kommt der virtuos-wuselige Drummer Liechti, der leider im Mix manchmal etwas weit in den Hintergrund geraten ist, aber mit komplexen Rhythmiken aufzuwarten weiss. Ein eigentlicher Bass fehlt, was sich vielleicht etwas im fehlenden Groove bemerkbar macht, aber dafür kann Touch Gitarrist Reber einige interessante, fast schon melodiöse, Linien mit den tiefen Tönen beisteuern. Wenige, dafür umso gefühlvollere Gänsehaut-Akzente kann Violinistin Silvana Trapp setzen (und darf auch mal einen kurzen 'feenhaften' Gesangspart beisteuern).
Abgerundet wird die überzeugende musikalische Leistung von RAK durch den brillianten Gesang von Dave Thwaites. Thwaites singt nicht nur, sondern zelebriert die Songs regelrecht. Der dramatische, emotionale Gesang macht die Gefühle fast schon körperlich spürbar und strahlt eine ziemliche Faszination aus. Nicht selten kommen einem hier Peter Gabriel oder Fish in den Sinn.
Ein respektables Debut der Schweizer Formation. Hier gibt es auch nach vielen Durchläufen aufgrund der grossen musikalischen Dichte und der Ideenvielfalt immer wieder etwas neues zu entdecken. Für alle Retroprog-Fans dürfte dieses Album eine Spitzenposition in den Veröffentlichungen dieses Jahres abgeben. Vergleiche mit IQs "Subterranea", Marillions "Brave" oder gar "The Lamb..." von Genesis scheinen durchaus angebracht und auch Fans der Glass Hammer-Magenta-Schiene sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. Ein kleiner Minuspunkt ist die Produktion, die gerne ein Stück weit transparenter und druckvoller ausfallen hätte dürfen. Aber da waren wahrscheinlich Technik und Budget vor... das tut dem Genuss des Albums aber glücklicherweise kaum Abbruch.
| Anspieltipp(s): |
Nein, dass muss schon im Ganzen gehört werden |
| Vergleichbar mit: |
IQ "Subterranea", Magenta, Glass Hammer |
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| Veröffentlicht am: |
7.11.2004 |
| Letzte Änderung: |
7.11.2004 |
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Wir haben den besten Tennisspieler der Welt, die feinste Schokolade, hervorragenden Käse, das Matterhorn und...... einige tolle Progrock Bands.
RAK gehört zweifellos dazu. Schon das erste Album von Marc Grassi (noch als Thonk) hat mich begeistert. Lepidoptera tut dies nicht minder. Es ist im Vergleich zum Vorgänger reifer, geschliffener und farbenfroher.
Wem earth vision impact zu keyboardlastig war, wem die Gitarren fehlten, der wird nun ins Boot geholt. Zwar dominieren immer noch die Tasten, es gibt aber auch schon mal heftiges Riffing und stimmungsvolle Klampfensoli.
Musikalisch geht mal die Post ab, mal werden zarte, gefühlvolle Töne angeschlagen, mal geht RAK bombastisch und mal spartanisch zu Werke. Während 62 Minuten wird man auf die Reise des Schmetterlings mitgenommen, überfliegt unterschiedlichste (Klang-)Landschaften, wovon manche in interessanten Variationen und Reprisen wiederholt werden.
Die Musiker und Sänger "Zoz" machen ihre Sache hervorragend, die Kompositionen überzeugen, kurz: Marc Grassi ist ein sehr kurzweiliges, abwechslungsreiches und ambitioniertes Werk gelungen. Ich bin sehr gespannt, was da noch kommen wird.
| Anspieltipp(s): |
all in one |
| Vergleichbar mit: |
THØNK |
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| Veröffentlicht am: |
11.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
11.2.2006 |
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